Ist Endometriose eine progrediente Erkrankung? Morphologische Befunde zur Klärung dieser klinisch relevanten Frage

In: Geburtshilfe und Frauenheilkunde · 2015 · vol. 75(07) · doi:10.1055/s-0035-1558367 · W2500422550
article OA: closed CC0
Full text JSON View on OpenAlex View at publisher
AI-generated summary by claude@2026-06, 2026-06-08

This study examined morphological findings to clarify whether endometriosis is a progressive disease, given the limited data available and reliance on animal models and laparoscopic observations.

One-sentence paraphrase of the abstract; not a substitute for reading it. No clinical advice. How this works

AI-generated deep summary by claude@2026-06, 2026-06-08 · read from full text

Die Studie untersuchte retrospektiv histologische Präparate von 146 Endometriosepatientinnen (2014) und verglich bei unbehandelten Fällen (n=75) sowie bei behandelten Patientinnen (Gestageneinnahme mit/ohne Ethinylestradiol, n=46; GnRH-Analoga, n=25) die morphologischen Parameter der Herdgröße, Invasionstiefe und semiquantitativ die proliferative Aktivität nach Altersklassen. Die Autoren fanden eine Tendenz, dass kleine Herde (5 mm) mit dem Alter eher zunehmen; mittlere Herdgrößen (2–5 mm), Invasionstiefe und Proliferation zeigten ähnliche Altersmuster, jedoch ohne statistische Signifikanz, unter anderem aufgrund kleiner Untergruppen. Als Einschränkung betonen sie die fehlende Signifikanz und die geringe Fallzahl in den Subgruppen, wodurch die Progressionsfrage nur tendenziell beantwortet werden kann. This paper is centrally about endometriosis — it addresses whether endometriosis is progressive by analyzing age-related histomorphological changes (lesion size, invasion depth, and proliferation).

Read from the paper's body, not the abstract. Not a substitute for reading the paper. No clinical advice. How this works

Abstract

Man schätzt, dass etwa 10% aller Frauen im Reproduktionsalter eine Endometriose haben und dass bei Sterilitätspatientinnen die Inzidenz bis 50% ansteigt. Sie ist eine östrogenabhängige benigne proliferative Erkrankung, wobei die Datenlage zur Progression dürftig ist und sich auf Tiermodelle und laparoskopische Befunde bei Patientinnen stürzt (1).
Full text 3,176 characters · extracted from oa-doi-fallback · click to expand
Subscribe to RSS DOI: 10.1055/s-0035-1558367 Ist Endometriose eine progrediente Erkrankung? Morphologische Befunde zur Klärung dieser klinisch relevanten Frage Einleitung: Man schätzt, dass etwa 10% aller Frauen im Reproduktionsalter eine Endometriose haben und dass bei Sterilitätspatientinnen die Inzidenz bis 50% ansteigt. Sie ist eine östrogenabhängige benigne proliferative Erkrankung, wobei die Datenlage zur Progression dürftig ist und sich auf Tiermodelle und laparoskopische Befunde bei Patientinnen stürzt (1). Fragestellung: Wenn die Endometriose eine proliferative Erkrankung ist, dann sollte mit zunehmendem Alter der Schweregrad der Erkrankung zunehmen. Morphologisch bedeutet das, dass die Ausdehnung und die Invasionstiefe zunehmen müssten und die Proliferation sich ebenfalls verändern dürfte. Material und Methode: Wir untersuchten die histologischen Präparate von 146 Endometriosepatientinnen aus dem Jahr 2014 retrospektiv anhand der HE gefärbten Schnitte und bestimmten lichtmikroskopisch Durchmesser der Herde, Invasionstiefe und semiquantitativ die proliferative Aktivität. Es wurden drei unterschiedliche Gruppen untersucht: Kollektiv A = unbehandelte Endometriose (n = 75); zum Vergleich 71 Fälle mit behandelter Endometriose. Davon Kollektiv B = Fälle unter Gestageneinfluss (n = 46) [mit oder ohne Ethinylestradiol] und Kollektiv C = Fälle unter GnRH-Analoga Behandlung (n = 25). Ergebnisse: Im Gesamtkollektiv finden sich die kleinen Herde unter 2 mm Durchmesser in der jüngsten Altersklasse (unter 21 Jahre) mit abnehmender Tendenz bei zunehmendem Alter. Umgekehrt nehmen die großen Herde (über 5 mm) mit dem Alter zu, während die mittlere Größe (2 – 5 mm) keine Tendenz erkennen lässt und in allen Altersklassen ähnlich häufig vorkam. Gleiches lässt sich für die Invasionstiefe als auch für die proliferative Aktivität zeigen, wobei die Veränderungen – auch wegen der kleinen Fallzahl in den Untergruppen – nicht signifikant sind. Da jede endokrine Therapie auf Grund ihrer antioöstrogenen Wirkungsmechanismen die östrogenabhängige Proliferation potenziell reduziert, haben wir die Endometrioseherde von Frauen, die die beiden Haupttherapieoptionen – Gestagenbehandlung oder GnRH-Analogon-Suppressionstherapie – erhielten, ebenfalls untersucht. Wir fanden eine ähnliche Verteilung. Geringe Herdgröße, wenig Invasion und geringe Proliferation in den jungen Altersklassen und fortgeschrittene Befunde mit mehr Proliferation in höherem Alter. Auch hier eine Tendenz, denn eine statistische Signifikanz ließ sich nicht zeigen. Schlussfolgerung: Die Endometriose ist nach morphologischen Gesichtspunkten eine Erkrankung mit variationsreichem Erscheinungsbild sowohl hinsichtlich Ausdehnung und Invasion als auch Proliferation in den verschiedenen Altersklassen. Tendenziell schreitet die Erkrankung mit zunehmendem Alter fort, wobei sich erhebliche individuelle Unterschiede in der Progression zeigen. Dies und die für die einzelnen Untergruppen zu geringe Fallzahl könnte die fehlende Signifikanz in unserer Studie erklären. [1] Savaris, R.F., Nichols, H., Lessey, B. Endometriosis and the enigmatic question of progression. JEPPD, 6 (2014) 121 – 126

Text is read by the "Ask this paper" AI Q&A widget below. Extraction quality varies by source — PMC NXML preserves structure cleanly, OA-HTML may include some navigation residue, and OA-PDF can have broken hyphenation. The publisher copy (via DOI) is the canonical version.

My notes (saved in your browser only)

Ask this paper AI returns verbatim quotes from the full text · source: oa-doi-fallback

Answers must be backed by verbatim quotes from this paper's full text. Hallucinated quotes are dropped automatically; if no verbatim passage answers the question, we say so. How this works

Condition tags

die_deep_infiltrating

Citation neighborhood (no data yet)

We don't have any in-corpus citations linked to this paper yet. The paper's references may be in our DB but unresolved to ``paper_id`` (resolution happens at ingest when the cited DOI matches a row we already have). Run the cross-source citation reconcile pass to retry.

Source provenance

openalex
last seen: 2026-06-10T17:14:06.276822+00:00
License: CC0 · commercial use OK