Abstract
Ziele: Bestimmung der diagnostischen Wertigkeit der Magnetresonanztomographie (MRT) in der praeoperativen Diagnostik und Verlaufsbeurteilung der Endometriose. Methode: Bei 21 Patientinnen mit Endometriose (Alter: 25–46 Jahre, mittleres Patientenalter 36 Jahre) wurde eine MRT des kleinen Beckens durchgeführt. Bei 7 Patientinnen erfolgte die Untersuchung praeoperativ, in 14 Fällen wurde sie zur postoperativen Verlaufsbeurteilung eingesetzt. 19 Patientinnen waren bereits mehrfach voroperiert. Ergebnis: In jeweils 6 Fällen konnten mittels MRT eine Adenomyosis uteri und Endometriosezysten der Ovarien diagnostiziert werden, welche sich bei den operierten Patientinnen bestätigten. Die in der MRT diagnostizierte Darmendometriose bei 2 symptomatischen Patientinnen konnte laparoskopisch nicht gesehen werden. Bei 1 Patientin lag in der MRT eine Narbenendometriose am Vaginalstumpf nach Hysterektomie vor, welche sich inspektorisch bestätigte. Bei 5 der 7 operierten Patientinnen wurden laparoskopisch zusätzliche, mittels MRT nicht sichtbare Endometrioseimplantate gesehen: In 3 Fällen lag eine Endometriosemanifestation des Harnblasenperitoneums und der sacrouterinen Ligamente, in jeweils einem Fall lagen Endometrioseimplantate im Douglasraum und im rektovaginalen Septum vor. Schlussfolgerung: In der MRT kann mit einer hohen Treffsicherheit die Diagnose der Adenomyosis uteri gestellt werden. Endometriosezysten der Ovarien können ebenso zuverlässig diagnostiziert werden. Die MRT kann somit in der praeoperativen Diagnostik von Läsionen hilfreich sein, welche mittels Laparaskopie nicht einsehbar sind. Die Nachteile der MRT liegen in der eingeschränkten Darstellbarkeit peritonealer Endometrioseimplantate, der tiefen Endometriose und Läsionen kleiner 0,5cm. Möglicherweise kann durch die Verwendung geeigneter Blutungssequenzen in der MRT die diagnostische Treffsicherheit erhöht werden.
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DOI: 10.1055/s-2004-827680
Einsatz der MRT in der praeoperativen Diagnostik und Verlaufsbeurteilung der Endometriose
Ziele: Bestimmung der diagnostischen Wertigkeit der Magnetresonanztomographie (MRT) in der praeoperativen Diagnostik und Verlaufsbeurteilung der Endometriose. Methode: Bei 21 Patientinnen mit Endometriose (Alter: 25–46 Jahre, mittleres Patientenalter 36 Jahre) wurde eine MRT des kleinen Beckens durchgeführt. Bei 7 Patientinnen erfolgte die Untersuchung praeoperativ, in 14 Fällen wurde sie zur postoperativen Verlaufsbeurteilung eingesetzt. 19 Patientinnen waren bereits mehrfach voroperiert. Ergebnis: In jeweils 6 Fällen konnten mittels MRT eine Adenomyosis uteri und Endometriosezysten der Ovarien diagnostiziert werden, welche sich bei den operierten Patientinnen bestätigten. Die in der MRT diagnostizierte Darmendometriose bei 2 symptomatischen Patientinnen konnte laparoskopisch nicht gesehen werden. Bei 1 Patientin lag in der MRT eine Narbenendometriose am Vaginalstumpf nach Hysterektomie vor, welche sich inspektorisch bestätigte. Bei 5 der 7 operierten Patientinnen wurden laparoskopisch zusätzliche, mittels MRT nicht sichtbare Endometrioseimplantate gesehen: In 3 Fällen lag eine Endometriosemanifestation des Harnblasenperitoneums und der sacrouterinen Ligamente, in jeweils einem Fall lagen Endometrioseimplantate im Douglasraum und im rektovaginalen Septum vor. Schlussfolgerung: In der MRT kann mit einer hohen Treffsicherheit die Diagnose der Adenomyosis uteri gestellt werden. Endometriosezysten der Ovarien können ebenso zuverlässig diagnostiziert werden. Die MRT kann somit in der praeoperativen Diagnostik von Läsionen hilfreich sein, welche mittels Laparaskopie nicht einsehbar sind. Die Nachteile der MRT liegen in der eingeschränkten Darstellbarkeit peritonealer Endometrioseimplantate, der tiefen Endometriose und Läsionen kleiner 0,5cm. Möglicherweise kann durch die Verwendung geeigneter Blutungssequenzen in der MRT die diagnostische Treffsicherheit erhöht werden.
Key words
Endometriose - Becken- MRT - praeoperative Diagnostik - Laparaskopie - Verlaufsbeurteilung
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