Offizielles Organ: AGRBM, BRZ, DVR, DGA, DGGEF , DGRM, D·I·R, EFA, OEGRM, SRBM/DGE
Krause & Pachernegg GmbH, Verlag für Medizin und Wirtschaft, A-3003 Gablitz
Journal für
Reproduktionsmedizin
und Endokrinologie
– Journal of Reproductive Medicine and Endocrinology –
Andrologie • Embryologie & Biologie • Endokrinologie • Ethik & Recht • Genetik
Gynäkologie • Kontrazeption • Psychosomatik • Reproduktionsmedizin • Urologie
Indexed in EMBASE/Excerpta Medica/Scopus
www.kup.at/repromedizin
Online-Datenbank mit Autoren- und Stichwortsuche
Der derzeitige Stand der konservativen Therapie der
Endometriose
Urdl W
J. Reproduktionsmed. Endokrinol 2006; 3 (1), 24-30
20.-21. März 2026
Universitätsmedizin Mainz
ENDOKRINOLOGIE & FERTILITÄT
FÜR KLINIK & PRAXIS
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& Anmeldung unter
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Wissenschaftliche Leitung: Univ.-Professorin Annette Hasenburg, Dr. Susanne Theis, Universitätsmedizin Mainz,
Sanitätsrat Dr. Werner Harlfinger, BVF Rheinland-Pfalz Dr. Rüdiger Gaase, BVF Hessen Dr. Klaus J. Doubek
Schirmherrschaften: Prof. Nicole Sänger, Uniklinik Bonn, Prof. Jan-Steffen Krüssel, Uniklinik Düsseldorf,
Dr. Annette Bachmann, Uniklinik Frankfurt am Main, Prof. Christine Skala, Uniklinik Köln
24 J. REPRODUKTIONSMED. ENDOKRINOL. 1/2006
Eingegangen: 30.09.2005; akzeptiert nach Revision: 14.02.2006
Aus der Universitätsklinik Graz, Klinische Abteilung für
Gynäkologische Endokrinologie und Fortpflanzungsmedizin, Graz
Korrespondenzadresse: Univ.-Prof. Dr. med. Wolfgang Urdl,
Klinische Abteilung für Gynäkologische Endokrinologie und Fort-
pflanzungsmedizin, Geburtshilflich-Gynäkologische Universitäts-
klinik Graz, A-8036 Graz, Auenbruggerplatz 14;
E-Mail:
[email protected]
Der derzeitige Stand der konservativen Therapie
der Endometriose
W. Urdl
Bei Verdacht auf Vorliegen einer Endometriose ist als erste Maßnahme, insbesondere bei bestehendem Kinderwunsch, die operative (prioritär
endoskopische) Intervention mit Gewebsentnahme zur histologischen Sicherung der Diagnose und, nach Maßgabe, die Ablation bzw. E xzision
endometriotisch veränderten Gewebes anzustreben. Vielfach wird postoperativ eine konservative Therapie angeschlossen. In ausgew ählten Fäl-
len kann, nach Vorliegen der Histologie, eine ausschließlich medikamentöse Behandlung als Primärtherapie empfohlen werden. Es i st zu berück-
sichtigen, daß in 20–80 % der Fälle innerhalb von fünf Jahren Rezidive bzw. rezidivierende Beschwerden auftreten, unabhängig da von, ob die
Primärtherapie operativ, konservativ oder kombiniert erfolgte.
Für das Verständnis konservativer Therapiekonzepte ist die Kenntnis der Theorien über die Pathogenese der Endometriose unerläßl ich. Die
Entstehung des Krankheitsbildes Endometriose ist offensichtlich multifaktoriell. So scheinen Faktoren wie retrograde Menstruati on, Metaplasie des
Peritonealepithels, aberrante Genexpressionen im eutopen Endometrium, wie auch in ektopen Endometrioseläsionen, der Einfluß erh öhter
Estrogengewebskonzentrationen, eine relative Progesteronresistenz wie auch genetische, immunologische, inflammatorische und ang iogenetische
Faktoren und Umwelteinflüsse eine Rolle zu spielen. Viele Jahre standen „klassische“ konservative Endometriosetherapiekonzepte (z. B. GnRH-
Analoga, GnRH-Antagonisten, Antigonadotropine u. a.), denen eine Absenkung zirkulierender Estrogenspiegel als Wirkmechanismus zu grunde
liegt, im Vordergrund. Um den daraus resultierenden Estrogenmangelsymptomen (insbesondere einer Osteoporose) entgegenzuwirken, wurden
derartige Therapiekonzepte durch die Zugabe von Steroiden, Tibolon bzw. Bisphosphonaten („Add-back-Therapie“) erweitert.
Basierend auf den derzeit in Diskussion stehenden pathogenetischen Mechanismen, wurde eine Vielzahl von Substanzen zur konserva tiven
Therapie der Endometriose mit unterschiedlichem Erfolg in Studien getestet (z. B. selektive Estrogen- bzw. Progesteronrezeptorm odulatoren,
Aromatasehemmer, Cyclooxygenase-2-Inhibitoren, Angiogenesehemmer, Immunmodulatoren u. a.). Von den neueren Therapieoptionen hab en
bisher insbesondere Aromatasehemmer und Cyclooxygenase-2-Inhibitoren Eingang in praktische Therapiekonzepte gefunden.
Schlüsselwörter: Endometriose, konservative Therapie
Current Concepts in the Medical Treatment of Endometriosis. If endometriosis is suspected in a patient with pelvic pain or particularly with
infertility, the first step is surgical (primarily endoscopic) intervention to secure a tissue diagnosis and remove or ablate e ndometriotic implants.
Surgery is generally followed by medical treatment. In some patients with a confirmed diagnosis, first-line medical treatment i s recommended.
However, regardless of treatment, 20–80 % of patients overall will develop recurrence or recurrent pain within five years.
Medical treatment plans require an understanding of the theories of the pathogenesis of endometriosis, which appears to be mult ifactorial.
Retrograde menstruation, metaplasia of the peritoneal epithelium, aberrant gene expression in eutopic epithelium and endometrio tic lesions,
increased local tissue estrogen concentrations, relative progestin resistance, as well as genetic, immunologic, inflammatory, a ngiogenetic and
environmental influences appear to play a role. Traditional medical approaches to endometriosis include GnRH analogues, GnRH an tagonists,
and antigonadotropins to decrease circulating estrogen levels. Strategies to counteract unwanted side effects such as osteoporo sis include the
concomitant use of steroids, tibolone and bisphosphonates (add-back therapy).
A number of medical approaches have been devised according to the proposed pathogenetic mechanisms of endometriosis. These stra tegies
include selective estrogen and progesterone receptor modulators, aromatase inhibitors, COX-2 inhibitors, angiogenesis inhibitor s, and
immunomodulators. Of the newer therapeutic options aromatase inhibitors and COX-2 inhibitors have been used most widely. J Reproduktionsmed
Endokrinol 2006; 3 (1): 24–30.
Key words: endometriosis, medical treatment
I
m Jahre 1860 beschrieb Karl von Rokitansky im Zen-
tralblatt der Gesellschaft der Ärzte in Wien in der Mit-
teilung mit dem Titel: „Über Uterusdrüsenneubildung in
Uterus- und Ovarialsarkomen“ erstmals das Krankheits-
bild der Endometriose (E) [1].
Definitionsgemäß versteht man unter E eine bei Frauen
vorwiegend im geschlechtsreifen Alter vorkommende,
primär gutartige, chronische, estrogenabhängige Erkran-
kung, die meist mit Schmerzen (Dysmenorrhoe, Dyspar-
eunie) und Beeinträchtigung der Fortpflanzungsfähigkeit
(Sterilität, Infertilität) einhergeht.
Eine E ist morphologisch charakterisiert durch das Vor-
kommen von Endometrium-Gewebe außerhalb des Cavum
uteri, wie im Myometrium, in den Ovarien, im Septum
rektovaginale, im Beckenperitoneum, selten in anderen
Organsystemen, wie z. B. im Bereich des Perikards, der
Pleura, der Lunge, des Gehirns, der Haut u. a. m.
Die Häufigkeit des Krankheitsbildes E beträgt 6–10 % al-
ler Frauen, die sich in der Geschlechtsreife befinden.
Hingegen weisen 35–50 % der Frauen mit Unterleib-
schmerzen und/oder Sterilität Zeichen einer E auf. In
Österreich können etwa 100.000 Endometriosepatientin-
nen angenommen werden, wobei jedoch nur in etwa der
Hälfte der Fälle, wegen des Schweregrades der Erkran-
kung, der Schmerzsymptomatik und/oder endometriose-
bedingter Sterilität eine Behandlung indiziert ist.
Zur Einteilung des Schweregrades des Krankheitsbildes hat
ein von der „American Fertility Society“ im Jahre 1997
revidierter„Endometriose-Score“ bis dato Gültigkeit [2].
Stellen chirurgisch-endoskopische Maßnahmen zur hi-
stologischen Sicherung der Verdachtsdiagnose E, insbe-
sondere bei Kinderwunsch und bei Verdacht auf Endo-
metriom, den Therapieschritt der ersten Wahl dar, kön-
nen konservativ-medikamentöse Behandlungsstrategien,
additiv, aber auch alternativ, als Langzeitkonzept, indi-
ziert sein bzw. diskutiert werden.
In diesem Beitrag sollen bevorzugt derzeit anerkannte
konservativ-medikamentöse Therapieformen, aber auch
in Entwicklung befindliche Behandlungsoptionen darge-
stellt werden.
Für das Verständnis dieser Behandlungsstrategien ist die
Kenntnis der Theorien zur Pathogenese einer E unerläßlich.
For personal use only. Not to be reproduced without permission of Krause & Pachernegg GmbH.
25J. REPRODUKTIONSMED. ENDOKRINOL. 1/2006
Derzeitig gültige Theorien zur Pathogenese
der Endometriose
Retrograde Menstruation [3–5]
Der retrograde Übertritt von Menstruationsblut über das
Fimbrienende in die freie Bauchhöhle soll eine perito-
neale Implantation von Endometriumanteilen ermögli-
chen. Es ist jedoch zu berücksichtigen, daß die meisten
Frauen im geschlechtsreifen Alter, mit unterschiedlicher
Häufigkeit, eine retrograde Menstruation aufweisen, sich je-
doch nur bei 6–10 % dieser Frauen eine E etabliert. Die Tatsa-
che, daß eine E z. B. auch bei Frauen mit Mayer-Rokitansky-
Küster-Hauser-Syndrom beobachtet werden kann, ist ein
Hinweis darauf, daß, neben einer retrograden Menstruation,
auch andere pathogenetische Mechanismen für die Entste-
hung einer E eine Rolle spielen müssen [6].
Metaplasie [7–9]
Die Metaplasie des Zölomepithels wird als pathogene-
tischer Mechanismus für die Entstehung einer E verant-
wortlich gemacht. Dieses Geschehen scheint bei der Ent-
wicklung von Ovarialendometriomen und rektovaginalen
Endometrioseherden eine wesentliche Rolle zu spielen.
Genaberrationen [10]
Das Endometrium von Frauen mit E weist, trotz unauffäl-
liger, typischer Histologie, mikrobiologisch, im Vergleich
zu jenem von Frauen ohne E, Besonderheiten auf und er-
scheint daher in hohem Maße prädisponiert, sich ektop
anzusiedeln. Diese mikrobiologischen Abnormitäten im
eutopen Endometrium, wie auch in ektopen Endometrio-
seherden, bestehen in einer aberranten Expression von
Genen und Genprodukten, einer atypischen Glykopro-
teinsynthese und Detoxifikation. Derartige Aberrationen,
in Kombination mit biologisch-endokrinologischen An-
omalien (siehe unten), sind offensichtlich auch für Implan-
tationsstörungen verantwortlich, die bei Frauen mit E ge-
häuft zu beobachten sind. Gene und Genprodukte, die
im Endometrium von Frauen mit E aberrant e xprimiert
werden und im „normalen“ Endometrium nicht oder in ei-
ner von der Norm abweichenden Konzentration nach-
weisbar sind, sind in Tabelle 1 gelistet.
Estrogendominanz [11–14]
Neben einer aberranten Expression von Genen und Gen-
produkten stellen die gesteigerte, autonome, zyklusunab-
hängige Estrogenproduktion und -aktivität, wie auch die
verminderte Estrogeninaktivierung und, daraus resultie-
rend, Zeichen einer Dauerproliferation typische Beson-
derheiten endometriotischen Gewebes dar.
Die gesteigerte lokale Estrogenproduktion und -aktivität
wird durch eine, im Vergleich zum „normalen“ Endo-
metrium, deutliche Überexpression des Enzyms Aroma-
tase verursacht, wohingegen die verminderte Inaktivie-
rung von Estrogen auf einen Mangel des Enzyms 17 β-
Hydroxydehydrogenase (Typ II) im Gewebe zurückge-
führt werden kann. Die Anhäufung von 17 β-Estradiol
und dessen Metaboliten im eutopen Endometrium, wie
auch in ektopen Endometrioseherden, löst ihrerseits eine
vermehrte Produktion von Prostaglandin-E
2 aus, ein Um-
stand, der im Sinne eines Circulus vitiosus zu einer wei-
teren Steigerung der Aromataseaktivität führt. Die skiz-
zierten pathogenetischen Mechanismen, basierend auf
einer Estrogendominanz, stellen die Grundlage für den
Einsatz von Aromataseinhibitoren bzw. selektiven Estro-
genrezeptormodulatoren, SERMS (z. B. Raloxifen), als
konservatives Therapiekonzept der E dar [15–23].
Progesteronresistenz [24–28]
Im eutopen Endometrium wie auch in ektopen Läsionen
von Frauen mit E sind Zeichen einer relativen Progesteron-
resistenz nachweisbar, die, durch die beschriebene Estro-
gendominanz begünstigt, auf eine in endometriotischen
Implantaten isolierte Expression der Progesteronrezeptor-
Isoform des Typs α, bei fehlender Expression der Pr oge-
steronrezeptor-Isoform des Typs β mit zusätzlicher Dys-
regulation der Progesteronrezeptor-Isoformen α und β im
eutopen Endometrium zurückgeführt werden kann. Die-
se Konstellation mit Vorhandensein inhibitorisch wirksa-
mer Rezeptor-Isoformen α und dem Fehlen stimulato-
risch wirksamer Rezeptor-Isoformen β verhindert die Ver-
ringerung von Estrogenrezeptoren, ein Umstand, durch
den die Estrogendominanz weiter verstärkt, und, in wei-
terer Folge, eine komplette Transformation und Desqua-
mation des Endometriums blockiert wird. Estrogendomi-
nanz und relative Progesteronresistenz werden durch
die Folgen einer persistierenden Expression bzw. Über-
expression von Matrixmetalloproteinase- und Cyclooxy-
genase-2-Genen, nachweisbar im eutopen Endometrium
und in ektopen Endometrioseherden, additiv katalysiert
(Abb. 1).
Genetische Faktoren
Eine familiäre Häufung von Endometrioseerkrankungen
konnte in klinischen, epidemiologischen, wie auch in
Tabelle 1: Aberrant exprimierte Gene und Genprodukte im Endometrium
von Frauen mit Endometriose. Mod. nach [10].
Aromatase
Endometrial Bleeding Factor
Hepatocyte Growth Factor
17- β-Hydroxysteroid-Dehydrogenase
HOX A10
HOX A11
Leukaemia Inhibitory Factor
Matrix-Metalloproteinasen 3, 7 und 11
Gewebsinhibitoren von Metalloproteinasen
Progesteron-Rezeptor-Isoformen
Komplement 3
Glutathion-Peroxidase
Katalase
Thrombospondin 1
Vascular Endothelial Growth Factor
Integrin α, β
Glycodelin Abbildung 1: Estrogendominanz und relative Progesteronresistenz im
Endometriosegewebe. PGE2: Prostaglandin E2; COX-2: Cyclooxygenase 2.
26 J. REPRODUKTIONSMED. ENDOKRINOL. 1/2006
Zwillingsstudien nachgewiesen werden. Das Risiko für
Verwandte ersten Grades von Frauen mit E, ebenfalls von
dieser Erkrankung betroffen zu sein, ist sechsfach erhöht
[29–31]. Bei Geschwistern mit E fand sich häufig eine
Übereinstimmung im Hinblick auf den Nachweis be-
stimmter Gen-Polymorphismen (Estrogenrezeptor-α, CYP
17, Mikrosatellitmarker u. a. m.) [32]. Bedeutungsvoll er-
scheint das signifikant häufigere Auftreten von Tumor-
suppressorgen-Mutationen (z. B. p53) (Tab. 2).
Gehäuft konnten bei Frauen mit E Genomveränderungen
(veränderte DNA-Kopienanzahlen und Aneuploidien,
letztere bevorzugt am Chromosom 17) nachgewiesen
werden. Diese genetischen Besonderheiten, wie auch
eine verminderte Immunkompetenz (siehe unten) erklä-
ren das erhöhte Risiko von Frauen mit E, an Malignomen
zu erkranken [6, 33–37].
So kommt es bei Frauen mit E häufiger zum Auftreten von:
a) Ovarialkarzinomen (endometroid, klarzellig, gemischt)
b) Endometroiden Karzinomen des Beckenperitoneums
c) Non-Hodgkin-Lymphomen
d) Mammakarzinomen
e) Dysplastischen Naevi, Hautkarzinomen, Melanomen
f) Malignen Transformationen ektoper Endometrioseher-
de (0,7–1,0 % der Fälle)
Immunologische, inflammatorische und angiogenetische
Faktoren
Immunologische Einflüsse als mögliche pathogenetische
Mechanismen der E werden in erster Linie durch Funk-
tionsabweichungen immunkompetenter Zellen bei Frauen
mit E evident. Ein Mangel an adäquater Immunkontrolle
findet sich insbesondere im Bereich des Peritoneums,
bedingt durch eine Aktivierung peritonealer Makropha-
gen, ein Umstand, der zu erhöhter Zytokinproduktion
(Interleukin-1, -6, -8) mit gleichzeitiger Verminderung
der Phagozytoseaktivität dieser Zellen und zu gesteiger-
ter Produktion von „Endo 1“, einem Protein, ähnlich dem
Haptoglobin, das vermehrt in der Peritonealflüssigkeit
und in Endometrioseläsionen nachgewiesen werden kann,
führt [10, 38–42].
Als immunologisch bedeutungsvoll im Sinne einer ver-
minderten Immunkontrolle erscheint weiters die beein-
trächtigte Aktivität von „Natural-Killerzellen“ im Bereich
des Peritoneums [43].
Darüber hinaus finden sich in der Peritonealflüssigkeit
von Frauen mit E signifikant erhöhte Konzentrationen
von Wachstums- und Angiogenesefaktoren (Tumorne-
krosefaktor-α, Vascular Endothelial Growth Factor, Epi-
dermal Growth Factor, Fibroblast Growth Factor, Insulin-
like Growth Factor-1, Trophoblast Growth Factor-β u. a. m.)
und Interferon-γ. Die pathogenetische Bedeutung der er-
wähnten immunologischen, inflammatorischen, angio-
genetischen und wachstumsinduzierenden Faktoren
wird durch die Tatsache unterstrichen, daß die Konzen-
tration dieser Faktoren mit dem Schweregrad der E korre-
liert [44–47].
Auch die Konzentration des sogenannten „RANTES- (
Regu-
lated on Activation Normal T-cell Expressed and Secreted-)
Proteins“ zeigt eine Korrelation mit dem Schweregrad
der E. Unter seinem Einfluß kommt es zu einer vermehr-
ten Migration von Monozyten und T-Lymphozyten in das
Peritoneum und in ektope Endometrioseherde, ein Vor-
gang, der zu einer Steigerung der Synthese des Vascular
Endothelial Growth Factors mit nachfolgender gesteiger-
ter Angiogenese führt [48].
Apoptose
Pathogenetische Bedeutung wird einer Verringerung pro-
apoptotischer Gene bei gleichzeitiger Steigerung anti-
apoptotischer Gene (z. B. BCL
2, BAX), nachweisbar in
endometriotischen Implantaten, beigemessen [49, 50].
Autoimmunätiologie der Endometriose [51–58]
Eine mögliche Autoimmunätiologie der E wird aufgrund
des signifikant häufigeren Nachweises veränderter Im-
munparameter diskutiert.
So finden sich im Serum und in der Peritonealflüssigkeit
gesteigerte Aktivitäten von Polyklonal-B-Zellen, eine er-
höhte Konzentration und abnorme Funktion von B- und
T-Lymphozyten, eine erhöhte Konzentration der Autoanti-
körper Ig-G, Ig-A, Ig-M sowie eine verminderte „Natural-
Killerzell“-Aktivität.
Einen weiteren Hinweis auf eine derartige Ätiologie
stellt die hohe Rate an Autoimmunerkrankungen bei
Frauen mit E dar (z. B. Hashimoto-Thyreoiditis, Fibro-
myalgie, Chronic-Fatigue-Syndrom, systemischer Lupus
erythematodes, Rheumatoide Arthritis, Sjögren-Syndrom
u. a. m.).
Im besonderen ist zu berücksichtigen, daß Frauen mit
ausgedehnter E ein höheres Risiko für das Auftreten einer
prämaturen Menopause aufweisen. Dieser Umstand ist
insbesondere bei Frauen über 35 Jahre in Überlegungen,
das Ausmaß geplanter operativer Interventionen betref-
fend, miteinzubeziehen [59].
Weiters ist bemerkenswert, daß in Koinzidenz mit E ge-
häuft allergische Diathesen zu beobachten sind (Atopie,
Asthma bronchiale u. a.) [60].
Umweltfaktoren [61–64]
Der Einfluß von Umweltfaktoren scheint ebenfalls patho-
genetische Bedeutung für die Entwicklung einer E zu be-
sitzen. Tierexperimentell konnte mittels
a) Protonen-Ganzkörperbestrahlung,
b) Dioxin,
c) Xenoestrogenen („Endocrine disruptors“) und
d) bestimmten Chemikalien (z. B. in Kosmetika, Nagel-
polituren, Gegenständen aus Plastik u. a. m.)
das Wachstum typischen Endometriosegewebes indu-
ziert werden.
Am ehesten scheint jedoch die
Kombination aufgezeigter
möglicher pathogenetischer Mechanismen für die Ent-
wicklung einer E verantwortlich zu sein [6, 10].
Tabelle 2: Genkandidaten, die für die Entwicklung einer Endometriose
Bedeutung besitzen. Mod. nach [10].
Zytochrom P450 1A1
N-Acetyltransferase 2
Glutathion-S-Transferase M1, T1
Galaktose-1-Phosphaturidyltransferase
Estrogenrezeptor
Progesteronrezeptor
Androgenrezeptor
PTEN
p53
Peroxisom-Proliferator-activated-Rezeptor γ2 Pro-12Ala-Allele
27J. REPRODUKTIONSMED. ENDOKRINOL. 1/2006
Die konservative Therapie der Endometriose
Bei Verdacht auf E ist als erste Maßnahme eine Ge-
websentnahme zur histologischen Sicherung der Dia-
gnose anzustreben. In der Regel erfolgt im Rahmen die-
ses (bevorzugt endoskopischen) Eingriffes die Ablation
bzw. Exzision älterer bzw. progredienter Endometriose-
herde, während frische Implantate eher einer konservati-
ven Therapie zugeführt werden sollten. Steht die chirur-
gische Intervention bei Kinderwunsch bzw. Verdacht auf
Endometriom im Vordergrund, kann die Entscheidung,
eine konservative Therapie additiv bzw. alternativ einzu-
leiten, durch die Bestimmung von Steroidrezeptoren und
Messung des Proliferationsmarkers „Ki 67“ im Gewebe
erleichtert werden (Abb. 2). Morphologische, immuno-
logische und biochemische Untersuchungen haben erge-
ben, daß, neben Lokalisation und Schweregrad, insbe-
sondere die proliferative Aktivität der Endometriose-
implantate, ihr Wachstumstyp und ihre endokrine Ab-
hängigkeit wichtige diagnostische Kriterien für die Einlei-
tung eines anzustrebenden, individualisierten Thera-
piekonzeptes sind [65].
In jedem Falle ist zu berücksichtigen, daß 5 Jahre nach
Primärtherapie, je nach Stadium, in 20–80 % Rezidive
bzw. rezidivierende Beschwerden zu beobachten sind,
unabhängig davon, ob diese Therapie in einer operati-
ven Sanierung bzw. einer konservativen Therapie mit
medikamentöser Suppression der Ovarialfunktion oder
in einer Kombination beider Maßnahmen bestanden hat
[66].
Ziel jeglicher Therapie einer E ist die Verbesserung der
Lebensqualität durch:
a) Beseitigung von Schmerzen (Dysmenorrhoe, Dyspar-
eunie, ev. Schmerzen bei der Entleerung von Blase
und Mastdarm). Es ist jedoch zu berücksichtigen, daß
wiederholte chirurgische Eingriffe unter Umständen
einen Organverlust (z. B. Ovar) nach sich ziehen und
iatrogen, durch Narbenbildung und Verwachsungen
zusätzlich Schmerzen verursacht werden können.
b) Beseitigung von Funktionsstörungen betroffener Orga-
ne wie Ovar, Blase, Rektum u. a.
c) erfolgreiche Behandlung von Sterilität und Infertilität
d) a–c
Seit Jahrzehnten werden, neben Schmerztherapeutika,
wie nichtsteroidale Antirheumatika und Retard-Opioi-
den, sogenannte „klassische“ Therapieoptionen zur kon-
servativen Behandlung der E eingesetzt (Tab. 3; Abb. 2).
Grundlage für den Einsatz einiger dieser „klassischen“
Therapeutika (GnRH-Agonisten, GnRH-Antagonisten)
stellt die damit verbundene Senkung zirkulierender Estro-
genspiegel dar, basierend auf der Annahme, daß eine E,
insbesondere bei geschlechtsreifen Frauen, als Erkran-
kung mit Estrodominanz anzusehen ist. Bei Einleitung
derartiger Behandlungen muß jedoch berücksichtigt wer-
den, daß mit der Senkung des Estrogenspiegels genitale
und systemische Estrogenmangelsymptome, insbesondere
eine Osteoporose, auftreten können – eine Entwicklung,
die deren Verabreichungsdauer zwingend begrenzt. Um
solche Nebenwirkungen zu minimieren, wurden daher,
durch Zugabe weiterer Pharmaka zu den genannten
Therapeutika, sogenannte „Add-back“-Therapieschema-
ta etabliert, die, bei nur moderater Absenkung des Serum-
estradiolspiegels, gleichzeitig einen proliferationshem-
menden Effekt auf Endometrioseherde wie auch einen
Rückgang der Beschwerden gewährleisten sollen [67, 68].
„Add-back“-Therapeutika sind:
a) Gestagene
b) Estrogen-Gestagen-Kombinationen
c) Tibolon
d) Bisphosphonate
Barbieri und Mitarbeiter postulierten 1987 die Berück-
sichtigung eines sogenannten „therapeutic windows“,
d. h. die medikamentöse Einstellung der 17 β-Estradiol-
konzentration im Serum in einen Bereich zwischen 30
und 50 pg/ml. Damit soll die Balance zwischen der Blok-
kade von Proliferationsvorgängen in Endometrioseher-
den und der Minimierung von Estrogenmangelerschei-
nungen gewährleistet sein [69].
Basierend auf den skizzierten Theorien zur Pathogenese
der E werden derzeit eine Reihe neuer konservativer
Therapieoptionen diskutiert (Tab. 4).
Von diesen konnten bis dato in zahlreichen Studien er-
mutigende Ergebnisse erzielt werden [70–72]. Lediglich
Aromataseinhibitoren, Cyclooxygenase- (COX-) 2-Inhi-
bitoren, Prostaglandinsynthese-Inhibitoren und, ansatz-
weise, Immunmodulatoren des Typs Thiazolidinedione
(Glitazone) fanden bisher Eingang in praktische Thera-
piekonzepte.
Tabelle 3: Die „klassische“ medikamentöse Therapie der Endometriose.
Mod. nach [10].
1. Steroide
a) Orale Kontrazeptiva
Estrogen-Progestagen-Kombination: Ethinylestradiol,
30–35 µg + Progestagen, 1 Tabl. tgl. für 4–6 Monate
(bevorzugt im Langzyklus)
b) Progestagene
z. B. Medroxyprogesteronazetat: 20–30 mg tgl. oral für 6 Monate,
dann 100 mg i. m. alle 2 Wochen für 2 Monate, danach 200 mg
i. m. monatlich für 4 Monate
c) Androgene
Danokrin: 400–800 mg tgl. oral für 4–6 Monate
2. GnRH-Agonisten
Leuprolide: 1 mg tgl. s. c.
Leuprolide Depot: 3,75 mg i. m. alle 28 Tage
Buserelin: 300–400 µg 3× tgl. intranasal
Goserelin: 3,6 mg s. c. alle 28 Tage
Nafarelin: 400–800 µg tgl. intranasal
3. GnRH-Antagonisten
4. Nichtsteroidale Antirheumatika, Retard-OpioideAbbildung 2: Die Behandlung der Endometriose
28 J. REPRODUKTIONSMED. ENDOKRINOL. 1/2006
Aromataseinhibitoren
Aromatasehemmer haben bisher zur Therapie von Frauen
mit E höherer Schweregrade Bedeutung erlangt. Diese
Pharmaka hemmen eine extraovarielle E
2-Produktion, so
z. B. in Mammatumoren oder in ektopen Endometriose-
herden.
Bei Frauen mit E wurde die Wirksamkeit des Aromatase-
hemmers Letrozol (2,5 mg/Tag über 3 Monate) unter-
sucht. Es konnte eine signifikante Reduktion von Häufig-
keit und Schweregrad einer Dysmenorrhoe und Dyspare-
unie diagnostiziert werden. Laborchemisch zeigte sich
eine signifikante Verminderung der Konzentration des
Endometriosemarkers CA125 [21].
Takajama und Mitarbeiter beschrieben 2003 bei Verab-
reichung des GnRH-Agonisten Goserelin (3,6 mg als De-
pot, vierwöchentlich über 2 Jahre), der zusätzlichen Ver-
abfolgung des Aromatasehemmers Anastrozol (1 mg/Tag,
alternierend über 6 Monate) und der Gabe von 600 mg
Kalzium und 400 I. E. Vitamin D
3 an Frauen mit E eine
signifikante Reduktion der Rezidivhäufigkeit (7,5 % vs.
35 %), bei gleichzeitigem signifikantem Anstieg der Osteo-
porosehäufigkeit [16].
Im Rahmen der assistierten Reproduktion wurden Aro-
mataseinhibitoren bei Frauen mit Implantationsversagen
erfolgreich eingesetzt. Die Verabreichung von Letrozol
bei sogenannten „Poor-Responders“ führte zu einer ver-
besserten ovariellen Reaktion und zu einer Erhöhung der
Implantationsrate [73]. Derzeit kann jedoch der Einsatz
von Aromatasehemmern zur Sterilitätsbehandlung bei
Frauen mit E nicht uneingeschränkt empfohlen werden,
da ein möglicher teratogener Effekt nicht sicher ausge-
schlossen werden kann [74].
Cyclooxygenase- (COX-) 2-Inhibitoren
Sowohl in malignen Tumoren (z. B. Kolonkarzinom, Mam-
makarzinom) als auch im eutopen Endometrium von
Frauen mit E und in ektopen E-Läsionen konnte eine er-
höhte COX-2-Genexpression beobachtet werden. In peri-
tonealen Endometrioseläsionen war dies in bis zu 78 %
der Fall [75]. Derartige Überexpressionen scheinen eine
erhöhte Mutagenität, eine gesteigerte Angiogenese mit
Adhäsionsneigung, eine verminderte Aktivität von „Natu-
ral-Killer“-Zellen, hervorgerufen durch eine Steigerung
der Prostaglandin-E
2-Synthese, somit eine immunsup-
pressive Reaktion und eine Verminderung der Apo-
ptoserate zu verursachen [76]. Um den Auswirkungen ei-
ner COX-2-Überexpression entgegenzuwirken, bieten
sich therapeutisch sogenannte „COX-2-Hemmer“ wie
z. B. das Präparat Celecoxib an. Andere Medikamente
dieser Substanzgruppe (Rofecoxib, Valecoxib) wurden vor
kurzem wegen gravierender Nebenwirkungen (Throm-
boembolien u. a.) vom Markt genommen. Über eventuel-
le teratogene Effekte letzterer Substanzen liegen jedoch
bislang keine Daten vor [77].
In letzter Zeit wurden
Insulinsensitizer (Thiazolidin-
edion, Glitazone) als Pharmaka mit immunmodulieren-
der (immunsuppressiver) Wirkung bei Frauen mit E im
Rahmen von Studien eingesetzt. Es konnte gezeigt
werden, daß diese Pharmaka zu einer Bindung an den
nukleären PPAR- γ-Rezeptor, dessen Konzentration bei
Frauen mit E in der Peritonealflüssigkeit erhöht ist, führt.
Unter dem Einfluß dieser Substanzen wurde eine Hem-
mung der Monozytenmigration, eine Hemmung der Ak-
kumulation inflammatorischer Peritonealzellen und eine
signifikante Reduktion der RANTES-Sekretion durch
Makrophagen beobachtet. Insgesamt konnte mit einer
derartigen Therapie die Rezidivhäufigkeit der E signifi-
kant gesenkt werden [48].
Aufgrund der dargestellten pathogenetischen Mechanis-
men (Abb. 1) stellt derzeit eine Behandlung mit Aroma-
tasehemmern und/oder COX-2-Inhibitoren eine vielver-
sprechende Alternative zu „klassischen“ konservativen
Therapiekonzepten der E dar. Nicht zuletzt ist jedoch
auch bei Einleitung einer Therapie mit Aromatasehem-
mern, insbesondere bei Langzeitgabe, die Entwicklung
von Estrogenmangelsymptomen (z. B. Osteoporose) zu
berücksichtigen.
Zukunftsperspektiven stellen, nach Ausschöpfung „klas-
sischer“ Therapiekonzepte der E (Tab. 3, Abb. 2), insbe-
sondere selektive Estrogenrezeptor- bzw. Progesteron-
rezeptormodulatoren, Angiogeneseblocker und Immun-
modulatoren dar.
Endometriose, Sterilität und Infertilität
Es ist zu berücksichtigen, daß die Schwangerschaftsrate
bei Frauen mit E stadienabhängig, durch funktionelle
oder/und mechanische Faktoren um ca. 35 % reduziert
ist [78, 79]. Im Falle einer Gravidität ist die Rate an Fehl-
und Frühgeburten, intrauteriner Wachstumsretardierung
und Präeklampsie signifikant erhöht [8]. Als mögliche
Ursachen hierfür können eine verminderte Ovarialreserve
(erhöhtes FSH, verminderte Zahl antraler Follikel), eine
verminderte Eizell- und Embryonenqualität, bedingt durch
eine verminderte VEGF-Genexpression in Granulosa-
zellen [80], eine gestörte Implantation, bedingt durch
aberrante Genexpressionen (z. B. Aromatase-p450-Über-
expression), die toxische Auswirkung erhöhter Konzen-
trationen von Zytokinen, Wachstumsfaktoren und akti-
vierten Makrophagen auf Spermatozoenfunktion und Vi-
talität der Embryonen [81–84] sowie eine verminderte
Expression von αγβ
3-Integrin, eines Markers der Endo-
metriumrezeptivität während der Implantationsphase
[85], angeführt werden.
Zur Behandlung der endometriosebedingten Sterilität
bietet sich, insbesondere nach Ausschöpfung herkömmli-
Tabelle 4: Neue Therapieoptionen zur konservativen Behandlung der
Endometriose
1. Selektive Estrogenrezeptormodulatoren („SERMs“), z. B. Raloxifen
2. Selektive Progesteronrezeptormodulatoren („SPRMs“)
3. Aromataseinhibitoren
4. Cyclooxygenase-2-Inhibitoren
5. Prostaglandinsynthaseinhibitoren
6. Angiogeneseinhibitoren (z. B. VEGF-Antikörper)
7. Natürliche Immunmodulatoren:
–T N F -α-Inhibitoren (Infliximab)
– Interleukin-12
– Interferon- α-2b
– Matrix-Metalloproteinase-Inhibitoren
8. Synthetische Immunmodulatoren:
– Acetylcholin-Nikotin-Rezeptoragonisten (Levamisole)
– Guanosin-Analoga (Loxoribene)
– Thiazolidinedione (PPAR- γ-Liganden, Glitazone)
9. Pentoxifylline (Phosphodiesteraseinhibitor)
10. Neuere Schmerztherapeutika: Novaminsulfon, eventuell in Kombi-
nation mit Kanalmodulatoren (z. B. Flupirtin)
29J. REPRODUKTIONSMED. ENDOKRINOL. 1/2006
cher Therapiekonzepte, die assistierte Reproduktion an
[86–90]. Eine Verbesserung der Resultate scheint hierbei
durch die Anwendung einer prolongierten Verringerung
unter Verwendung von GnRH-Analoga erzielt werden zu
können [91].
In Ländern, in denen der gesetzliche Rahmen eine Eizell-
spende erlaubt, wird diese, als
Ultima ratio , mit gutem
Erfolg bei Frauen mit E eingesetzt.
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