Full text
6,719 characters
· extracted from
oa-doi-fallback
· click to expand
Access this article
We’re sorry, something doesn't seem to be working properly.
Please try refreshing the page. If that doesn't work, please contact support so we can address the problem.
Literaturverzeichnis
Ludwig Pick, Über Neurofibromatose und partiellen Riesenwuchs, insbesondere über die sektorenförmige Kombination von wahrem partiellen Riesenwuchs des Darmes mit mesenterialer Neurofibromatose. Ziegl. Beitr. z. allg. Patholog. und path. Anat.71, 560. 1923; vgl. dort auch die genannten Autoren.
C. Hueter, Über entzündliche drüsenartige Neubildungen des Peritoneums (Peritonitis adenoides). Frankf. Ztschr. f. Pathologie21, 283. 1918.
—Vgl. u. l. c..
Robert Meyer, Über entzündliche heterotope Epithelwucherungen im weiblichen Genitalgebiete und über eine bis in die Wurzel des Mesocolon ausgedehnte benigne Wucherung des Darmepithels. Virch. Arch.195, 487. 1909; auch Verhdlg. d. Dtsch. patholog. Gesellsch., XII. Tagg., S. 148. 1908.
Th. S. Cullen, Arch. of surgery.1, 270. 1920.
Arnold Lauche, Die extragenitalen heterotopen Epithelwucherungen vom Bau der Uterusschleimhaut (Fibroadenomatosis seroepithelialis), Virch. Arch.243, 298. 1923.
R. de Josselin de Jong, Subseröse Adenomyomatose des Dünndarms. Virch. Arch.211, 141. 1913.
Nach Abschluß des Manuskripts brichtet,Th. Tobler einen weiteren einschlägigen Fall von endometrioider Fibroadenomatose an der Flexura sigmoidea (Über tumorartige entzündliche uterindrüsenähnliche Wucherungen des Peritonealepithels am Colon sigmoideum [„Peritonitis adenoides”Hueter], Frankf. Zeitschr. f. Pathologie29, H. 3, S. 543. 1923). Bei 38 jähr. III para Laparotomie und Entfernung einer linksseitigen faustgroßen Cyste des Eierstocks; die linke Tube ist mit einer derb verdickten, narbig eingezogenen Stelle der Flexur verwachsen. Wegen Krebsverdacht Resektion der Flexur in 5 cm Länge. Die Darmwand ist bis auf 1,5 cm verdickt und in diesem Bereich die Muskulatur bis auf kleine Inseln durch weißglänzendes, narbig fibröses Gewebe von zum Teil fächerförmiger Anordnung ersetzt. Schleimhaut glatt.—Endometrioide, untereinander zusammenhängende Züge—vgl. auch die Abbildung—, durchsetzen vom subserösen Fettgewebe aus die verdickte Längs- und Ringmuskulatur. Sie erlangen in den Muskelschichten ihre vollste Entwicklung sowohl hinsichtlich der Drüsen wie des Gerüstes. Sie bilden in „Inseln” größere Haufen; andere Male erscheinen die Drüsen hintereinander „im Gänsemarsch”. Zahlreiche Drüsen zeigen typische Doppelsägeform, wie von der Schleimhaut des Gebärmutterkörpers her bekannt. Die Lichtung der Schläuche ist vielfach etwas erweitert; einige enthalten krümeliges Material oder schlecht erhaltenes Blut. Die Abgrenzung gegen die Submucosa erfolgt gewöhnlich durch einen quergestellten ampullären Drüsenschlauch mit reichlichem cytogenen Gerüst und Hohem Epithel auf der basalen Seite, an der die Drüsenschläuche eintreten, mit abgeplattetem, an das einfach bindegewebige Gerüst der Submucosa stoßende Epithel mucosawärts. Einzelne kleine Drüsenhaufen dringen bis in die tiefen Submucosalagen; nur ein Ausläufer erstreckt sich weit gegen die Muscularis mucosae, erreicht sie aber nicht. Die Submucosa ist an der Stelle der knotigen Darmverdickung deutlich verbreitert und enthält zahlreiche strich- und mehr herdförmige Lymphocytenansammlungen. Schleimhaut auch mikroskopisch ohne Veränderungen. In der Subserosa dringt ein Drüsenschlauch in einen sonst normalen Lymphknoten und bildet hier unter Verlust des cytogenen Mantels eine von regelmäßigem hochzylindrischen Epithel ausgekleidete Cyste im Lymphdrüsenmark. Die Eierstockscyste erweist sich als „Cystoma uniloculare simplex”. Serienschnitte beweisen den unmittelbaren Übergang des Serosaepithels in die Drüsenschläuche („Metaplasie des platten Peritonealepithels in Zylinderepithel”). —Tobler nimmt an, daß in diesem wie in den entsprechenden Fällen des Schrifttums (Josselin de Jong, Hueter) unter dem Reiz einer wohl stets den wachstumsauslösenden Faktor abgebenden Entzündung sich anfänglich ein zellreiches Granulationsgewebe bildet, das „gewissermaßen die Gleitbahn für das bald hineinwuchernde Serosaepithel” abgibt und sich selbst zum sog. cytogenen Gerüst umwandelt. Das Einwuchern des Serosaepithels ist nur ein besonderer Fall einer allgemeinen Erscheinung an serösen Häuten (Pleura, Perikard).Tobler möchte den Vorgang mitHueter „adenoide Peritonitis” benennen, wennschon ihm mit Rücksicht auf das morphologische Endprodukt „die Bezeichnung ‘Peritonitis’ etwas unglücklich gewählt” erscheint. — Unsere eigene Stellungnahme zu der AuffassungToblers ist teils in unseren obigen Ausführungen, teils auch in den weiter unten angeführten neuerlichen ThesenL. Picks gegeben.
L. Pick hat letzthin (Sitzung der Berliner Gesellschaft f. patholog. Anatomie und vergl. Pathologie v. 13. XII. 1923) unter Vorzeigung seines einschlägigen Materials die endometrioide Adenomatose bzw. endometrioiden Adenomyome des Darmes sowie der Appendix in ihren Beziehungen zu den gleichartigen Bildungen der Laparotomienarben, des Nabels, der Leistengegend und zu der „Adenomyose” der weiblichen Genitale unter besonderer Bezugnahme auf das von ihm 1905 (Arch. f. Gynäkologie76, H. 2: „Über besondere Formen des Adenoma ovarii: Adenoma testiculare undAdenoma endometrioides ovarii”; Teil III in „Über Neubildungen am Genitale” usw.) beschriebeneAdenoma endometrioides ovarii und die von ihm vielfach bestätigten AusführungenLauches besprochen und seine Ableitungen zu folgenden Sätzen geformt: 1. Das Bauchfell—undnur das Bauchfell,nicht die Pleura oder das Perikard —hat bei der geschlechtsreifen Frau die Fähigkeit zu endometrioider infiltrierend wachsender Wucherung. 2. Die endometrioiden Gewebebildungen nehmen zuweilen klinisch (vgl. beiLauche) oder grobanatomisch (vgl. Bildung großer Blutcysten im Adenoma endometrioides ovarii), immer aber histologisch feststellbar an der Menstruation teil. 3. Das Bauchfell besitzt die Fähigkeit zu endometrioider Wucherung an vielen Punkten, vielleicht — worauf gerade die wechselnde Lokalisation der endometrioiden Fibroadenomatosen und Adenomyome des Darmes in seinen verschiedenen Abschnitten (Dünndarm, Dickdarm, Appendix) verweist — anallen Punkten.
Vgl. auch.R. de Josselin de Jong, Zur Frage der subserösen Adenomyomatosis des Dünndarms. Frankf. Zeitschr. f. Pathologie22, 400. 1920.
Author information
Authors and Affiliations
Additional information
Mit 2 Textabbildungen.
Rights and permissions
About this article
Cite this article
Suzuki, S. Über endometrioides Adenomyom und endometrioide Adenomatose des Wurmfortsatzes. Virchows Arch. path Anat. 250, 579–594 (1924). https://doi.org/10.1007/BF01891396
Received:
Issue date:
DOI: https://doi.org/10.1007/BF01891396
Text is read by the "Ask this paper" AI Q&A widget below.
Extraction quality varies by source — PMC NXML preserves structure
cleanly, OA-HTML may include some navigation residue, and OA-PDF can
have broken hyphenation. The publisher copy
(via DOI)
is the canonical version.