IVF/ICSI-Therapie im ultralangen Protokoll bei Endometriosepatientinnen

In: Geburtshilfe und Frauenheilkunde · 2007 · vol. 67(09) · doi:10.1055/s-2007-989154 · W2729664745
article OA: closed CC0
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Abstract

Bei schwerer Endometriose ist die In-vitro-Fertilisation (IVF) zur Realisierung des Kinderwunsches eine etablierte Methode. Dass dabei im ultralangen Stimulationsprotokoll bessere Ergebnisse erzielt werden können, ist beschrieben. Wir behandelten in unserer Einrichtung bei einer Endometriose III°. bisher insgesamt 14 Frauen im Ultra long-Protokoll, davon 9 Frauen mittels IVF und 5 Frauen mittels ICSI, da zusätzlich eine andrologische Sterilität vorlag. GnRH-Analoga wurden durchschnittlich 4,5 Monate verabreicht. Ohne nochmalige Menstruationsblutung wurde die FSH-Stimulation ca. 2 Wochen nach der letzten GnRH-Analoga-Injektion begonnen. Bei allen Frauen konnten Eizellen gewonnen werden. Es kam bis auf eine Ausnahme zum Embryotransfer von durchschnittlich 1,8 Embryonen. Die Schwangerschaftsrate pro Embryotransfer betrug 71,4%. Im Vergleich zu unseren Gesamtzahlen laut „Deutschem IVF Register“ 2006 und zum Bundesdurchschnitt 2006 in der IVF/ICSI-Therapie ist dies eine deutliche Steigerung der Schwangerschaftsrate. In der Literatur werden schlechtere Implantationsraten im Vergleich zu „Nicht-Endometriose-Patientinnen“ im langen Protokoll (GnRH-Analoga für 3–4 Wochen) angegeben (Barnhardt 2002). Im ultralangen Protokoll jedoch kann dies nicht mehr nachgewiesen werden. D.h., dass eine IVF/ICSI-Therapie bei Endometriosepatientinnen am erfolgsversprechendsten im ultralangen Protokoll durchgeführt werden sollte.

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