Offizielles Organ: AGRBM, BRZ, DVR, DGA, DGGEF , DGRM, D·I·R, EFA, OEGRM, SRBM/DGE
Krause & Pachernegg GmbH, Verlag für Medizin und Wirtschaft, A-3003 Gablitz
Journal für
Reproduktionsmedizin
und Endokrinologie
– Journal of Reproductive Medicine and Endocrinology –
Andrologie • Embryologie & Biologie • Endokrinologie • Ethik & Recht • Genetik
Gynäkologie • Kontrazeption • Psychosomatik • Reproduktionsmedizin • Urologie
Indexed in EMBASE/Excerpta Medica/Scopus
www.kup.at/repromedizin
Online-Datenbank mit Autoren- und Stichwortsuche
Endometriose - Entstehung, Diagnostik
Behandlungsmöglichkeiten und Probleme in Klinik und
Praxis
Schweppe KW
J. Reproduktionsmed. Endokrinol 2011; 8 (3), 180-194
20.-21. März 2026
Universitätsmedizin Mainz
ENDOKRINOLOGIE & FERTILITÄT
FÜR KLINIK & PRAXIS
Weitere Informationen
& Anmeldung unter
Einladung zu unserer wissenschaftlichen Veranstaltung Endo-Ferti-Forum
Brücke(n) zwischen Unikliniken und Praxen an Rhein und Main(z)
– die aus dem bisherigen Format „Ferti Forum“ ab 2026 hervorgeht –
Freuen Sie sich auf spannende Vorträge und den lebendigen Austausch mit Kolleg:innen und Expert:innen aus Klinik und
Praxis. Freitagabend laden wir Sie herzlich zu einem entspannten Empfang ein –
eine perfekte Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und den T ag genussvoll ausklingen zu lassen.
Wissenschaftliche Leitung: Univ.-Professorin Annette Hasenburg, Dr. Susanne Theis, Universitätsmedizin Mainz,
Sanitätsrat Dr. Werner Harlfinger, BVF Rheinland-Pfalz Dr. Rüdiger Gaase, BVF Hessen Dr. Klaus J. Doubek
Schirmherrschaften: Prof. Nicole Sänger, Uniklinik Bonn, Prof. Jan-Steffen Krüssel, Uniklinik Düsseldorf,
Dr. Annette Bachmann, Uniklinik Frankfurt am Main, Prof. Christine Skala, Uniklinik Köln
180 J Reproduktionsmed Endokrinol 2011; 8 (3)
Endometriose
Endometriose – Entstehung, Diagnostik,
Behandlungsmöglichkeiten und Probleme
in Klinik und Praxis
K.-W. Schweppe
In den vergangenen Jahren sind erhebliche Fortschritte im Verständnis, der Diagnostik und der Behandlung der Endometriose erzie lt worden. Zunahme und
technische Verbesserung des laparoskopischen Instrumentariums haben operative Behandlungsmöglichkeiten auf endoskopischem Weg – selbst bei
schwersten Stadien und Befall von Nachbarorganen – eröffnet. Die Entwicklung der GnRH-Agonisten mit Add-back-Medikation und neue Gestagene haben das
medikamentöse Behandlungsspektrum erweitert. Dennoch lassen einige prospektiv randomisierte Studien des vergangenen Jahrzehnts erkennen, dass die
Behandlungserfolge zeitlich limitiert sind, dass die Erkrankung auch nach suffizienter Operation durch eine hohe Rezidivrate ge kennzeichnet ist. Auch
hormonelle Therapien sind oft nur während der Medikation wirksam. Damit spielen Konzepte zur individuellen Langzeittherapie im Rahmen der von den
Fachgesellschaften entwickelten Leitlinien eine zentrale Rolle in der Beseitigung der Schmerzen, der Reduktion der Rezidivraten, der Vermeidung wiederholter
Operationen und der Verbesserung der Lebensqualität.
Schlüsselwörter: Endometriose, Entstehung, Diagnostik, Behandlung operativ, Behandlung medikamentös
Endometriosis – Pathogenesis, Diagnosis and Therapeutic Options for Clinical and Ambulatory care. During the last years understanding
endometriosis and the diagnostic procedures and therapeutic options have improved considerably. Sophisticated endoscopic instru ments allow
laparoscopic surgery even in progressed stages and deep infiltrating endometriosis of the bowel and bladder. The introduction o f GnRH-Analogues with
add-back medication and the development of new progestins have increased the spectrum of possibilities for effective medical th erapy. Nevertheless
new prospective studies have demonstrated, that the success is limited und recurrence rates are high although the surgery has d one sufficiently. Very
often medical treatment is effective during the time of application only. To define an optimal therapeutic approach national an d international guidelines
are developed. For the individual patient a concept of long term treatment is essential, to reduce recurrence rate, avoid repea ted operations and improved
quality of life. J Reproduktionsmed Endokrinol 2011; 8 (3): 180–94.
Key words: endometriosis, pathogenesis, diagnosis, surgical treatment, medical treatment
Eingegangen: 28. März 2011; akzeptiert: 26. April 2011
Aus dem Endometriosezentrum Ammerland
Korrespondenzadresse: Prof. Dr. med. Dr. h.c. K.-W. Schweppe, Endometriosezentrum Ammerland, Frauenklinik, Klinikzentrum Westerstede, Akademisches Lehrkrankenhaus
der Universität Göttingen, D-26655 Westerstede, Lange Straße 38; E-Mail:
[email protected]
Definition
Als Endometriose wird das V orkommen
von endometrialem Stroma und Drüsen
(oft auch mit Muskelzellen) außerhalb
der physiologischen Lokalisation, also
außerhalb des Cavum uteri bezeichnet.
Die Erkrankung kann morphologisch
auch andere Differenzierungen des
Müller’schen Epithel imitieren; so gibt
es tuboide (Endosalpingeose), isthmus-
ähnliche und zervikoide Erscheinungs-
formen. Das alleinige V orkommen von
zytogenem Stroma wird als Stromatose
bezeichnet.
Die Endometriose ist während der Re-
produktionsphase als chronische Er-
krankung anzusehen. Alle bisher emp-
fohlenen Behandlungen – operative
Sanierung, medikamentöse Suppression
der Ovarfunktion oder eine Kombina-
tion von chirurgischen und medikamen-
tösen Maßnahmen – sind durch hohe Re-
zidivraten gekennzeichnet, die stadien-
abhängig 5 Jahre nach Ende der Behand-
lung zwischen 20 und 80 % [1] liegen.
Je nach Schmerzsymptomatik kommt es
zu unterschiedlich ausgeprägten Beein-
trächtigungen von Leistungs- und Ar-
beitsfähigkeit, Sexualleben und Lebens-
qualität. Stadienabhängig wird die
Fruchtbarkeit durch die Endometriose
ganz sicher mechanisch und möglicher
Weise auch funktionell – wobei die dis-
kutierten Mechanismen wissenschaft-
lich strittig sind – reduziert.
Epidemiologie
Die Endometriose zählt neben den Myo-
men zu den häufigsten benignen, prolife-
rativen Erkrankungen der Frau während
der geschlechtsreifen Phase. Epidemio-
logische Daten ergaben ca. 0,25 Neu-
erkrankungen pro 1000 Frauenjahre,
was einer Häufigkeit von 7,5 % der
weiblichen Bevölkerung entspricht und
für Deutschland etwa 1.5 Mill. Endo-
metriosepatientinnen bzw. ca. 40.000
Neuerkrankengen pro Jahr bedeutet. Da
exakte Daten zur Häufigkeit in der Be-
völkerung fehlen, schätzen wir aufgrund
von Prävalenzraten, dass 10–15 % der
Frauen im Alter zwischen 15 und 50 Jah-
ren eine Endometriose haben. Die Er-
krankung ist eine der Hauptursachen von
Unterbauchschmerzen und Unfruchtbar-
keit [2].
Es besteht eine 6- bis 9-fach erhöhte Prä-
valenz bei V erwandten 1. Grades [3],
was auf genetische Faktoren hinweist.
Kürzlich identifizierten Forscher 2 ver-
änderte Regionen auf den Chromosomen
7 und 1 und lieferten damit erstmals be-
lastbare Daten für DNA-Veränderungen,
die zur Entwicklung dieser Erkrankung
For personal use only. Not to be reproduced without permission of Krause & Pachernegg GmbH.
Endometriose
J Reproduktionsmed Endokrinol 2011; 8 (3) 181
führen, an der geschätzt weltweit 176
Millionen Frauen leiden [4]. Aber auch
epigenetische Faktoren sind zu berück-
sichtigen; so können z. B. DNA-Methy-
lierungen und Histomodifikationen die
Progesteronresistenz der Implantate und
die Überexpression von Östrogenrezep-
tor Beta erklären [5].
Klinische Beobachtungen zeigten, dass
neben verlängerter Dauer und erhöhter
Frequenz der Menstruationsblutung auch
spontane und induzierte Aborte, beson-
ders bei jüngeren Frauen, das Risiko
einer Endometriose erhöhen [6].
Die Endometriose ist eine proliferative
Erkrankung, die invasiv ins Gewebe der
befallen Organstrukturen vordringt, aber
nur ein geringes Malignitätsrisiko auf-
weist. Es wird mit weit weniger als 1 %
in der Literatur [7] angegeben. Neue,
nicht unumstrittene epidemiologische
Studien legen allerdings die V ermutung
nahe, dass Endometriosepatientinnen
ein höheres Erkrankungsrisiko für ande-
re Karzinome (Mammakarzinom, Ova-
rialkarzinom, Non-Hodgkin-Lymphom)
haben könnten [8].
Ätiologie und Pathogenese
Trotz mehr als 100-jähriger umfang-
reicher Forschung ist die Ursache der
Endometriose unbekannt und die Patho-
physiologie nur teilweise geklärt. Wie
eine Endometriose Symptome verur-
sacht und warum manche Frauen trotz
V orliegen einer Endometriose keinerlei
Beschwerden haben ist auch heute noch
unklar. Auch gibt es Daten, die darauf
hinweisen, dass Endometriose lediglich
ein Epiphänomen ist und Unterbauch-
schmerzen ganz andere Ursachen haben
[9].
T ransplantation
V or allem im angloamerikanischen
Sprachraum ist die Theorie von Sampson
[10] akzeptiert. Er postulierte, dass vita-
les Endometrium retrograd während der
Menstruation durch die Tuben in das
kleine Becken transportiert wird und
sich dort implantiert.
Metaplasie
Das Konzept der „retrograden Menstrua-
tion“ erklärt das V orkommen von Endo-
metrioseherden außerhalb des Bauch-
raumes nicht, was Metaplasietheorien
aber problemlos können. Hierunter ver-
steht man die Entwicklung und Differen-
zierung von Zellen zu endometroiden
Gewebestrukturen an Ort und Stelle, ba-
sierend auf den komplexen und vollstän-
digen Informationen, die in dem Chro-
mosomensatz jeder Zelle enthalten sind
[11]. Infektiöse Einflüsse, hormonelle
Ungleichgewichte oder immunologische
Störungen können solche metaplasti-
schen Prozesse induzieren.
Stammzellkonzept
Da man im Menstruationsblut Zellen mit
Oberflächenmarkern nachweisen konn-
te, die spezifisch für embryonale oder
adulte Stammzellen sind, wird aktuell
das Konzept der retrograden Menstrua-
tion dahingehend modifiziert, das nicht
desquamiertes differenziertes Endo-
metrium sondern endometriale Stamm-
zellen in die Bauchhöhle gelangen, sich
dort implantieren und dann metaplas-
tisch zu Endometriose (Drüsen, Stroma,
Muskelzellen) differenzieren [12]. Dies
entspricht einer Kombination von Trans-
plantation- und Metaplasietherorie.
Antiangiogenese wird als neues Thera-
pieprinzip diskutiert, da Gefäßneubil-
dung ähnlich wie bei malignen Tumoren
auch bei der Implantation und Progressi-
on der Endometriose eine Rolle spielt.
Substanzen die gegen VGEF („vascular
epithelial growth factor“) gerichtet sind,
wurden in vitro und in Tierversuchen
getestet [13]. Entstehung und Weiterent-
wicklung endometriotischer Implantate
konnte durch diese Substanzen verhin-
dert werden.
Konzept der Gewebetraumati-
sierung
Jahrelange Untersuchungen aus der
Arbeitsgruppe von Leyendecker [14]
liefern Hinweise, dass Dysrhythmie und
Störungen der Architektur der Basalis
und der inneren Schicht des Myometri-
ums Ursache für Gewebedefekte sind.
Dies führt zur Verschleppung von
Stammzellen des Endometriums aus der
Basalis in die Peritonealhöhle, wo sie
sich zu Endometriose differenzieren.
Einerseits erklärt diese Pathologie der
Uterusstrukturen die reduzierte Fertlität
bei Endometriose durch Nidations-
störungen und Störungen des Spermien-
transports [15], andererseits sind dys-
rhythmische Krämpfe und Gewebetrau-
matisierungen die Ursache für Schmer-
zen. Mikrotraumen (irreguläre Kontrak-
tionen perimenstruell) und Makrotrau-
men (iatrogene Eingriffe) induzieren
östrogenabhängige, überschießende Re-
paraturvorgänge. Gewebestruktur und
Innervation werden durch Trauma und
Abheilung pathologisch verändert, so-
dass „tissue injury and repair“ der Theo-
rie den Namen geben: TIAR-Konzept
[16].
Diagnostik
Probleme der Diagnostik
Unterbauchschmerzen, Dysmenorrhoe,
Dyspareunie oder anderen uncharakte-
ristischen Bauch- und Rückenbeschwer-
den eröffnen ein weites Feld differential-
diagnostischer Möglichkeiten. So be-
steht für eine Frau mit solchen Sympto-
men das Hauptproblem darin, eine gründ-
liche differentialdiagnostische Abklä-
rung und gesicherte Diagnose zu bekom-
men. Weil die Symptomatik so variabel
ist, werden oft Hausärzte, Gastroentero-
logen, Internisten, Urologen und andere
Fachdisziplinen primär aufgesucht und
auch Gynäkologen denken oft nicht
gleich an diese Differentialdiagnose. So
kommt es oft zu erheblicher Diagnose-
verzögerung; es vergehen zwischen dem
Auftreten der Symptome und dem Stel-
len der korrekten Endometriosediagnose
z. B. in Deutschland im Mittel 6 Jahre
[17]. Bei Antikonzeption durch Ovula-
tionshemmer werden zwar endometrio-
sebedingte Symptome maskiert, aber of-
fensichtlich nicht die Entwicklung einer
Endometriose verhindert [18].
Frühe Endometriosestadien haben eine
höhere Stoffwechselaktivität, eine höhe-
re Mitoserate und verstärkte immunolo-
gische Reaktionen mit Prostaglandin-
und Zytokin-Expression als fortgeschrit-
tene Stadien [19]. Deshalb reagieren frü-
he Erkrankungsformen besser auf Hor-
monentzug als fortgeschrittene Stadien.
Die Rezidivraten sind niedriger und das
rezidivfreie Intervall ist länger. Eine früh-
zeitige Diagnostik ist umso wichtiger!
Deshalb gilt – unabhängig vom Alter der
Patientin – die Forderung: in Praxis und
Klinik muss man bei allen unklaren
Schmerzzuständen oder therapieresis-
tenten Beschwerden im Unterleib vor
allem an Endometriose denken!
Notwendige diagnostische
Schritte
Eine gründliche Anamnese und Beach-
tung der Symptome sind zwingend, len-
ken aber nur den Verdacht auf das V or-
182 J Reproduktionsmed Endokrinol 2011; 8 (3)
Endometriose
liegen einer Endometrioseerkrankung.
Die Beurteilung der Schmerzintensität
anhand des V AS-Skores (Visual-Ana-
log-Skala) in einem Schmerztagebuch
ist hilfreich zur Objektivierung der
Beschwerden und zur Beurteilung des
Therapieerfolges, da oft langwierige und
chronische V erläufe Patientin und Arzt
belasten. Die gynäkologische Inspektion
kann bei sichtbaren Lokalisationen
(Hautnarbe, Vulva, Portio, Fornix vagi-
nae) eindeutig sein und der Palpations-
befund liefert bei knotigen Befunden im
Septum rectovaginale oder Douglas
klare Hinweise. Beweisend ist aber erst
die histologische Bestätigung. Labor-
parameter sind wenig hilfreich. CA 125
eignet sich weder zur Diagnostik noch
zur V erlaufskontrolle [20]. Bildgebende
Verfahren erlauben nur die Verifizie-
rung und die genaue V ermessung des
Befundes, ohne eine exakte differential-
diagnostische Abgrenzung zu sichern.
Bei peritonealer Endometriose sind sie
wertlos. Bei ovarieller Endometriose hat
die vaginale Sonographie beispielsweise
einen positiven Prädiktionswert von nur
75 % [21]. Bei tief infiltrierender En-
dometriose (TIE) ist die MRT hilfreich
[22], um Befall von Blase, Rektum,
Beckenwand und Ureterkompression zu
erkennen. Exakte Informationen über
Ausmaß und Infiltrationstiefe der Darm-
endometriose liefert die Rektalsonogra-
phie bis ca. 15 cm abanal [23]. Bei Be-
herrschung der Technik können Gynä-
kologen mittels Vaginalsonographie
bei TIE sensitiver und spezifischer
untersuchen als die Radiologen mit CT
und MRT oder die Gastroenterologen
mittels Koloskopie und Rektalsono-
graphie [24]. Die Laparoskopie mit
histologischer Sicherung des makro-
skopisch auffälligen Befundes ist auch
heute noch die einzige sichere diagnosti-
sche Methode und muss als Grundlage
individueller Therapiestrategien immer
durchgeführt werden [25]. Folgende Ar-
gumente sprechen für den großzügigen
Einsatz der Laparoskopie und Biopsie
zur Abklärung des Verdachts auf Endo-
metriose:
– Es gibt keine pathognomonischen
Symptome für die Endometriose. Das
Beschwerdebild ist variationsreich
und die Symptome können sowohl
zyklusabhängig aber auch zyklus-
unabhängig sein!
– Schweregrad der Erkrankung und
Schweregrad der subjektiven Symp-
tomatik korrelieren nicht miteinan-
der. Die Beschwerden hängen eher
von der Lokalisation der Herde ab.
– Der Verzicht auf die invasive diag-
nostische Maßnahme „Laparoskopie“
führt oft zu Fehldiagnosen und damit
zu Fehlbehandlungen. Nur in 35 % der
Fälle sind zyklische und/oder azykli-
sche Unterbauchschmerzen durch eine
Endometriose bedingt [26].
Alle Bemühungen, die Endometriose
weniger invasiv anhand biochemischer
Parameter, durch Tumormarker oder
Auto-Antikörpern im peripheren Plasma
zu diagnostizieren, sind klinisch bisher
nicht brauchbar, da der Laboraufwand
teilweise erheblich [27] und die Sensiti-
vität und Spezifität zu gering sind.
Praxisgerechte Empfehlung
Um einerseits eine „Überdiagnostik“
zu vermeiden und anderseits die oben
beschriebenen Diagnoseverzögerung zu
reduzieren, ist folgendes V orgehen pra-
xisgerecht: Wegen der Häufigkeit der
Dysmenorrhoe vor allem bei jungen
Frauen ist es nicht sinnvoll, jede Pati-
entin mit Dysmenorrhoe und Unter-
bauchbeschwerden einer invasiven Dif-
ferentialdiagnostik zu unterziehen. Ist
der gynäkologische Befund unauffällig,
sollte primär ein kombiniertes orales
Kontrazeptivum für 3–6 Monate als
symptomatische Maßnahme durchge-
führt werden (sog. KOK-Test). Wenn
diese Behandlung – auch nach Dosis-
erhöhung oder Wechsel des Gestagens –
aber keine Besserung der Beschwerden
bringt, kann basierend auf Erfahrungen
der vergangenen Jahre die Applikation
im Langzyklus [28] versucht werden.
Führt auch dies nicht innerhalb von 6–9
Monaten zum gewünschten Erfolg, so
muss eine Laparoskopie zur weiteren Ab-
klärung durchgeführt werden (Abb. 1).
So werden unnötige Laparoskopien ver-
mieden und eine Diagnoseverzögerung
auf maximal 1–2 Jahre reduziert. Auch
therapieresistente oder rezidivierende
„entzündliche Adnexerkrankungen“ und
chronische Unterbauchschmerzen müs-
sen laparoskopisch abgeklärt werden, da
in einem Drittel der Fälle eine Endo-
metriose den Beschwerden zug runde
liegt [26] (Abb. 2).
Eine suffiziente diagnostische Pelvisko-
pie erfordert die exakte Beschreibung
Abbildung 1: Praktisches Vorgehen zur Abklärung der Dysmenorrhoe und zyklischer Unterbauchbeschwerden.
Endometriose
J Reproduktionsmed Endokrinol 2011; 8 (3) 183
von Lokalisation und Schweregrad
der Endometriose; die Beurteilung des
Wachstumstyps, eine Stellungnahme
zum Aktivitätsgrad und eine histologi-
sche Sicherung werden gefordert [29].
Oft maskieren peritoneale Veränderun-
gen wie weißliche V erdickung, farblose
Bläschen, flammenartige Veränderun-
gen, Hypervaskularisation, Defekte oder
Fibrosierung eine Endometriose. Wenn
in diesen „atypischen Fällen“ eine histo-
logische Abklärung unterbleibt, ist die
Patientin einer invasiven aber insuffizi-
enten Diagnostik unterzogen worden.
Bei tief infiltrierender, retroperitonealer
Wachstumsform versagt oft die Endos-
kopie. Die vaginale und rektale Palpa-
tion kombiniert mit der vaginalen Sono-
graphie sind hier die wichtigsten Unter-
suchungsmethoden. Zur suffizienten in-
terdisziplinären Operationsplanung ist
aber eine möglichst genaue Kenntnis des
Ausmaßes der Erkrankung notwendig,
deshalb sind bei tiefinfiltrierender Endo-
metriose zusätzliche Untersuchungen
sinnvoll (Tab. 1), auch wenn der genaue
Situs erst intraoperativ erkennbar ist.
„Aktiv – inaktiv“ ein relevantes
Kriterium?
Durch elektronenmikroskopische Un-
tersuchungen an Endometrioseherden
lassen sich ihr Poliferationsgrad, ihr
Differenzierungsgrad und ihre hormo-
nelle Modulation beurteilen. Da diese
aufwendigen Untersuchungsmethoden
für die klinische Routine zu kostspielig
sind, wurden einfache makroskopische
Kriterien wie Wachstumstyp und Farbe
des Implantats in die revidierte Klas-
sifikation der „American Society of
Reproductive Medicine“ aufgenommen
[30].
Da offensichtlich der makroskopische
Aspekt einer Endometriose nicht nur
vom Wachstumstyp und von der hormo-
nellen Beeinflussbarkeit des Implantats
abhängt, sondern auch natürliche Alte-
rungsprozesse und reaktive Entzün-
dungsprozesse die Progression und
Regression dieser Herde beeinflussen,
liefert der Befund im Rahmen der diag-
nostischen Pelviskopie lediglich die
Momentaufnahme eines komplizierten,
multifaktoriellen, dynamischen Prozes-
ses. Mikroskopisch ist die Vielfalt der
Implantate noch größer als im groben
makroskopischen Raster erkennbar.
Wichtig sind unterschiedliche Differen-
zierung, variable hormonelle Abhängig-
keit (Zyklusabhängigkeit, Rezeptorsta-
tus), unterschiedliche oder fehlende pro-
liferative Aktivität (Mitoseindex, Pro-
liferationsmarker), Begleitentzündung
und Degenerationsvorgänge [31]. Unter-
suchungen zu Steroidhormonrezeptoren
und Proliferationsmarkern [32] zeigen,
dass medikamentöse Behandlungen vor
allem bei frischen Implantaten wirksam
sind, während ältere Herde chirurgische
saniert werden müssen oder unter Um-
ständen keiner Therapie mehr bedürfen,
da sie gar nicht Ursache der geklagten
Beschwerden sind. Molekularbiologi-
sche Befunde [33] stützen die Auffas-
sung, dass Endometriose und gesundes
Endometrium unterschiedliche Gewebe
sind. Defekte Enzymsysteme in den
ektopen Herden – wie beispielsweise
die 17β-Steroid-Dehydrogenase Typ-2 –
führen zur autonomen Östrogenproduk-
tion und damit zur zyklusunabhängigen
Dauerproliferation. Diese Erkenntnisse
haben auch praktische Konsequenzen
für die medikamentösen Therapiekon-
zepte. Niedrige oder fehlende Progeste-
ronrezeptoren in Implantaten und Stö-
rungen des intrazellulären Progesteron-
stoffwechsels (sog. Progesteronblock)
erklären den ungenügenden Effekt einer
Gestagentherapie zur Regression der
Endometriose (Abb. 3). Aktivierte En-
zymsysteme, die im eutopen Endo-
metriose blockiert sind – wie beispiels-
weise die Aromatase – ermöglichen eine
lokale Östrogenproduktion, wodurch
Proliferation des ektopen Herdes und
über Beeinflussung des Prostaglandin-
stoffwechsels auch die Entzündungs-
reaktion lokal verstärkt werden (Abb. 4).
Aufgrund widersprüchlicher Daten ist
unklar, ob die Aromatase im Endo-
metrioseherd selbst aktiviert ist, wie
zuerst von Noble et al. [34] beschrieben
oder ob die Endometrioseherde selbst
keine Aromataseaktivität haben und Zel-
len der befallenen Organe das Enzym
T abelle 1: Spezielle Untersuchungsverfahren bei tief infiltrierender Endometriose
in Anlehnung an die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und
Geburtshilfe. Nach [29].
Methode Diagnostische Aussage
Koloskopie Ausschluss primärer Darmerkrankungen*, Stenose,
Impression von außen
Magnetresonanztomographie Befall der Blasenwand, der Darmwand, der Becken-
wand, Ureterummauerung, Adenomyosis uteri
Rektale Sonographie Befall der Darmwand, Invasionstiefe, Ausdehnung des
Tumors
Kolonkontrasteinlauf Darmbefall höherer Abschnitte, Stenosen
Nierensonographie Ureterstauung, Hydronephrose
i. v. Pyelogramm Harnleiterbefall, Harnleiterstenose
Zystoskopie Blasenbefall
* nur sinnvoll bei Darmblutung und/oder Frauen > 35 Jahren
Abbildung 2: Anteil der Endometriose als Ursache der chronischen Unterbauchbeschwerden. Mod nach. [26].
184 J Reproduktionsmed Endokrinol 2011; 8 (3)
Endometriose
exprimieren [35]. Klinische Konsequen-
zen ergeben sich daraus nicht und der
Einsatz von Aromatasehemmern ist ex-
perimentell, da es zwar einige positive
Fallbereichte gibt aber keine validen und
überzeugenden Studien.
Wenn alle oben genannten Informatio-
nen vorliegen, kann unter Berücksichti-
gung des Alters der Frau, ihrer Familien-
planung und ihrer Beschwerden, eine
symptomatische, eine konservativ organ-
erhaltende beziehungsweise aggressive
chirurgisch resezierende Behandlung
oder eine Kombination dieser Maßnah-
men gezielt mit der Patientin diskutiert
und festgelegt werden.
Operative Behandlungs-
strategien
Differentialdiagnostische Abklärung und
Diagnosesicherung erfordern als invasi-
ve Maßnahme eine Laparoskopie mög-
lichst mit histologischer Sicherung.
Konsequenter Weise stehen operative
Maßnahmen im Zentrum der primären
Behandlung. Die Erweiterung der diag-
nostischen Laparoskopie zum therapeu-
tischen Eingriff in gleicher Narkose ist
nahe liegend (bei potenziell ausgedehn-
ter Resektion ist ein zweizeitiges V orge-
hen – wenn von der Patientin wegen dif-
ferenzierter Beratung und Operations-
planung bevorzugt – sicherlich zu ak-
zeptieren). Zu den ablativen Therapie-
verfahren zählen alle Operationstechni-
ken, die pathologische Veränderungen
an den Organen (Endometrioseherd, En-
dometriosezyste, Narben und Adhäsio-
nen) beseitigen und gesunde Organteile
erhalten (konservative ablative Thera-
pie) oder befallende Organe in toto ent-
fernen (radikale ablative Therapie). Zur
medikamentösen Therapie sind anti-
östrogen wirkende oder antientzündliche
Substanzen geeignet. Erstere führen zu
einer unterschiedlich starken und unter-
schiedlich langen Unterdrückung der
ovariellen Östrogensynthese, was durch
verschiedene Medikamente (GnRH-
Agonisten, GnRH-Antagonisten, Anti-
gonadotropine, Gestagene, orale Kontra-
zeptiva vom Kombinationstyp) vorüber-
gehend oder permanent durch die chirur-
gische Ovarektomie zu erreichen ist.
Zweitens haben sich antientzündlich und
analgetisch wirkenden Prostaglandin-
synthesehemmer bewährt, wobei die
COX-2-Hemmer kausal in den Stoff-
wechsel der Endometrioseherde eingrei-
fen. Wegen kardialer Nebenwirkungen
sind diese Substanzen bis auf Ausnah-
men vom Markt genommen und für die
Endometriosetherapie nicht zugelassen.
Die dritte Säule der Behandlungs-
möglichkeiten besteht aus symptomati-
schen Maßnahmen. Das Spektrum reicht
von den Möglichkeiten der Komplemen-
tärmedizin bis hin zu physikalischen Ap-
plikationen und balneotherapeutischen
Maßnahmen, die entspannend, ent-
krampfend und durchblutungsfördernd
wirken. Hier sind Behandlungskonzepte
der Homöopathie, der traditionellen chi-
nesischen Medizin u. a. m. zu nennen,
die vor allem bei chronisch kranken
Schmerzpatientinnen erfolgreich einge-
setzt werden können.
Prinzipien der operativen
Behandlung
Standard sind heute minimal-invasive
Operationstechniken. Bei endoskopi-
schen Eingriffen werden unterschiedli-
che Techniken der Zerstörung oder Ex-
zision von Endometrioseherden einge-
setzt. Vergleichende Untersuchungen
haben gezeigt, dass die verschiedenen
V erfahren – monopolare oder bipolare
Koagulation, Hitzeanwendung, Vapori-
sation oder Exzision im Behandlungs-
ergebnis gleichwertig sind, sofern die
Herde komplett erfasst werden. Aller-
dings hat der Zykluszeitpunkt Einfluss
auf die Rezidivrate: endoskopische Sa-
Abbildung 3: Östrogenstoffwechsel in Endometrioseherden: die 17- β-Steroid-Dehydrogenase Typ-2 ist defekt,
dadurch kann das biologisch aktive Östradiol nicht in das inaktiv ere Östron umgewandelt werden. Progesteron wirkt
normalerweise im Endometrium über die Aktivierung dieser 17- β-HSD Typ-2 proliferationshemmend wirkt, dieser
Mechanismus kann in Endometrioseherde nicht ablaufen (sog. Progesteronblock).
Abbildung 4: Im Endometrioseherd läuft ein Teufelskreis ab, der Proliferation und Entzündungsreaktion unterhält:
(1): lokale Östrog enproduktion durch Aromataseaktivierung; (2): die Östrogene stimulieren die Prostaglandinsynthese
über Aktivierung des Enzyms COX-2 und (3): Prostaglandin E-2 stimuliert wiederum die Aromatase. Ob die Aromatase
im Endometrioseherd selbst aktiviert ist oder im umgebenden Gewebe (Fett, Peritoneum), wird kontrovers diskutiert.
Endometriose
J Reproduktionsmed Endokrinol 2011; 8 (3) 185
nierung von Peritonealendometriose prä-
menstruell ergab nach 2 Jahren mit 15 %
doppelt so hohe Rezidivraten als wenn
der Eingriff postmenstruell durchgeführt
wurde. Als ursächlich werden noch nicht
abgeheilte operativ erzeugte Peritoneal-
defekte zum Zeitpunkt der nachfolgen-
den Menstruation angesehen [36].
Therapieziele: Schmerzbeseiti-
gung und/oder Schwanger-
schaft
Die härtesten Daten für den therapeuti-
schen Wert der endoskopischen Sanie-
rung bei Schmerzpatientinnen – auch
bei geringgradiger Endometriose – lie-
fern die Untersuchungen von Sutton et
al. [37]. Prospektiv doppelblind (Schein-
operation!) konnte gezeigt werden, dass
nach mehr als 6 Monaten in der Therapie-
gruppe die Schmerzsymptome in 63 %
gebessert waren, während nach einer
Placebooperation nur 23 % der Frauen
über eine Linderung berichteten. Das be-
deutet aber auch, dass einem Drittel der
Frauen durch die Operation nicht gehol-
fen wurde und medikamentöse adjuvan-
te Therapien von entscheidender Bedeu-
tung sind, um die Ergebnisse zu verbes-
sern und die Rezidivraten zu senken.
Die Effektivität der chirurgischen Endo-
metriosetherapie lässt sich gut am Steri-
litätskollektiv vergleichen, da das Be-
handlungsziel Schwangerschaft objekti-
ver ist, als die subjektive Beurteilung der
Schmerzbesserung. Bei situsgerechtem
Einsatz der verschiedenen Schneide-
und Koagulationstechniken sind laparo-
skopische Behandlungsergebnisse in
allen Stadien, mit denen der Mikrochir-
urgie per Laparotomie vergleichbar oder
diesen sogar überlegen [38]. Für diese
älteren Studien gilt der methodische Ein-
wand der fehlenden Randomisierung
und der retrospektiven Analyse. Nur
2 Untersuchungen sind prospektiv ran-
domisiert durchgeführt worden und die-
se kommen zu kontroversen Ergebnis-
sen. Nach der Multicenter-Studie aus
Kanada [39] verbessert die Endometrio-
se-Operation die Schwangerschaftsraten
signifikant im Vergleich zu reinen diag-
nostischen Laparosk opie (31 % vs.
18 %), was aber von einer italienischen
Arbeitsgruppe [40] nicht belegt werden
konnte (20 % vs. 22 %). Auch aktuelle
Publikationen sind methodisch nicht bes-
ser, da es sowohl bei Sterilitätspatientin-
nen als auch bei Schmerzpatientinnen
schwierig ist, einen Kontrollarm mit Pla-
cebooperation zu realisieren. Ein weite-
res Problem ist die Qualität der Opera-
teure. Es bleibt offen, ob die publizierten
Daten, die in Zentren erhoben wurden, in
der Routineversorgung zu erzielen sind.
Die Art der endoskopischen Entfer-
nungsmethode scheint allerdings keine
Rolle zu spielen [41]. Neuere Daten deu-
ten darauf hin, dass die Sekundärschä-
den wie Adhäsionen relevanter sind als
die Endometrioseherde selbst. So be-
richten Maruyama et al. [42] über 41,8 %
Schwangerschaften innerhalb von 18
Monaten nach operativer Sanierung bei
Endometriose ohne Adhäsionen und nur
13,27 % bei Endometriose und Adhäsio-
nen an beiden Adnexen.
Individuelle Operationskonzepte
Unter Einbeziehung der persönlichen Si-
tuation der Frau und unter Berücksichti-
gung der Beschwerdesymptomatik muss
eine individuelle Behandlungsstrategie
entwickelt werden, die neben der akuten
Pathologie auch die Chronizität der Er-
krankung berücksichtigt und die für die
verschiedenen Endometrioseformen un-
terschiedlich ist. Die Peritonealendo-
metriose stellt den Operateur vor beson-
dere Schwierigkeiten, da ihr Erschei-
nungsbild variiert und man auch die aty-
pischen Befunde kennen und erkennen
muss (s. o.). Ferner erfordert eine diffuse
Aussaat der Endometrioseherde und ihr
Wachstum auch unter Adhäsionen ein
subtiles und geduldiges Arbeiten. Das
Risiko der unvollständigen Operation ist
hoch und viele Rezidive sind wahr-
scheinlich durch persistierende, weiter-
hin aktive Herde ausgelöst.
Besteht bei V erdacht auf Ovarialendo-
metriose eine Operationsindikation we-
gen der Beschwerden und zur Abklärung
einer unklaren Adnexvergösserung, so
ist die Notwendigkeit der histologischen
Diagnose unumstritten, da in bis zu
1/4
der Fälle alte eingeblutete Corpus lute-
um-Zysten oder Follikelzysten makro-
skopisch das Bild der typischen „Scho-
koladenzyste“ ergeben. Funktionszysten
bedürfen weder einer chirurgischen noch
einer medikamentöse Therapie. Die
komplette Exzision des Endometriums
unter Schonung des gesunden Restovars
ist die effektivste Methode. Erfahrene
Operateure sind gefragt, da bei der Aus-
schälung von Endometriosezysten im
Gegensatz zu anderen benignen Zysten
des Ovars immer gesundes Gewebe mit-
reseziert und der Follikelapparat redu-
ziert wird. Abfall der AMH-Werte, redu-
zierte Fertilität – auch in IVF-Program-
men – und im Extremfall prämature Me-
nopause sind berichtet worden. Wider-
sprüchliche Daten gibt es hinsichtlich
einer präoperativen Behandlung mit
GnRH-Agonisten während eine posto-
perative Nachbehandlung das Rezidiv-
risiko reduziert [43]. Zur Gruppe der tief
infiltrierenden Endometriosen (TIE) ge-
hören Endometrioseformen, die subperi-
toneal tumorös wachsen. Bevorzugt wer-
den Septum rectovaginale, Parametrien
und Paraproktien, Rektum (Abb. 5) und
Sigma aber auch höher gelegene Darm-
abschnitte befallen sowie die Becken-
wand mit konsekutiver Ummauerung
des Ureters. Aufgrund ihres hohen An-
teils an Fibrose und Muskelzellen rea-
gieren diese nodulär wachsenden Herde
auf medikamentöse Maßnahmen nur
schlecht. Die Implantate bleiben vital
und bald nach Beendigung der Medika-
tion kommt es zu erneutem Progress.
Deshalb kommt der Operation die zen-
Abbildung 5: Tief infiltrierende Rektumendometriose . (A): Operationspräparat, (B): histologischer Befund, der zeigt,
dass auch bei so ausgedehntem Befund die Mukosa intakt ist und eine Koloskopie die Diagnose nicht sichern kann.
186 J Reproduktionsmed Endokrinol 2011; 8 (3)
Endometriose
trale Bedeutung in der Behandlung sol-
cher Befunde zu; alternativ ist nur in
Sonderfällen eine medikamentöse Dau-
erbehandlung zu diskutieren. Bei fehlen-
den Symptomen kann ein gut kontrol-
lierbarer Darmbefund, der keine Steno-
sierung verursacht, auch nur beobachtet
werden; erst Progress oder Symptomatik
sind Therapieindikationen.
Die komplette Exzision der Endometrio-
seherde und ihrer Sekundärschäden un-
ter Erhalt der Organfunktion ist das
Behandlungsziel. Bei kleinen Knoten
kann der Defekt an Blase oder Darm pri-
mär verschlossen werden; bei ausge-
dehnten tief infiltrierenden Befunden
müssen das befallene Darmsegment re-
seziert und die Kontinuität durch eine
Anastomose wieder hergestellt werden.
Bei Ureterendometriosen bedeutet dies
oft eine Neueinpflanzung durch Psoas-
Hitch-Technik. Auch bei fortgeschritte-
nen Darmendometriosen kann eine kom-
plette Entfernung durch sorgfältige Prä-
paration in der Muskularis gelingen,
ohne das Lumen zu eröffnen. Eine mus-
kulo-muskuläre und sero-muskuläre
zweischichtige Übernähung ist möglich
und eine Resektion mit Anastomose
kann oft vermieden werden [44].
Diese Operationsverfahren wurden übli-
cherweise per Laparotomie durchge-
führt; es finden sich aber zunehmend
Berichte über endoskopische Techniken,
die zeigen, dass bei entsprechendem
Training und interdisziplinärer Zusam-
menarbeit selbst Darmteilresektionen
und Stabler-Anastomosen endoskopisch
durchgeführt werden können [45]. Der
Zugangsweg ist hinsichtlich des Thera-
pieergebnisses und der Lebensqualität
der Patientin unerheblich, sofern die
Pathologie adäquat entfernt wurde, wie
eine prospektiv randomisierte Studie
kürzlich zeigte [46].
Ob eine präoperative medikamentöse
Behandlung bei Darm- oder Blasen-
befall sinnvoll ist, wird kontrovers beur-
teilt. Dafür spricht, dass das Ausmaß des
Operationstraumas reduziert wird und
kürzere OP-Zeiten, weniger Blutverlust,
Pelviskopie statt Laparotomie möglich
sind; dagegen spricht die oft schwierige-
re Präparation im vermehrt fibrosiertem
Gewebe, das Risiko kleinere, regressive
nicht mehr palpable Implantate zu über-
sehen und die insgesamt schlechtere
Durchblutung des Operationsgebietes,
was Heilungsstörungen und Anastomo-
seninsuffizienzen begünstigt. Ob die Er-
folgsraten und Rezidivraten durch den
präoperativen Einsatz von z. B. GnRH-
Agonisten in Depotform verbessert wer-
den, kann wegen fehlender Nachunter-
suchungsdaten nicht gesagt werden.
Diese auf die individuelle Situation ein-
gehenden Behandlungsprinzipien ver-
meiden einerseits operative Überbehand-
lungen und sind den Endometriosetypen
und dem Progressionsrisiko angepasst.
Sie verlangen andererseits vom Opera-
teur umfangreichen diagnostischen Auf-
wand und exakte Kenntnisse über die
unterschiedlichen therapeutischen Optio-
nen: Operation – Medikamente – und
Kombination von beiden. Nur so ist es
nach dem bisherigen Kenntnisstand mög-
lich, Symptome und Folgeschäden die-
ser zu Rezidiven neigenden Erkrankung
zu beseitigen oder zu lindern (Abb. 6).
Dabei ist zu beachten, dass auch in der
neueren Literatur umfangreiche kontrol-
lierte Studien fehlen und der langfristige
Wert der alleinigen operativen Behand-
lung bei einer Schmerzpatientin genauso
überschätzt wird [47] wie die Verbes-
serung der Fruchtbarkeit bei Kinder-
wunschpatientinnen [48].
Medikamentöse Therapie
Zwar hat die Grundlagenforschung in
vitro und in vivo gezeigt, dass verschie-
dene immunologische, entzündliche,
parakrine und endokrine Faktoren für
die Progression einer Endometriose
von Bedeutung sind, dennoch beruhen
die bisher etablierten medikamentösen
Behandlungen lediglich auf 2 Säulen:
(1). Suppression der Ovarfunktion und
(2). Verminderung der reaktiven Be-
gleitentzündung. Klinisch erprobst sind
Steroidhormone, die in den negativen
Feedback des Regelkreises Hypothala-
mus-Hypophyse-Ovar eingreifen, ohne
dass sie selbst oder ihre Metaboliten
östrogene Eigenschaften entwickeln
(Gestagene, selektive Gestagen-Rezep-
tormodulatoren) oder aber direkt auf
hypophysärer Ebene die Gonadotropin-
freisetzung blockierende Stoffe wie die
GnRH-Analoga (Agonisten und Antago-
nisten). Endometriosebedingte Schmer-
zen lassen sich durch PG-Synthese-
inhibitoren beeinflussen; ob dadurch nur
die entzündliche Reaktion im befallenen
Gewebe unterdrückt wird oder ob auch
die Endometrioseherde selbst beeinflusst
werden, ist Gegenstand aktueller For-
schung, da COX-2-Expression in allen
3 Endometrioseformen nachgewiesen
wurde [49]. Da die Endometriose eine
chronisch rezidivierende und systemi-
sche Erkrankung ist, kann weder eine
zeitlich limitierte medikamentöse noch
eine operative Therapie vor Rezidiven
schützen, es sei denn Kastration oder
Dauermedikation führen zum perma-
nenten Östrogenentzug. Dies ist für die
Beratung der Patientin und die Entschei-
dung über den Therapieplan wichtig.
Wiederholte, intermittierende oder auch
langdauernde, kontinuierliche medika-
mentöse Therapien sind deshalb oft
notwendig: Es kommt also nicht nur auf
die Wirksamkeit einer Substanz hin-
sichtlich der Endometrioseregression
und Schmerzbeseitigung an, sondern
V erträglichkeit und individuelle Neben-
Abbildung 6: Schema des kombinierten Behandlungsprinzips bei endoskopisch diagnostizierter Endometriose,
welches individuell modifiziert werden muss.
Endometriose
J Reproduktionsmed Endokrinol 2011; 8 (3) 187
wirkungen sind für die Praxis relevante
Entscheidungskriterien.
Gestagenbehandlung
In der klinischen Routine werden seit
Jahrzehnten niedrig dosierte Gestagene
– allein oder in Kombination mit niedrig
dosierten Östrogenen – erfolgreich an-
gewendet, auch wenn die wissenschaftli-
chen Daten über spezielle Wirkmecha-
nismen der Gestagentherapie bei Endo-
metriose noch lückenhaft sind. Spezifi-
sche Enzymsysteme sind in Endometrio-
seherden im Gegensatz zu uterinem
Endometrium – blockiert (z. B. 17 β-
HSD Typ 2) oder aktiviert (z. B. Aroma-
tase), die Gestagenrezeptorkonzentratio-
nen sind niedrig und Gestagene reduzie-
ren die Synthese von Gestagenrezepto-
ren, sodass eine Langzeittherapie die
Sensibilität der Implantate auf die thera-
peutische Substanz weiter vermindert.
Man spricht von einem sogenannten
Progesteronblock (Abb. 3) in ektopen
Herden. Auch frühere Tierexperimente
sprechen gegen einen direkten Effekt der
Gestagene auf das Implantat. Die allei-
nige Gestagengabe führte bei kastrierten
Tieren mit Endometriose nicht zur Re-
gression der Erkrankung, sondern vitale
Implantate persistierten [50].
Die Wahl der Substanz hängt von der
subjektiven Verträglichkeit ab, die Do-
sierung richtet sich nach der biologi-
schen Wirksamkeit (Transformations-
dosis) am Endometrium. Da eine konti-
nuierliche Gestagengabe aber zu niedri-
gen Östrogenspiegeln führt, resultieren
häufig Schmier- und Zwischenblutun-
gen, die oft Dosiserhöhung oder Östro-
genzugabe auslösen. Sicher ist, dass die
endometrioseabhängigen Symptome in
bis zu 80 % der Fälle unterdrückt werden
können, wobei aber die Rezidivrate nach
Absetzen der Medikation hoch ist.
Wirkungsweise der Gestagene
Gestagene sind physiologischerweise
die Opponenten der Östrogene. Es gibt
eine große Zahl von Substanzen, die ent-
weder Derivate des Progesterons sind
(Medroxyprogestronacetat, Dydrogeste-
ron, u. a.) oder C-19-Nortestosteron-Ab-
kömmlinge (Norethisteron, Lynestrenol,
Desogestrel u. a.). Sie unterscheiden sich
im Wirkungsprofil und in der Wirkungs-
intensität auf den Stoffwechsel verschie-
dener Organsysteme. Die sekretorische
Transformation östrogenvorbehandelten
Endometriums ist ihr gemeinsamer
Nenner, wobei ihre biologische Aktivität
unterschiedlich ist, sodass unterschied-
liche Substanzmengen für eine suffizi-
ente Transformation benötigt werden
(Abb. 7). Neben den eigentlichen gesta-
genen Wirkungen haben alle syntheti-
schen Gestagene auch andere Partial-
wirkungen, die sich aus der strukturellen
Ähnlichkeit mit anderen Steroiden er-
klären lassen; so sind für Abkömmlinge
des Progesterons östrogene Wirkungen
und für Abkömmlinge des Nortestoste-
rons androgene Wirkungen charakteris-
tisch. Gestagene vermindern die Fre-
quenz und erhöhen die Amplitude der
GnRH-Pulse und supprimieren über die-
sen Effekt die Gonadotropinfreisetzung,
was zur anovulatorischen Situation mit
niedrigen peripheren Östrogen- und
Gestagenspiegeln führt. Der Wirkungs-
mechanismus bei Endometriose ist kom-
plex und soll neben der negativen Rück-
kopplung auf die zentral gesteuerte
Östrogenproduktion der Ovarien auch
zur Unterdrückung der lokalen intraperi-
tonealen Begleitentzündung (Abb. 8)
und der dadurch verursachten Schmer-
zen führen. Die erhöhte Makrophagen-
zahl und -aktivität im Douglassekret
[51] werden reduziert. Die Erhöhung
von TNF-α im Douglassekret führt – be-
günstigt durch Östrogeneinfluss – über
die Stimulation des nukleären Faktors
Kappa-β zur Erhöhung verschiedener
Abbildung 7: Biologische Wirksamkeit verschiedener Gestagen, dargestellt an der Transformationsdosis und
anhand der zur Endometriosebehandlung angewendeten Dosierungen.
Abbildung 8: Mögliche Wirkungsmechanismen der Gestagentherapie bei Endometriose.
188 J Reproduktionsmed Endokrinol 2011; 8 (3)
Endometriose
Interleukin als Entzündungsmediatoren
[52]. Auch in diesen Stoffwechselweg
greifen Gestagene supprimierend ein.
Darüber hinaus sollen direkte Verände-
rungen am Endometrioseimplantat auf-
treten analog denen, die zur sekretori-
schen Transformation und Dezidualisie-
rung im Endometrium führen. Morpho-
logische Untersuchungen [53] und In-
vitro-Studien [33] legen nahe, dass letz-
teres nicht zutrifft. Dies stimmt mit kli-
nischen Befunden überein, die zeigen
dass nach 6-monatiger Behandlung mit
5 mg Lynestrenol/d bei der nachfolgen-
den operativen Sanierung in allen Fällen
noch vitale Endometriose mikrosko-
pisch nachweisbar war [54]. Die Fragen
der histologischen Veränderungen unter
Gestagentherapie und der genaue Wir-
kungsmechanismus dieses seit Jahren
eingesetzten Therapieprinzips sind bis
heute ungeklärt.
Behandlungsergebnisse bei Endo-
metriose
Orale Gestagenbehandlung in niedriger
Dosierung (5–20 mg täglich) wurden als
wirksames Behandlungsprinzip bei
endometriosebedingten Symptomen be-
schrieben. Die subjektiven Erfolgsraten
in der Literatur schwanken zwischen
60 % und 94 %. Wegen der kurzen
Nachuntersuchungszeiträume liegen nur
wenig aussagekräftige Angaben über
Rezidivraten vor; diese liegen jedoch
langfristig über 50 % [55].
Da in Deutschland nahezu alle für Endo-
metriosebehandlung angewendeten Ges-
tagene vom Markt genommen wurden
(z. B. Lynestrenol, Medrogeston, Nor-
ethisteronazetat) und der Einsatz von
Östrogen-Gestagen-Kombinationen
(orale Kontrazeptiva) eine zwar leitlini-
enkonforme aber „Out off label-“V er-
ordnung ist, kommt dem neu zugelas-
senen Dienogest in der Dosierung von
2 mg/d eine besondere Bedeutung zu.
Unter der täglichen Gabe von 2 mg
Dienogest bessern sich die subjektiven
endometriosebedingten Beschwerden
signifikant, auch wenn Zwischenblu-
tungen häufig sind [56]. Die Östrogen-
rezeptorkonzentrationen im uterinen En-
dometrium erreichen nach 3-monatiger
Dienogestgabe erst das Niveau der nor-
malen Sekretionsphase und histologisch
ließen sich Reifungsverzögerungen und
Bilder der späten Proliferationsphase
nachweisen. Messungen an Endometrio-
seherden zeigten einen völlig unter-
schiedlichen Grad der Regression unter
Gestagentherapie und bestätigen so die
unterschiedliche Reaktion offensichtlich
infolge der differierenden Rezeptor-
expression in ektopen Herden. Prospek-
tiv randomisierte Untersuchungen mit
Dienogest 2 mg täglich zeigen im V er-
gleich zum Leuprorelin [57] gleiche
Wirksamkeit auf die Symptomatik und
im Vergleich zum Placebo (Abb. 9)
eindeutige Überlegenheit [58]. Die
Schwangerschaftsraten nach Behand-
lung mit Medroxyprogesteronazetat,
Lynestrenol, Norethisteronazetat oder
Dienogest schwanken aufgrund diffe-
renter Selektionskriterien in den Stu-
diengruppen zwischen 5 % und 90 %
und lassen keine wissenschaftlich gesi-
cherte Aussage zu.
Andere Applikationswege werden eben-
falls erfolgreich angewendet. Depot-Me-
droxyprogesteronazetat (100–200 mg)
unterdrückt die subjektiven, endometri-
osebedingten Beschwerden effektiv, hat
aber als Depot für Monate, unter Um-
ständen für Jahre, einen prolongierten
suppressiven Effekt, so es nur für ältere
Patientinnen, die keinen Kinderwunsch
mehr haben, empfohlen wurde [59].
Die intravaginale kontinuierliche Gesta-
gen-Östrogenapplikation im 3-wöchigen
Rhythmus oder die kontinuierliche Gabe
des Gestagens über 2 Jahre als subkuta-
nes Implantat sind theoretisch ebenfalls
zur symptomatischen Therapie geeignet
und in Einzelfällen auch erfolgreich an-
gewendet worden [60]. Systematische
prospektive Untersuchungen fehlen je-
doch und der direkte Effekt auf die
Endometrioseherde ist unbekannt. Fer-
ner ist die lokale Applikation von Gesta-
genen durch das intrauterine System,
welches täglich 20 µg Levonorgestrel
freisetzt, möglich. Suppression des En-
dometriums, Reduktion der apoptoti-
schen Prozesse sowie antiinflammatori-
sche Effekte wurden nachgewiesen [61].
Endometriosebedingte Beschwerden bei
Adenomyosis oder rektovaginaler En-
dometriose wie Dysmenorrhoe und Dys-
pareunie werden vermindert. Neben
hohen lokalen Gestagenkonzentrationen
in utero spielen offensichtlich die niedri-
gen systemischen Konzentrationen des
Levonorgestrel ebenfalls eine relevante
Rolle. So werden die positiven Wirkun-
gen auf peritoneale Endometriosefor-
men erklärt [62] und auch die Ovula-
tionshemmung bei 85 % der Anwender-
innen – zumindest in den ersten Monaten
nach der Einlage – belegen systemische
Effekte. V orteilhaft ist die 5-jährige
Liegedauer, wobei jedoch die Wirksam-
keit auf Endometriosebeschwerden nach
12–18 Monaten nachzulassen scheint,
nachteilig die Schmier- und Zwischen-
blutungen in den ersten 6 Monaten, bis
sich die Wirksamkeit voll entfaltet hat.
Für die Praxis ist der Hinweis wichtig,
dass in Deutschland all diese sinnvollen
Applikationsmodi „Out of label“-V er-
ordnungen sind.
Abbildung 9: Effektivität von 2 mg Dienogest vs. Placebo. Mod. nach [58] mit Genehmigung von Elsevier.
Endometriose
J Reproduktionsmed Endokrinol 2011; 8 (3) 189
GnRH-Analoga-Behandlung
Unter GnRH-Analoga verstehen wir
Agonisten und Antagonisten des natürli-
chen LH-RH. Sie wirken direkt auf das
Hypophysen-Hypothalamus-System.
Während die Antagonisten in der Onko-
logie und partiell in der Reproduktions-
medizin eingesetzt werden, haben sich
die GnRH-Agonisten in der Endometri-
osebehandlung trotz ihres anfänglichen
Stimulationseffektes durchgesetzt. Eine
Regression und Atrophie der Endome-
trioseherde ohne relevante Stoffwech-
selnebenwirkungen wird durch rever-
sible medikamentöse ovarielle Suppres-
sion, bedingt durch Desensitivierung der
Hypophyse, erreicht (Abb. 10). Die ver-
schiedenen Substanzen unterscheiden
sich nicht hinsichtlich ihrer subjektiven
und objektiven Erfolgsraten [63]. Depot-
präparate werden wegen besserer Com-
pliance und sicherer Suppression im
praktischen Alltag bevorzugt. Die Ne-
benwirkungen liegen vor allem im
hypoöstrogenen Bereich und sind den
Beschwerden des Klimakteriums ver-
gleichbar. Die Behandlungsdauer ist
trotz guter Verträglichkeit auf 6 Monate
limitiert, da – ähnlich wie in der Lakta-
tionsperiode – durch die hypoöstrogene
Situation eine reversible Demineralisie-
rung des Knochens verursacht wird, die
mit großen individuellen Schwankungen
im Mittel 4–6 % beträgt. Um dies zu
reduzieren ohne den Therapieeffekt zu
minimieren, wurde eine so genannten
„Add-back“-Therapie [64] mit niedrig
dosierten Östrogenen oder Gestagenen
eingeführt. Bei zu hoch dosierter „Add-
back“-Behandlung oder bei zyklischer
Gabe wird der therapeutische Effekt der
GnRH-Agonisten verständlicherweise
reduziert oder aufgehoben.
GnRH-Analoga sind im Vergleich zu
Gestagenen hinsichtlich der Regression
der Endometrioseimplantate effektiver,
was durch prospektiv randomisierte
Untersuchungen gezeigt wurde [65]
und mindestens so wirksam in der Re-
duktion der Beschwerden, was durch
eine umfassende Cochrane-Analyse
[66] untermauert wird. Wichtig ist der
Hinweis, dass die vielfach eingesetzten
– weil preiswerten – kombinierten ora-
len Kontrazeptiva hinsichtlich ihrer
Effektivität den GnRH-Analoga unter-
legen sind [67]. Die verschiedenen, auf
dem Markt befindlichen GnRH-Ago-
nisten sind ähnlich effektiv hinsichtlich
Schmerzreduktion und Endometrio-
seregression, wie eine Übersichtsarbeit
von Shaw et al. [68] zeigte. Allerdings
haben noch 50 % der Patientinnen nach
6-monatiger Therapie narbige Rest-
herde die noch vitale endometriale
Drüsen und Stroma enthalten [53, 69],
was erklärt, dass auch nach dieser
potenten Behandlung persistierende
Erkrankungen erneut symptomatisch
werden und Rezidive nur eine Frage der
Zeit sind.
Antientzündliche Behandlung
Um der Entstehung eines chronischen
Schmerzsyndroms als selbstständige
Krankheit entgegenzuwirken, sollten
schmerztherapeutische Konzepte schon
parallel oder direkt in den behandlungs-
plan mit integriert werden. Die Synthese
von COX-2 im normalen Endometrium,
in Endometriose und Adenomyosis ist
nachgewiesen [70], wobei Frauen mit
Endometriose eine Überexpression auf-
weisen. Dies erklärt die hohen Konzen-
trationen in Endometrioseherden und im
Douglassekret [71]. Neben prolifera-
tionssteigernden und entzündlichen Ef-
fekten verursachen spezielle Prostaglan-
dine über V asokonstriktion, Ischämie
und Zellnekrose Krämpfe und Gewebe-
schmerzen. Nichtsteroidale antientzünd-
liche Medikamente (Aspirin
®, Ibupro-
fen®, V oltaren®) hemmen unspezifisch
die Cyclooxygenaseaktivität und redu-
zieren so die Prostaglandinsynthese. So
erklärt sich der klinisch unterschiedliche
Erfolg bei endometriosebedingten Un-
terbauchschmerzen [72]. Die vor einigen
Jahren entwickelten spezifischen COX-
2-Inhibitoren blockieren die intrazellu-
läre COX-2-Aktivität und haben weni-
ger gastrointestinale Nebenwirkungen.
Sie sind bisher bei Endometriose nicht
zugelassen und ihr Einsatz sollte zu-
nächst in Studien untersucht werden, da
über eventuelle teratogene Effekte bis-
her keine genauen Daten vorliegen [73].
Da alle Präparate bis auf Etoricoxib
(Arcoxia
®) wegen kardialer Nebenwir-
kungen vom Markt genommen wurden,
wird man sich in der Praxis weiterhin mit
den nicht selektiven Präparaten begnü-
gen müssen.
Sollte sich durch diese Substanzen in
Kombination mit kombinierten oralen
Kontrazeptiva oder Gestagenen keine
ausreichende Schmerzlinderung erzielen
lassen, sind zusätzlich retardierte
Opioide der WHO-Stufen II und III ein-
zusetzen. Begleitend zur medikamen-
tösen Schmerztherapie sollten die Frau-
en in Coping-Seminaren Schmerzbewäl-
tigungsstrategien erlernen. Physikali-
sche Maßnahmen wie Bäder und lokale
Wärmeanwendungen sowie Entspan-
nungsübungen sind eine sinnvolle Er-
gänzung des Behandlungskonzeptes.
Wichtig ist dabei, dass es der Patientin
mit therapeutischer Hilfe zunehmend
gelingt, den Schmerz nicht zum domi-
nierenden Mittelpunkt ihres Lebens wer-
den zu lassen.
Abbildung 10: Wirkungsmechanismus der GnRH-Agonisten durch Desensitivierung der Hypophyse kommt es zu
einer pseudomenopausalen Situation.
190 J Reproduktionsmed Endokrinol 2011; 8 (3)
Endometriose
Empfehlungen für die Praxis
Schmerzpatientinnen
Zwar ist die operative Beseitigung der
Endometriose die Primärbehandlung,
aber in Abhängigkeit von Stadium, Lo-
kalisation und Typ der Erkrankung wur-
den Rezidivraten nach endoskopischer
Chirurgie zwischen 25 % und 70 % in-
nerhalb von 5 Jahren berichtet. Die Qua-
lität der Operateure und das Timing des
Eingriffs innerhalb des Menstruations-
zyklus tragen zu diesem Problem bei
[36]. Der adjuvante Einsatz von GnRH-
Agonisten reduziert die Rezidivraten
und verlängert das rezidivfreie Intervall
signifikant [74]. Eine nur 3-monatige
Behandlungsdauer kann hinsichtlich
Schmerzreduktion genau so effektiv sein
wie, aber das rezidivfreie Intervall ist
signifikant länger, wenn die Suppres-
sionsphase 6 Monate dauert. Der klini-
sche Nutzen einer zusätzlichen medika-
mentösen Therapie mag speziell bei
Schmerzpatientinnen mit aktiver Perito-
nealendometriose relevant sein. Im Ge-
gensatz zur weit verbreiteten Anwen-
dung oraler Kontrazeptiva in der Be-
handlung von Endometriosebeschwer-
den zeigte eine prospektiv randomisierte
Studie [75], dass ihr postoperative Ein-
satz nicht so effektiv ist wie die Gabe
von GnRH-Agonisten, allerdings auch
nicht so teuer und mit einem differenten
Nebenwirkungsspektrum. Man muss ab-
wägen, ob man diese Präparate nach der
adjuvanten Behandlung additiv einsetzt,
um das rezidivfreie Intervall weiter zu
verlängern.
Möglichkeiten der Langzeitbehandlung
Problemfälle sind oft ausgedehnte und/
oder progrediente Endometrioseerkran-
kungen und tief infiltrierenden Formen.
Schon der primäre Eingriff ist oft tech-
nisch schwierig und stellt den Operateur
vor mannigfache Probleme. Das gilt erst
recht für die Rezidivsituation. Da erheb-
liche Fibrosierungen und Myohyperpla-
sie zu tumorösen V eränderungen führen
sind aufwendige Resektionen notwen-
dig, mit dem Problem der unvollständi-
gen Entfernung und dem Risiko von int-
ra- und postoperativen Komplikationen.
Da auch bei dieser Wachstumsform Bes-
serung der Beschwerden durch verschie-
dene Behandlungsmöglichkeiten, wie
orale Kontrazeptiva und Gestagengabe,
GnRH-Analoga in Depotform, physika-
lische Maßnahmen oder Homöopathie
sowie durch intrauterine Gestagen-
freisetzung zu erreichen ist, stehen unter
Berücksichtigung der Chronizität der
Erkrankung neben der chirurgischen
Sanierung auch dauerhafte oder inter-
mittierende Applikation dieser Substan-
zen zur Diskussion (Abb. 11). Gerade
durch die Möglichkeit Nebenwirkungen
durch „Add-back“-Medikation zu redu-
zieren, gewinnen die GnRH-Analoga
auch für die Langzeitbehandlung als
sehr effektives Therapeutikum an Be-
deutung [77]. Eine zunehmende Reduk-
tion der Schmerzsymptomatik durch
Langezeitgabe von Dienogest konnte für
die Dauer von 15 Monaten nachgewie-
sen werden [78].
Rezidivsituation
Klagt die Patientin über Rezidivbe-
schwerden und/oder Rezidivbefunde,
kann man erneut eine operative Behand-
lung oder wiederholte medikamentöse
Therapiephasen oder eine Kombination
aus beidem anbieten (Abb. 12). Da En-
dometriose eine chronische Erkrankung
ist, muss in dieser Situation ein thera-
peutisches V orgehen mit der Patientin
abgesprochen werden, welches für die
Frau akzeptabel ist, möglichst wenig
Nebenwirkungen hat, kosteneffektiv ist
und vor allem von der Patientin selbst
nach entsprechender Information und
Aufklärung gewünscht wird. Wieder-
holte Operationen sind zwar nicht immer
vermeidbar, jedoch sollte ein medika-
mentöses Behandlungskonzept primär
und unbedingt nach erneuter Operation
festgelegt werden. Das Spektrum der
Möglichkeiten ist im vorigen Absatz
aufgezählt. Gestagene als Dauermedika-
tion oder orale Kontrazeptiva kontinu-
ierlich werden wegen der Kosten oft pri-
mär als symptomatische Behandlung
eingesetzt. Reicht dies nicht, so sind
GnRH-Agonisten auch bei wiederhol-
tem Einsatz bei Rezidiverkrankungen
wirksam und mit „Add-back“-Medika-
Abbildung 11: Ergebnisse verschiedener Langzeitbehandlungen bei Rezidivendometriose. Mod. nach [76].
Abbildung 12: Schema der Behandlungsoptionen bei Rezidiverkrankung.
Endometriose
J Reproduktionsmed Endokrinol 2011; 8 (3) 191
tion auch nebenwirkungsarm. Ein ande-
rer Weg besteht in der Titration des „the-
rapeutischen Östrogenfensters“ in dem
niedrig dosierte GnRH-Analoga einge-
setzt werden [79], oder auch darin, dass
intermittierend 3-monatige Behandlungs-
episoden mit einem GnRH-Agonisten
und einer niedrig dosierten kontinuierlich
kombinierten Östrogen/Gestagen „Add-
back“-Medikation durchgeführt werden.
Dies ist eine kosteneffektive und von den
Patientinnen gut tolerierte Behandlungs-
form. Ob man solche Langzeitbehandlun-
gen nach 2–3 Jahren bei Beschwerdefrei-
heit absetzen kann und ob danach ein ora-
les Kontrazeptivum im Langzyklus aus-
reicht ist unklar, da keine Daten vorliegen.
Empfehlung zur endometriosebeding ten
Sterilität
Das Management der Sterilitätspatien-
tin, die unter einer chronisch rezidivie-
renden Endometriose leidet, bleibt kon-
trovers. In schweren Fällen mit exzessi-
ver Endometriose verursachen Organ-
schäden und Adhäsionen eine mechani-
sche Sterilität; bei geringer und mäßig-
gradiger Endometriose jedoch kann die
Erkrankung mit funktioneller Sterilität
assoziiert sein oder sie kann einen be-
deutungslosen Nebenbefund darstellen.
Medikamentöse Therapien allein ver-
bessern die Fruchtbarkeit nicht. Eine vor
einigen Jahren durchgeführte Cochrane-
Analyse [80] zeigte deutlich, dass die
Suppression der Ovarfunktion bei mini-
maler und milder Endometriose die Ste-
rilität nicht beeinflusst. Es ist zu beach-
ten, dass diese Aussage auf Studien mit
geringen Fallzahlen basiert. Es fehlen
internationale Multi-Centerstudien, um
relevante Fallzahlen zu erzielen und die
Aussagen wirklich wissenschaftlich zu
sichern.
Downregulation mit GnRH-Agonisten
vor der Stimulationsphase in IVF-Proto-
kollen verhindert den vorzeitigen LH-
Gipfel, führt zu mehr Eizellen und ver-
bessert die Schwangerschaftsraten im
Vergleich zu Therapieprotokollen, bei
denen kein GnRH-Agonist einsetzt wur-
de [81]. Der positive Effekt der GnRH-
Agonisten, die, unabhängig vom Endo-
metriosestadium, bis zu 6 Monate vor
einem IVF-Zyklus eingesetzt werden
(ultralanges Protokoll), muss sorgfältig
im Einzelfall diskutiert werden. Speziell
bei älteren Patientinnen kann die prolon-
gierte Suppression keine sinnvolle The-
rapieoption sein, da bei altersbedingter
geringerer ovarieller Reserve die nach-
folgende Stimulation erschwert sein
kann [82]. Gleiches gilt für Frauen, die
wiederholt oder an bilateralen Ovaren-
dometriomen operiert wurden. Es gibt
bisher keinen Konsens in der Literatur,
wie lange im Ultralang-Protokoll die
GnRH-Medikation durchzuführen ist.
Im Falle einer geringgradigen Peritone-
alendometriose – insbesondere wenn
makroskopische und mikroskopische
Aspekte für inaktive Implantate spre-
chen – sollte Endometriose nicht als
Sterilitätsfaktor in die therapeutischen
Überlegungen mit einbezogen werden.
Wenn andere Sterilitätsfaktoren ausge-
schlossen oder therapeutisch erfolgreich
korrigiert wurden und die Stimulation
der Ovarien nicht innerhalb von 6 bis
maximal 12 Zyklen zu einer Schwanger-
schaft führt, kann die Endometriose als
Sterilitätsursache akzeptiert werden und
die Erkrankung sollte behandelt werden.
In dieser Situation ist die endoskopische
Exzision oder Vaporisation jedes einzel-
nen Herdes empfehlenswert, da zumin-
dest durch eine prospektiv randomisierte
Studie eine Verbesserung der Schwan-
gerschaftsraten gezeigt werden konnte
[39].
In fortgeschrittenen Stadien muss durch
endoskopische Chirurgie eine Resektion
der Implantate und Zysten erfolgen und
die Reproduktionsorgane müssen mikro-
chirurgisch möglichst funktionsfähig
wieder hergestellt werden. Sind ausge-
dehnte Adhäsiolysen notwendig, ist der
chirurgische Eingriff unvollständig oder
insuffizient oder wird eine Rezidivope-
ration nötig, liefert die assistierte Re-
produktion die besten Chancen, eine
Schwangerschaft zu erzielen, wenn
GnRH-Agonisten im Ultralang-Proto-
koll eingesetzt werden. Die Behandlung
mit GnRH-Analoga allein nach dem
operativen Eingriff wegen Endometriose
verbessert die Fertilitätschancen nicht.
Interessenkonflikt
Der korrespondierende Autor ist als Re-
ferent für die Firmen Bayer, Solvay und
Takeda in den vergangenen drei Jahren
tätig gewesen.
Fazit/Relevanz für die Praxis
Diese Übersicht von operativer Therapie und medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten gibt Handlungsempfehlungen, die
sich an wissenschaftlicher Literatur und den deutschen und europäischen (ESHRE) Leitlinien orientieren. Einerseits ist opera-
tive Exzellenz erforderlich, um die oft schwierigen Eingriffe bei Endometriose endoskopisch suffizient durchzuführen und um
die Grenzen der operativen Optionen zu erkennen. Selbst geschulte und erfahrene Operateure erzielen endoskopisch nur Teil-
erfolge und die Rezidivproblematik erfordert eine geeignete Medikation u. U. über lange Zeiträume. Deshalb sind exakte
Kenntnisse über die unterschiedlichen Wirkungsmechanismen und Nebenwirkungen der zur Verfügung stehenden Medika-
mente nötig, um diese gezielt oder auch in Kombination einzusetzen. Während in der Schmerzbehandlung nichtsteroidale
Entzündungshemmer, orale Kontrazeptiva und viele Gestagene sich empirisch bewährt haben, sind GnRH-Agonisten mit
„Add-back“-Medikation zur Regression der aktiven Endometriose aktueller Standard und neue Gestagene in geeigneter Dosie-
rung kontinuierlich gegeben eine gleichwertige, preiswertere Option mit anderem Nebenwirkungsspektrum.
Grundsätzlich muss die Patientin immer umfassend aufgeklärt und in den Entscheidungsprozess über die geeignete Therapie
mit einbezogen werden. Nur standardisiertes Anwenden von Leitlinien wird dem ärztlichen Handeln nicht gerecht. Da sich in
Deutschland, Österreich und der Schweiz ein dichter werdendes Netz von zertifizierten Endometriosezentren bildet [83], sollte
man sich nicht scheuen, in besonders schwierigen Fällen erfahrene Kollegen zu konsultieren oder nötigenfalls die Frauen an
spezialisierte Zentren zu überweisen, wo Kolleginnen und Kollegen versuchen, eine passende und möglichst effektive Behand-
lungsstrategie zu entwickeln.
192 J Reproduktionsmed Endokrinol 2011; 8 (3)
Endometriose
Literatur:
1. Waller KG, Shaw RW. Gonadotropin-releasing hormone
analogues for the treatment of endometriosis: long-term fol-
low-up. Fertil Steril 1993; 59: 511–5.
2. Ebert AD. Endometriose. Walther de Gruyter Verlag, Berlin,
2003.
3. Kennedy S. Genetics and endometriosis. In: Tulandi T,
Redwine D (eds.) Endometriosis: Advances and Controversies.
Marcel Dekker, New York, Basel, 2003; 55–66.
4. Painter JL, Anderson AC, Nyholt DR, Macgregor S, Lin J,
Lee SH, et al. Genome-wide association study identifies a lo-
cus at 7p15.2 associated with endometriosis. Nature Genetics
2010; doi: 10.1038/ng.731.
5. Imesch P , Fink D, Fedier A. Romidepsin reduces histone
deacetylase activity, induces acetylation of histones, inhibits
proliferation, and activates apoptosis in immortalized epithe-
lial endometriotic cells. Fertil Steril 2010; 94: 2838–42.
6. Holt L, Scholes D, Cushing-Hangen K. Spontaneous and in-
duced abortion and endometriosis risk. Eur J Obstet Gynec
Reprod Biol 2005; 123 (Suppl 1): 6.
7. Ulrich U, Richter O, Wardelmann E, Valter M, Schmutzler R,
Sillem M, Possover M, Mallmann P . Endometriose und Malig-
nome. Zentralbl Gynäkol 2003; 125: 239–42.
8. Swiersz LM. Role of endometriosis in cancer and tumor de-
velopment. Ann NY Acad Sci 2002; 995: 281–92.
9. Ling FW. Randomised controlled trial of depot leuprorelide
in patients with chronic pelvic pain and clinically suspected
endometriosis. Obstet Gynecol 1999; 93: 51–8.
10. Sampson JA. Peritoneal endometriosis due to menstrual
dissemination of endometrial tissue into peritoneal cavity. Am
J Obstet Gynecol 1927; 14: 422–69.
11. Meyer R. Über den Stand der Frage der Adenomyositis,
Adenomyome im Allgemeinen und insbesondere über Adeno-
myositis seroepithelialis und Adenomyositis sarcomatosa.
Zentralbl Gynäkol 1919; 36: 745–50.
12. Wolf M, Kiesel L, Götte M. Stammzellen im Endometrium.
Potentielle Relevanz für die Pathogenese der Endometriose?
Gyn Endokrinol 2009; 7: 185–9.
13. Ferrero S, Ragni N, Remorgida V. Antiangiogenic therapies
in endometriosis. Br J Pharmacol 2006; 149: 133–5.
14. Leyendecker G, Kunz G, Noe M, Herbertz M, Mall G. Endo-
metriosis: dysfunction and disease of the achimetra. Hum
Reprod Update 1998; 4: 752–62.
15. Kissler S, Hamscho N, Zangos S, Wiegratz I, et al. Utero-
tubal transport disorders in adenomyosis and endometriosis –
a cause for infertility. BJOG 2006; 113: 902–8.
16. Leyendecker G, Wildt L, Mall G. The pathophysiology of
endometriosis and adenomyosis: tissue injury and repair. Arch
Gynecol Obstet 2009; 280: 529–38.
17. Schweppe KW. Diagnostik und Therapie der Endometriose.
Frauenarzt 2005; 46: 373–81.
18. Balaisch J, Creus M, Fabregues F, Carmona F, Ord J,
Martinez-Roman S, Vanrell JA. Visible and non-visible endo-
metriosis at laparoscopy in fertile and infertile women and
patient with chronic pelvic pain. Hum Reprod 1996; 11: 387–
91.
19. Schindler AE, Förtig P , Kienle E. Early treatment of endo-
metriosis with GnRH-agonists: impact on time to recurrence.
Europ J Obst Gynec Reprod Biol 2000; 93: 123–5.
20. Mol BW, Bayram N, Lijmer JG, Wiegerinck MA, Bongers
MY , Bossuyt PM. The performance of CA 125 measurement in
the detection of endometriosis: a meta-analysis. Fertil Steril
1998; 70: 1101–8.
21. Ubaldi F, Wisanto A, Camus M, Tournaye H, Clasen K,
Devroey P . The role of transvaginal ultrasonography in the in-
fertility workup. Hum Reprod 1998; 13: 330–3.
22. Bazot M, Darai E, Hourani R, Thomassin L, Cortez A, Uzai
S, Buy JN. Deep pelvic endome-triosis: MR imaging for diag-
nosis and prediction of extension of disease. Radiology 2004;
232: 379–89.
23. Abrao MS, Neme RM, Averbach M, Petta CA, Aldrighi JM.
Rectal ultrasound with a radial probe in the assessment of
rectovaginal endometriosis. J Am Assoc Gynecol Laparosc
2004; 11: 50–4.
24. Hudelist G, English J, Thomas AE, Tinelli A, Singer CF,
Keckstein J. Diagnostic accuracy of transvaginal ultrasound
for non-invasive diagnosis of bowel endometriosis: system-
atic review and meta-analysis. Ultrasound Obstet Gynecol
2011; 37: 257–63.
25. Wykes CB, Clark TJ, Khan KS. Accuracy of laparoscopy in
the diagnosis of endo-metriosis: a systematic quantitative re-
view. Br J Obstet Gynaecol 2004; 111: 1204–11.
26. Daniels J, Gray R, Hills RK, Latthe P , Buckley L, Gupta J,
Selman T, Adey E, Xiong T, Champaneria R, Lilford R, Khan KS,
LUNA Trial Collaboration. Laparoscopic uterosacral nerve ab-
lation for alleviating chronic pelvic pain: a randomized con-
trolled trial. JAMA 2009; 302: 955–61.
27. Agic A, Xu H, Rehbein M, Wölfler MM, Ebert AD, Hornung
D. Cognate chemokine receptor 1 messenger ribonucleic acid
expression in peripheral blood as a diagnostic test for en-
dometriosis. Fertil Steril 2007; 87: 982–4.
28. Göretzlehner G. Praxisleitfaden: Langzyklus – Langzeitein-
nahme. H.U.F. Verlag, Mühlheim/Ruhr, 2005; 21–5.
29. Ulrich U. für die Projektgruppe Diagnostik und Therapie
der Endometriose. Interdisziplinäre s2k Leitlinie. AWMF 015/
045. www.dggg.de/fileadmin/public_docs/Leitlinien/2-1-3-
endometriose-2010-1.pdf (Zuletzt gesehen: 27.04.2011)
30. American Society of Reproductive Medicine: Revised
American society of reproductive medicine classification of
endometriosis. Fertil Steril 1997; 67: 817–22.
31. Schweppe KW. Aktive – inaktive Endometriose – eine
prognose- und therapierelevante Differentialdiagnose.
Zentralbl Gynäkol 1999; 121: 330–5.
32. Arndt D, Hinken B, Römer T, Schwesinger G. Immunhisto-
chemische Charakterisierung der Proliferation in Endometrio-
seherden – Individuelle Therapiestrategien zur Behandlung
der Endometriose. Zentralbl Gynäkol 2003; 125: 303.
33. Bulun SE, Zeitoun KM, Takayama K, Sasano H. Molecular
basis for treating endometriosis with aromatase inhibitors.
Hum Reprod Update 2000; 6: 413–8.
34. Noble NS, Simpson ER, Johns A, Bulun SE. Aromatase ex-
pression in endometriosis. J Clin Endocrinol Metab 1996; 81:
174–9.
35. Colette S, Lousse JC, Defrère S, et al. Absence of aromat-
ase protein and mRNA expression in endometriosis. Hum
Reprod 2009; 24: 2133–44.
36. Schweppe KW, Ring D. Peritoneal defects and the devel-
opment of endometriosis in relation to the timing of endo-
scopic surgery during the menstrual cycle. Fertil Steril 2002;
78: 763–6.
37. Sutton CJG, Ewen SP , Whitelaw N. Prospective, random-
ised, double-blind, controlled trial of laser laparoscopy in the
treatment of pelvic pain associated with minimal, mild and
moderate endometriosis. Fertil Steril 1994; 62: 696–700.
38. Bateman BG, Kolp LA, Mills S. Endoscopic versus laparo-
tomy management of endometriosis. Fertil Steril 1994; 62:
690–5.
39. Marcoux S, Maheux R, Berube S, Canadian Collaborative
Group on Endometriosis. Laparoscopic surgery in infertile
women with minimal or mild endometriosis. N Engl J Med
1997; 337: 217–22.
40. Parazzini F . Ablation of lesions or no treatment in minimal-
mild endometriosis in infertile women: a randomised trial.
Hum Reprod 1999; 14: 1332–4.
41. Tulandi T, Al-Took S. Reproductive outcome after treat-
ment of mild endometriosis with laparoscopic excision and
electro coagulation. Fertil Steril 1998; 69: 229–31.
42. Maruyama M, Osuga Y, Momoeda M, Yano T, Tsutsumi O,
Taketani Y. Pregnancy rates after laparoscopic treatment dif-
ferences related to tubal status and presence of endometrio-
sis. J Reprod Med Obst Gynecol 2000; 45: 89–93.
43. Sesti F, Capozzolo T, Pietropolli A, Marziali M, Bollea MR,
Piccione E. Recurrence rate of endometrioma after laparosco-
pic cystectomy. Europ J Obst Reprod Bio 2009; 147: 72–7.
44. Probst W. Darmendometriose – Operative Möglichkeiten
und Techniken. Zentralbl Gynäkol 2003; 125: 299–300.
45. Keckstein J, Ulrich U, Kandolf O, Wiesinger H, Wustlich M.
Die laparoskopische Therapie der Darmendometriose und der
Stellenwert der medikamentösen Therapie. Zentralbl Gynäkol
2003; 125: 259–66.
46. Darai E, Dubernard G, Coutant C, Frey C, Rouzier R,
Ballester M. Randomized trial of laparoscopically assisted
versus open colorectal resection for endometriosis annals of
surgery. Ann Surg 2010; 251: 1018–23.
47. Vercellini P , Crosignani PG, Abbiati A, Somigliana E, Vigano
P , Fedele L. The effect of surgery for symptomatic endometrio-
sis: The other side of the story. Hum Reprod Update 2009; 15:
177–88.
48. Vercellini P, Somigliana E, Vigano P , Abbiati A, Barbara G,
Crosignani PG. Surgery for endometriosis-associated infertil-
ity: A pragmatic approach. Hum Reprod 2009; 24: 254–69.
49. Bartley J, Mechsner S, Beutler C, Halis G, Lange J, Ebert
AD. COX-2-Expression in extragenitalen Endometrioseläsionen
als neuer Therapieansatz. Zentralbl Gynäkol 2003; 125: 252–
5.
50. DiZerega GS, Barber DL, Hodgen GD. Endometriosis: role
of ovarian steroids in initiation, maintenance, and suppres-
sion. Fertil Steril 1980; 33: 649–53.
51. Haney AF, Weinberg JB. Reduction of the intraperitoneal
inflammation associated with endometriosis by treatment
with medroxyprogesterone acetate. Am J Obst Gynecol 1988;
159: 450–6.
52. Horie S, Harada T, Mitsunari M, Taniguchi F, Iwabe T,
Terakawa N. Progesterone and progestational compounds at-
tenuate tumor necrosis factor alpha-induced interleukin-8 pro-
duction via nuclear kappa B inactivation in endometriotic stro-
mal cells. Fertil Steril 2005; 83: 1530–5.
53. Schweppe KW. Morphologie und Klinik der Endometriose.
Schattauer Verlag, Stuttgart, New York, 1984.
54. Donnez J, Nisolle- Pochet M, Lemaire-Rubbers M, Casanas-
Roux F, Kaufmann Y. Combined (hormonal and microsurgical)
therapy in infertile women with endometriosis. Fertil Steril
1987; 48: 239–43.
55. Schweppe KW. Stellenwert der Gestagene in der Behand-
lung endometriosebedingter Beschwerden. Zentralbl Gynäkol
2003; 125: 276–80.
56. Seliger E, Kaltwasser P , Schneider F, Rothe K, Röpke F. Be-
handlung der Endometriose mit Dienogest – Einfluss auf den
Rezeptorstatus im Endometrium und vergleichende Bindungs-
studien. In: Teichmann AT (Hrsg) Dienogest – Präklinik und Kli-
nik eines Gestagens. Verlag de Gruyter, Berlin, New York,
1995; 231.
57. Strowitzki T, Marr J, Gerlinger C, Faustmann T, Seitz C.
Dienogest is as effective as leuprorelide acetate in treating
the painful symptoms of endometriosis. Hum Reprod 2010; 25:
633–41.
58. Seitz C, Gerlinger C, Marr J, Schürmann R. A double blind
controlled trial investigating the effect of dienogest 2 mg/day
fort he treatment of endometriosis associated pain. Fertil
Steril 2008; 90 (Suppl): 140.
59. Hammond CB, Haney AF. Conservative treatment of endo-
metriosis. Fertil Steril 1978; 30: 497.
60. Al-Jefout M, Palmer J, Fraser IS. Simultaneous use of a
levonorgestrel intrauterine system and an etonogestrel sub-
dermal implant for debilitating adolescent endometriosis.
Aust New Zea J Obst a Gynec 2007; 47: 247–9.
61. Vercellini P , Vigano P , Somigliana E. The role of levonor-
gestrel-releasing intrauterine device in the management of
symptomatic endometriosis. Curr Op in Obst a Gynec 2005;
17: 359–65.
62. Lockhat FB, Emembolu JO, Konje JC. The efficacy, side-
effects and continuation rates in women with symptomatic
endometriosis undergoing treatment with an intra-uterine ad-
ministered progesterone (Levonorgestrel): a 3 year follow up.
Hum Reprod 2005; 20: 789–93.
63. Kiesel L, Kohl C. Medikamentöse Therapie der Endometri-
ose. In: Schweppe KW, Schindler AE, Semm K, Runnebaum B
(Hrsg). Endometriose. Demeter Verlag. Balingen, 1995.
64. Lunenfeld B, Insler V (eds.) GnRH-Analogues: The State of
the Art. Parthenon Publ., Lancaster, New York, 1996.
65. Regidor PA, Regidor M, Ruwe B. Prospective randomised
study comparing the GnRH-agonist leuprorelin acetate and the
gestagen lynestrenol in the treatment of severe endometrio-
sis. Gynecol Endocrinol 2001;15: 202–9.
66. Prentice A, Deary AJ, Bland E. Progestagens and anti-pro-
gestagens for pain associated with endometriosis. In: The
Cochrane Library, Issue 3. Chichester, John Wiley & Sons Ltd,
2003.
67. Zupi E, Marconi D, Sbracia M. Add-back therapy in the
treatment of endometriosis-associated pain. Fertil Steril 2004;
82: 1303–8.
68. Shaw RW. The role of GnRH analogues in the treatment of
endometriosis. Br J Obst Gynaecol 1992; 99: 9–12.
69. Ruwe M, Donhuijsen K, Regidor PA. Endometriose: Klini-
sche, histologische und morphometrische Befunde vor und
nach Gn-RH-Agonisten-Therapie. Zentralbl Gynäkol 1998;120:
391–8.
70. Ota H, Igarashi S, Sasaki M, Tanaka T. Distribution of cy-
clooxygenase-2 in eutopic and ectopic endometrium in endo-
metriosis and adenomyosis. Human Reprod 2001; 16: 561–6.
71. De Leon FD, Vijayakumar R, Brown M, Rao CV, Yussmann
MA, Schultz G. Peritoneal fluid volume, estrogen, progester-
one, prostaglandin, and epidermal growth factor concentra-
tions in patients with and without endometriosis. Obstet
Gynecol 1986; 68: 189–94.
72. Kauppila A, Rönnberg L. Naproxen sodium in dysmenor-
rhea secondary to endometriosis. Obstet Gynecol 1985; 65:
379–83.
194 J Reproduktionsmed Endokrinol 2011; 8 (3)
Endometriose
73. Ebert AD, Bartley J, David M, Schweppe KW. Aromatase-
hemmer – theoretisches Konzept und bisherige Erfahrungen in
der Endometriosetherapie. Zentralbl Gynäkol 2003; 125: 247–51.
74. Busacca M, Somigliana E, Bianchi S. Post-operative GnRH
analogue treatment after conservative surgery for symptomatic
endometriosis stage III–IV: a randomised controlled trial. Hum
Reprod 2001; 16: 2399–402.
75. Muzii L, Marana R, Caruana P . Postoperative administra-
tion of monophasic combined oral contraceptives after laparo-
scopic treatment of ovarian endometriomas: a prospective,
randomised trial. Am J Obstet Gynecol 2000; 183: 588–92.
76. Schweppe KW. Long-term continuous, intermittent and re-
current treatment of endometriosis. 7
th International Sympo-
sium on GnRH-Analogous in Cancer and Human Reproduction.
Gynecol Endocrinol 2003; 17 (Suppl 1): 28.
77. Pierce S, Gazvani ChBM, Farquharson RG. Long-term use
of gonadotropin-releasing hormone analogs and hormone re-
placement therapy in the management of endometriosis: a
randomized trial with a 6-year follow-up. Fertil Steril 2000; 74:
964–8.
78. Seitz C, Gerlinger C, Faustmann T, Strowitzki, T. Safety of
dienogest in the long term treatment of endometriosis. Fertil
Steril 2009; 92: 107.
79. Uemura T, Shirasu K, Katagiri N. Low-dose GnRH agonist
therapy for the management of endometriosis. J Obstet
Gynaecol Res 1999; 25: 295–301.
80. Hughes E, Fedorkow D, Collins J, et al. Ovulation suppres-
sion for endometriosis (Cochrane Review). In: The Cochrane
Library, Issue 3. John Wiley & Sons Ltd, Chichester, UK, 2004.
81. Rickes D, Nickel I, Kropf S. Increased pregnancy rates after
ultra long postoperative therapy with gonadotropin-releasing
hormone analogs in patients with endometriosis. Fertil Steril
2002; 78; 757–62.
82. Rickes D, Weiß M, Nickel I. Ovarielle Ansprechbarkeit auf
rekombinante Gonadotropine nach ultralanger „Downregula-
tion“ mit GnRH-Analoga. Zentralbl Gynäkol 2003; 125: 306.
83. Schweppe KW, Eber AD, Kiesel L. Endometriosezentren in
Deutschland. Der Gynäkologe 2010; 43: 233–40.
Haftungsausschluss
Die in unseren Webseiten publizierten Informationen richten sich ausschließlich an geprüfte
und autorisierte medizinische Berufsgruppen und entbinden nicht von der ärztlichen Sorg-
faltspflicht sowie von einer ausführlichen Patientenaufklärung über therapeutische Optionen
und deren Wirkungen bzw. Nebenwirkungen. Die entsprechenden Angaben werden von den
Autoren mit der größten Sorgfalt recherchiert und zusammengestellt. Die angegebenen Do-
sierungen sind im Einzelfall anhand der Fachinformationen zu überprüfen. Weder die Autoren,
noch die tragenden Gesellschaften noch der Verlag übernehmen irgendwelche Haftungsan-
sprüche.
Bitte beachten Sie auch diese Seiten:
Impressum Disclaimers & Copyright Datenschutzerklärung
Mitteilungen aus der Redaktion
e-Journal-Abo
Beziehen Sie die elektronischen Ausgaben dieser Zeitschrift hier.
Die Lieferung umfasst 4–5 Ausgaben pro Jahr zzgl. allfälliger Sonderhefte.
Unsere e-Journale stehen als PDF-Datei zur Verfügung und sind auf den meisten der markt-
üblichen e-Book-Readern, Tablets sowie auf iPad funktionsfähig.
Bestellung e-Journal-Abo
Haftungsausschluss
Die in unseren Webseiten publizierten Informationen richten sich ausschließlich an geprüfte
und autorisierte medizinische Berufsgruppen und entbinden nicht von der ärztlichen Sorg-
faltspflicht sowie von einer ausführlichen Patientenaufklärung über therapeutische Optionen
und deren Wirkungen bzw. Nebenwirkungen. Die entsprechenden Angaben werden von den
Autoren mit der größten Sorgfalt recherchiert und zusammengestellt. Die angegebenen Do-
sierungen sind im Einzelfall anhand der Fachinformationen zu überprüfen. Weder die Autoren,
noch die tragenden Gesellschaften noch der Verlag übernehmen irgendwelche Haftungs-
ansprüche.
Bitte beachten Sie auch diese Seiten:
Impressum Disclaimers & Copyright Datenschutzerklärung
Mitteilungen aus der Redaktion
e-Journal-Abo
Beziehen Sie die elektronischen Ausgaben dieser Zeitschrift hier.
Die Lieferung umfasst 4–5 Ausgaben pro Jahr zzgl. allfälliger Sonderhefte.
Unsere e-Journale stehen als PDF-Datei zur Verfügung und sind auf den meisten der markt-
üblichen e-Book-Readern, Tablets sowie auf iPad funktionsfähig.
Bestellung e-Journal-Abo
Besuchen Sie unsere Rubrik
Medizintechnik-Produkte
InControl 1050
Labotect GmbH
Aspirator 3
Labotect GmbH
Philips Azurion:
Innovative Bildgebungslösung
Neues CRT -D Implantat
Intica 7 HF-T QP von Biotronik
Artis pheno
Siemens Healthcare Diagnostics GmbH
Text is read by the "Ask this paper" AI Q&A widget below.
Extraction quality varies by source — PMC NXML preserves structure
cleanly, OA-HTML may include some navigation residue, and OA-PDF can
have broken hyphenation. The publisher copy
is the canonical version.