Pilotstudie zur photodynamischen Diagnostik der Endometriose mittels 5-Aminolävulinsäure

In: Geburtshilfe und Frauenheilkunde · 1998 · vol. 58(08) , pp. 420–425 · doi:10.1055/s-2007-1022737 · W2011568680
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Abstract

Fragestellung: Ist die Visualisierung von atypischen Endometrioseherden möglich? Material und Methode: 5-Aminolävulinsäure (ALA) wurde topisch und oral in unterschiedlicher Dosierung und Konzentration zwischen 4 und 12 h präoperativ bei Patientinnen mit bekannter Endometriose appliziert. Zur Induktion der Fluoreszenz wurde das D-Light-System der Firma Storz (Tuttlingen) eingesetzt. Ergebnisse: Die von uns durchgeführte Pilotstudie erlaubt eine erste richtungsweisende Interpretation der photodynamischen Diagnostik (PDD) der Endometriose nach topischer und oraler Applikation der ALA: Die topische, transuterine Applikation der ALA ist offensichtlich mit einer hohen, nicht tolerablen Komplikationsrate in Form einer Phototoxizität verbunden. Offenbar fluoreszieren die typisch braun-schwarzen, in der Literatur häufig als inaktiv bezeichneten Endometrioseherde, nicht. Dagegen ist die Diagnostik von atypischen peritonealen Veränderungen mittels PDD möglich, auch wenn durch die topische und orale Applikation der ALA eine selektive Anreicherung in den Tuben nicht ausgeschlossen werden konnte. Schlußfolgerung: Die PDD der Endometriose mittels ALA könnte zu einem Fortschritt in der Diagnostik dieser Erkrankung führen.

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