Langzeitergebnisse nach kombinierter Endometriosetherapie in Abhängigkeit vom Proliferationszustand der Endometriose

In: Geburtshilfe und Frauenheilkunde · 2005 · vol. 66(S 1) · doi:10.1055/s-2005-920833 · W2580583325
article OA: closed CC0
Full text JSON View on OpenAlex View at publisher
AI-generated summary by claude@2026-06, 2026-06-08

This study evaluated the effectiveness of a three-phase combined endometriosis therapy, utilizing GnRH analogs, considering the proliferation state of endometriosis at initial diagnosis.

One-sentence paraphrase of the abstract; not a substitute for reading it. No clinical advice. How this works

Abstract

Fragestellung: Die kombinierte Endometriosetherapie nach Semm wird häufig zur Primärtherapie eingesetzt, wobei als Medikation GnRH-Analoga zum Standard geworden sind. Da der therapeutische Effekt einer hormonellen Therapie differiert und die Endometriose eine zu Rezidiven neigende Erkrankung ist, evaluierten wir die Effektivität der Drei-Phasen-Therapie unter Berücksichtigung des Proliferationszustandes der Endometriose bei der Primärdiagnose.
Full text 2,960 characters · extracted from oa-doi-fallback · click to expand
Subscribe to RSS DOI: 10.1055/s-2005-920833 Langzeitergebnisse nach kombinierter Endometriosetherapie in Abhängigkeit vom Proliferationszustand der Endometriose Fragestellung: Die kombinierte Endometriosetherapie nach Semm wird häufig zur Primärtherapie eingesetzt, wobei als Medikation GnRH-Analoga zum Standard geworden sind. Da der therapeutische Effekt einer hormonellen Therapie differiert und die Endometriose eine zu Rezidiven neigende Erkrankung ist, evaluierten wir die Effektivität der Drei-Phasen-Therapie unter Berücksichtigung des Proliferationszustandes der Endometriose bei der Primärdiagnose. Methodik: In einer retrospektiven Studie wurden 105 Patientinnen untersucht, die einer Drei-Phasen-Therapie nach Semm mit sechsmonatiger GnRH-Analoga-Applikation zugeführt wurden. Die endoskopische Klassifikation der Endometriose erfolgte nach dem rAFS-Score. Zur histologischen Verifizierung erfolgten Probebiopsien. Der Proliferationszustand der Endometriose wurde prätherapeutisch in den histologisch positiven Biopsien immunhistochemisch durch die Expression des Proliferationsmarkes MIB-1 bestimmt und entsprechend der Dekoration in 4 Gruppen eingeteilt: keine Dekoration, geringe Dekoration (50%). An Hand eines ausführlichen Fragebogens wurde das rezidivfreie Intervall bestimmter Symptome und die damit verbundene Effektivität dieser Therapieoption erhoben. Ergebnisse: Nach 1 Jahr traten im Mittel bei 12% der Patientinnen erneut Dysmenorrhoen und bei 8 bzw. 14% wieder Dyspareunien und Unterbauchbeschwerden auf. Bezogen auf die prätherapeutische Expression des Proliferationsmarkers MIB-1 imponierte ein signifikanter Unterschied. So gaben Patientinnen mit fehlender Dekoration in den endometrialen Läsionen in 18% Dysmenorrhoen, dagegen Patientinnen mit einer starken prätherapeutischen Dekoration nur in 6% erneute Dysmenorrhoen an. Dieser Unterschied ließ sich auch bei den anderen Symptomen nachweisen. Nach 5 Jahren betrug die kumulative Rezidivrate aller Symptome 56%. Auch hier zeigte sich ein deutlicher Vorteil bei den Patientinnen mit einer starken prätherapeutischen Dekoration des Proliferationsmarkes MIB-1 (Rezidivrate 40%) Der postoperative Beobachtungszeitraum betrug im Mittel 8,5 Jahre. Schlussfolgerungen: Durch die kombinierte Endometriosetherapie werden gute Heilungsraten erreicht. Nach einem kurzen rezidivfreien Intervall treten erneut endometriosetypische Beschwerden auf. Die Rezidivraten sind vom Proliferationszustand der Endometriose abhängig. Je höher die Proliferationstendenz bei der Primärdiagnose, desto länger ist das rezidivfreie Intervall. Für die klinische Praxis ergibt sich daraus folgende Konsequenz: Eine Endometriose muss möglichst früh diagnostiziert und therapiert werden, bevor ein Übergang in eine proliferativ inaktive Endometriose erfolgt. So können die Rezidivraten vermindert und das rezidivfreie Intervall deutlich verlängert werden.

Text is read by the "Ask this paper" AI Q&A widget below. Extraction quality varies by source — PMC NXML preserves structure cleanly, OA-HTML may include some navigation residue, and OA-PDF can have broken hyphenation. The publisher copy (via DOI) is the canonical version.

My notes (saved in your browser only)

Ask this paper AI returns verbatim quotes from the full text · source: oa-doi-fallback

Answers must be backed by verbatim quotes from this paper's full text. Hallucinated quotes are dropped automatically; if no verbatim passage answers the question, we say so. How this works

Condition tags

die_deep_infiltrating

Citation neighborhood (no data yet)

We don't have any in-corpus citations linked to this paper yet. The paper's references may be in our DB but unresolved to ``paper_id`` (resolution happens at ingest when the cited DOI matches a row we already have). Run the cross-source citation reconcile pass to retry.

Source provenance

openalex
last seen: 2026-06-10T17:14:06.276822+00:00
License: CC0 · commercial use OK