Der Einfluss von Migration auf die Psychopathologie, Psychiatrische Co-Morbidität und Lebensqualität der Türkischen Migrantinnen mit Chronischen Unterbauchschmerzen – Eine vergleichende Querschnittsstudie
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Abstract
Der Chronische Unterbauchschmerz (=Chronic Pelvic Pain, CPP) ist non-zyklischer Schmerz im Unterbauch mit einer Ausdauer von mindestens 6 Monaten. Ungefähr 15–20% der Frauen im Alter von 18 bis 50 Jahren leiden unter CPP. In mehr als 50% aller Fälle gelingt es den multidisziplinären ÄrztInnen-Teams nicht eine verantwortliche organische Pathologie zu finden, welche mit Frustrationen resultiert. Nach DSM-IV Kriteria wird heute CPP ohne Organbefund als somatoforme Schmerzstörung anerkannt. Unseres Wissens analysierte keine quantitative Studie den Einfluss von Migration auf die Psychopathologie, Psychische Co-Morbidität und Lebensqualität der CPP Patientinnen mit Migrationshintergrund. Wir konzipierten eine vergleichende, multi-zentrische, Querschnittsstudie. Unser Ziel ist den Einfluss von Migration auf Psychopathologie, psychiatrische Co-Morbidität und Lebensqualität der CPP Patientinnen zu bestimmen. Wir werden spezifisch die Hypothese testen, dass Migrantinnen mit CPP eine höhere Depressions-Prävalenz und -Stärke haben. Erstens werden wir 30türkische Immigrantinnen mit CPP in Österreich untersuchen. Dann werden wir ihre Ergebnisse mit denen der 30 österreichischen Patientinnen mit CPP vergleichen. Laut der Migration-Stress-Hypothese erwarten wir signifikant höhere Werte bei den psychometrischen Instrumenten und niedrigere Werte von Lebensqualität bei türkischen Migrantinnen. Ein signifikanter Unterschied zwischen beiden Gruppen könnte jedoch auf die Unterschiede der österreichischen und türkischen Kulturen zurückzuführen sein. PatienInnen aus den Mittelmeer Ländern sind berichtet mehr unter somatischen Symptomen zu leiden, als diejenigen aus Europa. Wir werden den Einfluss der Kultur durch die Untersuchung einer dritten Gruppe mit demselben kulturellen Hintergrund und ohne Migrations-Erfahrung kontrollieren: Türkinnen mit CPP in der Türkei. Transkulturelle Forschung erfordert methodologische Strategien wie kultur-empfindliche Übersetzungen von Instrumenten oder den Einsatz von InterviewerInnen mit demselben kulturellen und sprachlichen Hintergrund. Die evaluierten Versionen der psychometrischen Instrumente sind in türkischer und deutscher Sprache vorhanden. Die Daten von Patientinnen in Österreich werden von einer zweisprachigen Ärztin in Vienna erhoben. Eine erfahrene Ärztin wird die türkischen Patientinnen in Ankara untersuchen. Diese Studie wird Informationen über die Assoziationen der Migration, Kultur und psychologische Prozesse der CPP vermitteln, welche an der Entwicklung von neuen therapeutischen Strategien beitragen sollen. Durch die Gewinnung von neueren Perspektiven wird unsere Studie das Verständnis über psychopathologische Besonderheiten der Migrantinnen vertiefen, und einen wichtigen Beitrag an die Verbesserung der interkulturellen Kompetenz im österreichischen und europäischen Gesundheitssystemen leisten.
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- openalex
- last seen: 2026-06-10T17:14:06.276822+00:00
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