Wertigkeit der MRT in der präoperativen Diagnostik der Adenomyosis uteri und der Endometriose

dissertation OA: green CC0

Abstract

Einleitung: Bei der Endometriose handelt es sich um eine hormonabhängige Erkrankung des weiblichen Genitals, die durch das Vorhandensein von Endometriumzellen außerhalb des Cavum uteri charakterisiert ist. Die Prävalenz der Erkrankung liegt bei schätzungsweise 10- 15% bei Frauen im gebährfähigen Alter und bei 25 - 35% bei Frauen mit Unfruchtbarkeit. Zielsetzung der Arbeit war die Ermittlung der Wertigkeit der nicht kontrastmittelverstärkten Magnetresonanztomographie in der präoperativen Diagnostik der Adenomyosis uteri und der Endometriose. Methodik: Die retrospektive Studie schloss 152 Patientinnen, bei denen der klinische Verdacht auf eine Endometriose bestand ein. Es wurde ein standardisiertes MRT- Protokoll verwendet, das T1 Wichtungen mit und ohne Fettsättigung sowie T2 Wichtungen beinhaltete. Die Auswertung erfolgte durch zwei Radiologen im Konsensverfahren. Ausgewertet wurden zuvor fest definierte anatomische Strukturen des weiblichen kleinen Beckens (Uterus, Ovarien, Douglasraum, sacrouterine Ligamente, Vagina, Rektum/Darm, Harnblase, Peritoneum und zuvor nicht definierte Regionen). Als Goldstandard diente die nachfolgende Laparoskopie mit histopathologischer Aufarbeitung der gewonnenen Proben. Ergebnisse: Eine Adenomyosis uteri, eine Endometriose der Ovarien, des Douglasraums, der sacrouterinen Ligamente, des Darmes, der Vagina, der Harnblase, des Peritoneums sowie an den zuvor nicht definierten Regionen lagen in 144, 78, 117, 85, 80, 70, 17, 51 und 11 Fällen vor. Die ermittelte Sensitivität, Spezifität, der positive und negative Vorhersagewert pro Region betrugen in Prozent: Adenomyosis uteri (96, 63, 98, 45), Ovarien (86, 74, 78, 83), Douglasraum (89, 88, 96, 70), Rektum (80, 77, 80, 77), Harnblase (72, 92, 54, 96), sacrouterine Ligamente (78, 68, 78, 68), Vagina (81, 82, 79, 84), Peritoneum (35, 88 ,60, 73). Schlussfolgerung: Die Magnetresonanztomographie stellt ein geeignetes Verfahren in der präoperativen Diagnostik der Adenomyosis uteri und der Endometriose dar. Die Wertigkeit hängt jedoch von der Lokalisation und der Ausprägung der Erkrankung ab.

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openalex
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