Isolierte umbilikale Endometriose

In: Geburtshilfe und Frauenheilkunde · 2008 · vol. 68(10) , pp. 1013–1015 · doi:10.1055/s-2008-1038943 · W1964857714
article OA: closed CC0
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Abstract

Als besondere Form der extragenitalen Endometriose stellt die isolierte umbilikale Endometriose mit einer geschätzten Inzidenz von 0,5 – 1 % ein sehr seltenes Krankheitsbild dar. Bei einer 34-jährigen Nullipara treten nässende Entzündungserscheinungen und Schmerzen im Bereich des Bauchnabels auf und es zeigt sich ein druckschmerzhafter Weichteiltumor. Nach erfolgloser konservativer Therapie wird der Tumor exzidiert, die histologische Untersuchung ergibt die Diagnose einer Endometriose. Es finden sich weder anamnestisch, vaginalsonografisch noch laparoskopisch weitere Endometriosemanifestationen. Ätiologisch und pathogenetisch werden für alle Formen der Endometriose nach wie vor verschiedene Hypothesen diskutiert. Bei der isolierten umbilikalen Endometriose wird die Metaplasie von verbliebenem Urachusgewebe favorisiert. Klinisch zeigen sich oft unspezifische Symptome wie rezidivierende Entzündungen und Blutungen, wegweisend ist in 75 % der Fälle die Zyklusabhängigkeit. Letztendlich muss die Diagnosestellung histologisch erfolgen. Therapie der Wahl ist die operative Exzision des Befundes.

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