Nutrition as a supportive measure for endometriosis : a needs analysis in terms of knowledge and nutrition-specific counselling for patients with endometriosis
dissertation
OA: closed
CC0
Abstract
Hintergrund: Endometriose betrifft weltweit etwa jede zehnte menstruierende Person und ist häufig mit Schmerzen, Verdauungsbeschwerden und psychosozialen Belastungen verbunden. Obwohl Ernährung für viele Frauen, die an die Endometriose leiden, eine bedeutende Rolle im Umgang mit der Erkrankung spielt, wird ihr Einfluss in der medizinischen Versorgung bislang häufig vernachlässigt. Diese Arbeit verfolgte das Ziel, einen Überblick über das Ernährungswissen betroffener Frauen in Österreich zu gewinnen, ihre genutzten Informationsquellen zu erfassen und daraus mögliche Unterstützungsbedarfe abzuleiten.Methodik: Die Datenerhebung wurde über eine Online-Umfrage durchgeführt, die vom 19. März bis 30. April 2025 aktiv war (n = 90). Erfasst wurden soziodemografische Daten sowie Informationen zu subjektivem Ernährungswissen, Informationsverhalten, Vertrauen in Fachkräfte und Ernährungsgewohnheiten. Das objektive Ernährungswissen sowie die Häufigkeit des Lebensmittelverzehrs wurden mithilfe des validierten KomPAN®-Fragebogens erhoben. Die Auswertung erfolgte deskriptiv und inferenzstatistisch.Ergebnisse: Das objektive Ernährungswissen lag mit einem Mittelwert von 8,4 von maximal 25 Punkten im unteren Bereich. Soziale Medien waren die häufigste Informationsquelle, obwohl Diätolog:innen das höchste Vertrauen entgegengebracht wird. Eine signifikante Assoziation zeigte sich zwischen der Bereitschaft zur Verhaltensänderung und dem Vertrauen in Fachkräfte (ρ = 0,373; p < 0,001) sowie deren Inanspruchnahme (ρ = 0,650; p < 0,001). Einige Frauen berichteten von Verdauungsbeschwerden sowie Unsicherheiten im Umgang mit Ernährung und äußerten einen klaren Wunsch nach fundierter, individualisierter Beratung. Diskussion: Die Ergebnisse unterstreichen den hohen Informations- und Unterstützungsbedarf von Frauen mit Endometriose oder dem Verdacht auf Endometriose im Bereich Ernährung. Die häufige Nutzung informeller Quellen deutet auf Unsicherheiten und ein fehlendes vertrauenswürdiges Beratungsangebot hin. Die Ergebnisse liefern wichtige Hinweise für zukünftige Forschung und betonen die Notwendigkeit einer strukturierten, evidenzbasierten und zugänglichen ernährungsmedizinische Betreuung im Rahmen der Endometriose-Therapie.
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- last seen: 2026-06-10T17:14:06.276822+00:00
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