Endometriose und harnableitende Wege

In: Geburtshilfe und Frauenheilkunde · 2007 · vol. 67(09) · doi:10.1055/s-2007-989161 · W2724317797
article OA: closed CC0
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Abstract

Die Endometriose der harnableitenden Wege stellt sowohl in Diagnostik als auch in Therapie eine Herausforderung dar. Die Endometriose kann zu einer Kompression des Harnleiters führen bzw. diesen auch infiltrieren. Die chronische Harnstauung führt zu entsprechenden Symptomen bis hin zum Verlust der Nierenfunktion. Die Endometriose im Blasenbereich betrifft insbesondere die Blasenhinterwand in unmittelbarer Nähe zum Uterus bis hin zum Septum vesico vaginale. Die primäre Diagnostik dieser Erkrankung erfolgt über bildgebende Verfahren wie MRU, Urographie und Ultraschalluntersuchung. Therapie dieser Erkrankung besteht in der Excision der ausgeprägten Endometrioseherde bzw. Dekompression des Harnleiters. Bei ausgedehnter tief infiltrierender Endometriose ist die Ureterolyse ein Hauptbestandteil des chirurgischen Vorgehens. Neben der Ureterolyse und Ureterdekompression besteht auch die Möglichkeit der Segmentresektion mit End-zu-End-Anastomose. Bei Verlust der Nierenfunktion ist eine entsprechende interdisziplinäre Operation mit Nephrektomie auf endoskopischem Weg möglich. Die Blasenwandendometriose kann ebenfalls auf endoskopischem Weg relativ komplikationsarm entfernt werden. Anhand von Fallbeispielen werden die Diagnostik sowie die endoskopische Therapie der Endometriose im Bereich der harnableitenden Wege demonstriert.

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