Hyperalgesiemechanismen bei Patientinnen mit Endometriose

dissertation OA: green CC0
AI-generated summary by claude@2026-06, 2026-06-09

Quantitative sensory testing found non-nociceptive sensory loss and heat hyperalgesia in endometriosis patients, suggesting complex pain mechanisms beyond simple neuropathic pain or central sensitization.

One-sentence paraphrase of the abstract; not a substitute for reading it. No clinical advice. How this works

Abstract

Hintergrund: Endometriose ist eine benigne, gynäkologische, inflammatorische Erkrankung der Fortpflanzungsorgane und betrifft ca. 10-20 % aller Frauen im fertilen Alter. In vielen Fällen führt Endometriose zu chronischen Schmerzzuständen, welche zu erheblichen körperlichen, seelischen und sozialen Einschränkungen führen. Die Behandlung besteht zurzeit in der operativen Entfernung der Endometrioseläsionen, einer Hormonsubstitution und in der medikamentösen antiinflammatorischen Schmerzbehandlung. Aufgrund der Symptomatik und der chronischen Inflammation kann eine „neuropathische“ Schmerzgenese für die chronifizierten, nicht zyklusabhängigen Endometriose- assoziierten Schmerzen (im Gegensatz zu dem „inflammatorischen“, zyklusassoziierten Phasenschmerz) postuliert werden. Das vom DFNS entwickelte QST-Protokoll fügt bekannte Untersuchungsmethoden in standardisierte Abläufe ein und kann objektive Information über den Funktionszustand des somato- sensorischen Systems liefern. Das Ziel der vorliegenden Studie war es, herauszufinden, ob es sich bei dem Endometriose-assoziierten Schmerz um einen neuropathischen Schmerz handelt und ob Patientinnen mit chronischen Schmerzen konsekutiv Zeichen einer zentralen Sensibilisierung zeigen. Methoden: 31 Patientinnen mit Endometriose haben an der Studie teilgenommen und wurden in zwei Gruppen eingeteilt. 15 Patientinnen mit zyklischen Schmerzen und 16 Patientinnen mit zyklusunabhängigen Schmerzen. An allen Patienten konnte ein vollständiges QST-Protokoll sowohl an der Hand, als auch am suprapubischen Areal erstellt werden. Zusätzlich wurden 15 gesunde Kontrollprobandinnen als Vergleichsgruppe ebenfalls mit QST untersucht. Die Patientinnen beantworteten zusätzlich einen Fragebogen zu Schmerzstärke und –art, sowie Fragen zu Schmerzempfinden, psychischen und sozialen Aktivitäten. Ergebnisse: Es konnte kein Unterschied zwischen den beiden untersuchten Gruppen aufgezeigt werden. Es konnten auch keine eindeutigen zentralen Sensibilisierungsmechanismen bei den Patientinnen mit Endometriose detektiert werden. Es fand sich ein nicht- nozizeptiver Empfindungsverlust (WDT < 0,001, MDT p<0,05) im Bereich des suprapubischen Areals, und eine Hyperalgesie (HPT p<0,01) auf Hitze auf den Händen der Patientinnen. Insgesamt zeigte sich eine Tendenz zu der Kombination von Verlust und Gewinn sensorischer Funktionen. Im Vergleich zu den gesunden Kontrollen fand sich eine signifikante Druckschmerzhaftigkeit am suprapubischen Areal (PTT p<0.001). Die psychologischen Tests waren unauffällig und zeigten keine Zeichen depressiver oder anderer Komorbiditäten. Schlussfolgerung: Ob es sich bei dem Endometriose-assoziierten Schmerz um einen neuropathischen Schmerz handelt, konnte mit dem QST-Protokoll nicht beantwortet werden. Die gemessenen Veränderungen könnten jedoch Hinweise auf die zugrunde liegenden Mechanismen geben und sollten in weiteren Studien mit vergleichbaren Voraussetzungen weiter erforscht werden. Hier müsste die Komplexität des Schmerzerlebens und der Erkrankung Endometriose sorgfältig mit einbezogen werden.

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openalex
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