Die Tuberkulose der weiblichen Genitalien und des Peritoneums

In: Bauchfellentzündung Genitaltuberkulose Krankheiten des Beckenbindegewebes · 1933 · pp. 179–465 · doi:10.1007/978-3-642-48119-2_2 · W2114942688
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Abstract

Bereits in der letzten Vorkriegszeit ist in den Frauenkliniken der Großstädte die Tuberkulose der weiblichen Genitalorgane durch das Überwiegen anderer ünterleibs-erkrankungen etwas in den Hintergrund gedrängt. Diese Entwicklung hat in der Nachkriegszeit durch die außerordentliche Zunahme der Gonorrhöe, der artifiziellen Aborte und deren Komplikationen weitere Fortschritte gemacht. Sie wird jetzt, wenigstens bis zu einem gewissen Grade, auch in kleineren Orten und ländlichen Gegenden in Erscheinung treten. In den Frauenkliniken Hamburgs sind Einweisungen mit der Diagnose Genitaltuberkulose eine Seltenheit geworden. Es bleibt dies trotz der erwähnten Zunahme der anderen Unterleibserkrankungen auffallend, wenn man sich vor Augen hält, daß die Tuberkulose anderer Organe insbesondere die der Lungen in dem ersten Jahrzehnt der Nachkriegszeit sehr viel häufiger wie früher zur Beobachtung gekommen ist.

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