Analyse von Nervenfasern und Nervenwachstumsfaktoren in der Adenomyose

article OA: green CC0
AI-generated summary by claude@2026-06, 2026-06-09

This study found no significant differences in endometrial innervation or neurotrophin expression between women with and without adenomyosis, though a tendency towards reduced uterine innervation was observed in the adenomyosis group.

One-sentence paraphrase of the abstract; not a substitute for reading it. No clinical advice. How this works

Abstract

Einleitung Aktuelle Publikationen beschreiben das Vorkommen von Nervenfasern (NF) speziell im Stratum Functionale des Endometriums ausschließlich von Frauen mit Endometriose und postulieren dies als eine Möglichkeit der nicht- invasiven Endometriose-Diagnostik. Diese Arbeiten haben aber nicht die Möglichkeit einer Koinzidenz einer Adenomyose (AM) berücksichtigt, obwohl diese bei bis zu 90 % der Frauen vorliegt. Es wurden ausschließlich Frauen mit Endometriosis genitalis externa in die Untersuchungen einbezogen. Daher war das Ziel dieser Arbeit in einer retrospektiven klinischen Studie mittels der Charakterisierung von NF sowie Nervenwachstumsfaktoren im Endometrium, Myometrium und in AM-Läsionen der Uteri von Frauen mit und ohne AM die neurotrophen Eigenschaften der Adenomyose darzustellen. Methodik Es wurden uterine Gewebeschnitte von Frauen mit histologisch gesicherter AM (n=42) und von gesunden Frauen (n=19) untersucht und mit Antikörpern gegen den Nervenwachstumsfaktor (nerve growth factor, NGF) und Neurotrophin-3 (NT-3) sowie den high affinity-Rezeptor TrkA (neurotrophic tyrosine kinase receptor type 1), den low affinity-Rezeptor p75 (p75NTR), protein gene product 9.5 (PGP9.5, zur Darstellung intakter Nerven) und den neuronalen Marker S100 (zur Darstellung myelinisierter NF) gefärbt. Zusätzlich wurden die neurotrophen Eigenschaften der Peritonealflüssigkeit von Frauen mit und ohne AM in einem neuronalem Wachstums-Assay analysiert. Ergebnisse In dieser Arbeit konnte gezeigt werden, dass das Endometrium sowohl von Frauen mit AM, als auch von gesunden Frauen sowie die AM-Läsionen von Frauen der AM-Gruppe nicht innerviert sind; nur vereinzelt ließen sich hier NF darstellen. Es zeigten sich im Vergleich der AM-Gruppe und Kontrollgruppe weder im Myometrium noch im Endometrium signifikante Unterschiede in der Expression von NGF, NT-3, TrkA- und p75NTR. Im Vergleich der Nervenfaserdichte beider Gruppen untereinander gab es keine signifikanten Unterschiede, jedoch zeigte sich eine tendenziell verminderte S100-, PGP9.5-, TrkA- und p75NTR-Expression im Myometrium der AM- Gruppe im Vergleich mit dem Myometrium der Frauen der Kontrollgruppe. Im neuronalen Wachstums-Assay zeigten sich keine Unterschiede in der Aussprossung sensibler Ganglien nach Inkubation in der Peritonealflüssigkeit der Frauen mit und ohne AM. Schlussfolgerung Diese Ergebnisse deuten an, dass die endometriale und uterine Neurotrophinepxression und die endometriale Innervation in der Adenomoyse im Vergleich zu gesunden Frauen nicht signifikant verändert ist. Jedoch zeigte sich in dieser Arbeit eine deutliche Tendenz zu einer eher verminderten uterinen Innervation bei Frauen mit Adenomyose. Dies lässt das Vorkommen einer De- und Reinnervation in der Ätiologie des Krankheitsbildes vermuten, bei der Östrogen eine große Rolle spielt.

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openalex
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