The value of magnetic resonance imaging as an examination modality for endometriosis in women of childbearing age
dissertation
OA: closed
CC0
Abstract
Problem: Bei Endometriose handelt es sich um eine der häufigsten benignen gynäkologischen Erkrankungen von Frauen gebärfähigen Alters. Dabei können sich die oftmals unspezifischen Symptome von Frau zu Frau unterschiedlich äußern. Bis zur Diagnose durchlaufen Betroffene oftmals eine Odyssee an Arztbesuchen. Eine Möglichkeit zur Feststellung endometriotischer Läsionen stellt hier die Magnetresonanztomographie dar. Fragestellung: Über welchen Stellenwert verfügt die MRT als bildgebende Modalität zur Untersuchung von Endometriose bei Frauen gebärfähigen Alters? Hypothese: Die MRT hat einen hohen Stellenwert zur Untersuchung von Endometriose bei Frauen gebärfähigen Alters und gilt mittlerweile als Goldstandard. Methode: Um einen Einblick in die aktuelle Studienlage zu gewinnen, wurde unter Verwendung der Schlagwörter „Endometriose“ und „MRT“ in deutscher und englischer Sprache eine Literaturrecherche in den Datenbanken PubMed und ScienceDirect, sowie der Metadatenbank Google Scholar durchgeführt. Um die Anzahl der Resultate einzugrenzen, wurde der Publikationszeitraum auf die Jahre 2018-2021 beschränkt. Die verfügbaren Ergebnisse wurden auf sieben Studien reduziert, welche in weiterer Folge analysiert und das Wichtigste herausgefiltert wurde. Ergebnisse: Die Studien zeigen eine hohe Sensitivität der Magnetresonanztomographie bei der Detektion von Endometrioseherden. Bezüglich der tiefinfiltrierenden Endometriose kann mittels MRT und unter Einbeziehung des ENZIAN-Scores eine gute präoperative Einschätzung über die Lokalisation und Ausdehnung der Läsionen erfolgen. Diskussion: Mithilfe der MRT können endometriotische Läsionen, insbesondere tief infiltrierende Herde, besonders gut detektiert werden. Eine längere Untersuchungsdauer, aufgrund einer zusätzlichen suszeptibilitätsgewichteten Sequenz, sollte in Anbetracht der dadurch gesteigerten Sensitivität, in Kauf genommen werden. Allein ist die MRT allerdings noch nicht ausreichend genug. Zur tatsächlichen Sicherung der Diagnose ist eine Laparoskopie nach wie vor unumgänglich. Schlussfolgerung: Die MRT ist der Sonographie größtenteils überlegen, kann die Laparoskopie allerdings derzeit noch nicht ersetzen. Dennoch eignet sich die MRT gut zur präoperativen Einschätzung, sodass sie einen wichtigen Baustein in der Diagnostik von Endometriose darstellt. Da sie allerdings allein noch nicht ausreichend genug ist, um den Goldstandard zur Diagnose von Endometriose zu erfüllen, wird die Arbeitshypothese „Die MRT hat einen hohen Stellenwert zur Untersuchung von Endometriose bei Frauen gebärfähigen Alters und gilt mittlerweile als Goldstandard“ widerlegt.
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- openalex
- last seen: 2026-06-10T17:14:06.276822+00:00
License: CC0
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