Ist die Betreuung von Endometriosepatientinnen in der Praxis gesundheitsökonomisch sinnvoll?

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AI-generated summary by claude@2026-07, 2026-07-14

This study evaluated the clinical and economic data of 823 endometriosis patients, finding that compensation varied by age and presentation reason but not by disease stage, suggesting specialized care is beneficial but not always financially lucrative for practitioners.

One-sentence paraphrase of the abstract; not a substitute for reading it. No clinical advice. How this works

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Die Arbeit untersuchte klinische und gesundheitsökonomische Daten von 823 Endometriosepatientinnen, die sich 2017 in einer gynäkologischen Praxis (Prof. Ebert) vorstellten, wobei die Autorin retrospektiv sowohl Leitsymptome/Diagnoseverzögerung als auch abrechnungsrelevante Vergütungen aus den digitalen Patientenakten auswertete. Insgesamt belief sich die Gesamtvergütung 2017 auf 144.269,60 €, wobei die Vergütung bei Privatversicherten deutlich höher war als bei gesetzlich Versicherten und außerdem mit dem Alter abnahm; ein direkter Zusammenhang zwischen Erkrankungsstadium und Vergütung zeigte sich nicht. Zusätzlich bestand eine Abhängigkeit vom Vorstellungsgrund: Bei endometriosespezifischen Beschwerden lag die durchschnittliche Vergütung pro Patientin/Jahr bei 113,07 €, während sie bei Patientinnen ohne solche Beschwerden mit 181,97 € höher war, und die Autorin schlussfolgert, dass andere Behandlungen bzw. Präventivmaßnahmen besser vergütet werden als die reine Behandlung von Endometriosebeschwerden. The paper does not explicitly discuss adenomyosis. This paper is centrally about endometriosis — it quantifies clinical and practice-based cost/compensation patterns for endometriosis care in Germany.

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Abstract

Einleitung: Endometriose stellt eine der häufigsten gynäkologischen Erkrankungen von Frauen im gebärfähigen Alter dar. Verlässliche Zahlen zu der ökonomischen Bedeutung der Erkrankung in Deutschland liegen jedoch nur wenige vor. Vor allem fehlen detaillierte Daten über die direkten Kosten aus der Niederlassung, wo der Großteil der Patientinnen diagnostiziert, therapiert und nachgesorgt wird. Ziel dieser Arbeit war es neben der klinischen vor allem die ökonomische Bedeutung der Endometriose darzustellen. Methoden: Es wurden die klinischen und abrechnungsrelevanten Daten von insgesamt 823 Endometriosepatientinnen, die sich im Jahr 2017 in der Praxis Prof. Ebert vorstellten, retrospektiv erfasst und ausgewertet. Ergebnisse: Der Altersdurchschnitt der Patientinnen lag bei 34,5 Jahren. Die Leitsymptome waren Dysmenorrhoe (n=662; 80,4 %), Dyspareunie (n=305; 37,1 %), Dyschezie (n=219; 26,6 %) und Dysurie (n=126; 15,3 %). Die Diagnoseverzögerung lag bei Frauen mit einer sekundären Dysmenorrhoe bei 8,3 Jahren, bei Frauen mit einer primären Dysmenorrhoe bei 17,6 Jahren. 766 Frauen (93 %) waren gesetzlich und 57 (3 %) privat versichert. Die Gesamtvergütung im Jahr 2017 betrug 144.269,60 €. Die Vergütung war bei Privatpatientinnen dreimal so hoch wie bei gesetzlich Versicherten: die Vergütung für ambulante Operationen betrug 776,45 € bzw. 250,94 €, im ambulant-klinischen Bereich lag die Vergütung bei 373,69 € bzw. 119,90 € pro Patientin/Jahr. Die durchschnittlichen Vergütung pro Patientin/Jahr lag bei Frauen bis 39 Jahren bei 183,64 € bis 186,82 €, bei Frauen, die älter als 49 Jahre waren bei 108,18 €. Die Vergütung pro Konsultation war vergleichbar in der Gruppe von Frauen mit einer Peritonealendometriose mit 67,48 € bzw. Ovarialendometriose mit 66,71 €, am geringsten war sie bei Patientinnen mit einer rektovaginalen Endometriose mit 63,48 €. Die Vergütung bei GKV-Patientinnen pro Konsultation betrug im Stadium I° bis III° zwischen 62,46 € und 63,60 €, bei einem Endometriosestadium IV° 52,35 €. Die durchschnittliche Vergütung pro Patientin/Jahr bei Frauen, die sich aufgrund endometriosespezifischer Beschwerden vorstellten betrug 113,07 €, während sie bei Frauen mit Endometriose jedoch ohne Endometriosebeschwerden bei 181,97 € lag. Schlussfolgerung: Es zeigte sich, dass die Vergütung abhängig vom Alter der Frauen war: desto älter die Patientinnen waren, desto geringer war die Vergütung. Ein direkter Zusammenhang zwischen dem Erkrankungsstadium und der Vergütung zeigte sich nicht. Hingegen konnte eine Abhängigkeit der Vergütung vom Vorstellungsgrund dargestellt werden: de facto werden andere Behandlungen und Präventivmaßnahmen besser vergütet als die reine Behandlung von Endometriosebeschwerden, so dass die Behandlung von Endometriosepatientinnen in spezialisierten Zentren sinnvoll aber nicht unbedingt wirtschaftlich lukrativ für den Praxisinhaber ist.
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Abstract

Einleitung: Endometriose stellt eine der häufigsten gynäkologischen Erkrankungen von Frauen im gebärfähigen Alter dar. Verlässliche Zahlen zu der ökonomischen Bedeutung der Erkrankung in Deutschland liegen jedoch nur wenige vor. Vor allem fehlen detaillierte Daten über die direkten Kosten aus der Niederlassung, wo der Großteil der Patientinnen diagnostiziert, therapiert und nachgesorgt wird. Ziel dieser Arbeit war es neben der klinischen vor allem die ökonomische Bedeutung der Endometriose darzustellen. Methoden: Es wurden die klinischen und abrechnungsrelevanten Daten von insgesamt 823 Endometriosepatientinnen, die sich im Jahr 2017 in der Praxis Prof. Ebert vorstellten, retrospektiv erfasst und ausgewertet. Ergebnisse: Der Altersdurchschnitt der Patientinnen lag bei 34,5 Jahren. Die Leitsymptome waren Dysmenorrhoe (n=662; 80,4 %), Dyspareunie (n=305; 37,1 %), Dyschezie (n=219; 26,6 %) und Dysurie (n=126; 15,3 %). Die Diagnoseverzögerung lag bei Frauen mit einer sekundären Dysmenorrhoe bei 8,3 Jahren, bei Frauen mit einer primären Dysmenorrhoe bei 17,6 Jahren. 766 Frauen (93 %) waren gesetzlich und 57 (3 %) privat versichert. Die Gesamtvergütung im Jahr 2017 betrug 144.269,60 €. Die Vergütung war bei Privatpatientinnen dreimal so hoch wie bei gesetzlich Versicherten: die Vergütung für ambulante Operationen betrug 776,45 € bzw. 250,94 €, im ambulant-klinischen Bereich lag die Vergütung bei 373,69 € bzw. 119,90 € pro Patientin/Jahr. Die durchschnittlichen Vergütung pro Patientin/Jahr lag bei Frauen bis 39 Jahren bei 183,64 € bis 186,82 €, bei Frauen, die älter als 49 Jahre waren bei 108,18 €. Die Vergütung pro Konsultation war vergleichbar in der Gruppe von Frauen mit einer Peritonealendometriose mit 67,48 € bzw. Ovarialendometriose mit 66,71 €, am geringsten war sie bei Patientinnen mit einer rektovaginalen Endometriose mit 63,48 €. Die Vergütung bei GKV-Patientinnen pro Konsultation betrug im Stadium I° bis III° zwischen 62,46 € und 63,60 €, bei einem Endometriosestadium IV° 52,35 €. Die durchschnittliche Vergütung pro Patientin/Jahr bei Frauen, die sich aufgrund endometriosespezifischer Beschwerden vorstellten betrug 113,07 €, während sie bei Frauen mit Endometriose jedoch ohne Endometriosebeschwerden bei 181,97 € lag. Schlussfolgerung: Es zeigte sich, dass die Vergütung abhängig vom Alter der Frauen war: desto älter die Patientinnen waren, desto geringer war die Vergütung. Ein direkter Zusammenhang zwischen dem Erkrankungsstadium und der Vergütung zeigte sich nicht. Hingegen konnte eine Abhängigkeit der Vergütung vom Vorstellungsgrund dargestellt werden: de facto werden andere Behandlungen und Präventivmaßnahmen besser vergütet als die reine Behandlung von Endometriosebeschwerden, so dass die Behandlung von Endometriosepatientinnen in spezialisierten Zentren sinnvoll aber nicht unbedingt wirtschaftlich lukrativ für den Praxisinhaber ist. Backgrund: Endometriosis is one of the most common gynecological disorders in women of child-bearing age. There are few data showing the economical relevance of endometriosis in Germany. The purpose of this study is to show not only the clinical but also economical impact of the disease in a medical practice specialized in endometriosis. Methods: We conducted a retrospective database analysis. Participants included all women (n=823) with endometriosis seen by Prof. Ebert in 2017. Relevant clinical and economical data were obtained from the digital patient files. Results: Mean age of the participants was 34.5 years. The leading symptoms of the disease were dysmenorrhea (n=662; 80,4 %), dyspareunia (n=305; 37,1 %), dyschezia (n=219; 26,6 %) and dysuria (n=126; 15,3 %). The median delay to diagnosis was 8,3 years for patients with secondary dysmenorrhea and 17,6 years for patients with primary dysmenorrhea. 766 women (93 %) had public health insurance whereas 57 (3 %) were privately insured. The total compensation in 2017 was 144.269,60 €. The compensation was three times as high for women with private health insurance as for the ones puplically insured: in the operative outpatient setting 776,45 € vs. 250.94 €; in the clinical outpatient setting 373,69 € vs. 119.90 €. The average compensation per patient/year for women up to 39 years was between 183,64 € and 186,82 €, for women older than 49 years 108,18 €. The compensation per consultation was similiar for women with peritoneal endometriosis (67,48 €) and ovarian endometriosis (66,71 €), women with rectovaginal endometriosis had the lowest compensation (63,48 €). The compensation per consultation for women with public insurance was comparable between stages I-III° (62,46 € to 63,60 €), women with stage IV° endometriosis had the lowest compensation (52,35 €). If the consultation was due to symptoms specific to endometriosis the compensation per patient/year was 113,07 € whereas for women without specific symptoms it was 181,97 €. Conclusion: The compensation was dependent on the age of the patient: the older the patient, the lower the compensation. There was no direct correlation between the extent of the disease and the compensation. However there was a correlation between compensation and the cause of consultation: it could be shown that other treatments and preventive measures are better compensated than the sole treatment of endometriosis complaints. Currently treatment of patients with endometriosis in specialised care centres is useful but not really cost effective for the owner of the practice. Identifier: Language: German

Keywords

endometriosis economical burden medical practice costs of endometriosis economical burden medical practice costs of endometriosis DDC-Classification: 610 Medizin und Gesundheit Publication Type: Dissertation Department/institution: Charité - Universitätsmedizin Berlin DissertationFranziskaKlatt.pdf Size: 4.465MB Format: PDF Checksum (MD5): d3e5536d65e03f047f687164ba53ac94

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openalex
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