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by claude@2026-06, 2026-06-10
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This paper summarizes an update of the German S2k guideline on diagnosis and therapy of chronic lower abdominal pain in women, framing assessment and treatment within a bio-psycho-social model and emphasizing the importance of balancing findings against their relevance to the actual pain mechanism within the doctor–patient relationship. It recommends laparoscopy as the instrument of choice for operative diagnosis and therapy while explicitly noting limited evidence for specific procedures such as adhesiolysis, and it highlights that repeated surgeries require especially critical evaluation, with additional care in adolescents and obtaining sensitive aspects of history when appropriate. It states that, regarding endometriosis, symptoms can occur before menarche, about 5% may be associated with genital anomalies, severe ovarian manifestations are common, but deep infiltrating endometriosis is rare, and it calls for multidisciplinary treatment with early integration of psychosomatic basic care and psychotherapy plus pelvic floor–specific physiotherapy when pelvic muscle tone/trigger points are present. This paper is centrally about endometriosis — it includes specific guideline considerations about endometriosis timing, associations with genital anomalies, and relative frequency of ovarian versus deep infiltrating forms within a broader guideline on chronic lower abdominal pain.
Abstract
Beim chronischem Unterbauchschmerz ist eine kritische Abwägung zwischen erhobenen Befunden und ihrer Bedeutung für die tatsächliche Schmerzgenese erforderlich, dabei sind Diagnostik und Therapie in die Arzt-Patientinnen-Beziehung eingebettet. Die Einbeziehung des bio-psycho-sozialen Modells bildet hierfür die Grundlage der therapeutischen Haltung für das ärztliche Handeln. Für die operative Diagnostik und Therapie wird die Laparoskopie als Instrument der Wahl empfohlen, auch wenn die eingeschränkte Datenlage bezüglich definierter Maßnahmen z.B. der Adhäsiolyse zu berücksichtigen ist. Eine besonders kritische Abwägung ist bei wiederholten operativen Eingriffen erforderlich. Besonders sorgfältige Prüfung der Maßnahmen muss bei Adoleszenten erfolgen. In der Phase der Loslösung vom Elternhaus ist die Anamnese möglichst ohne Eltern zu erheben. Relevante Themen können sexuelle Aktivität, Substanzabusus und körperliche und/oder sexuelle Gewalt sein. Hinsichtlich der Endometriose ist zu bedenken, dass diese auch vor der Menarche auftreten kann und in etwa 5% mit Gynatresien/-anomalien vergesellschaftet sein kann. Schwere ovarielle Manifestationen sind häufig, tief infiltrierende Endometriose jedoch selten. Eine multidisziplinäre Therapie ist sinnvoll. In das Behandlungskonzept sollte die psychosomatische Grundversorgung von Beginn an und Psychotherapie frühzeitig integriert werden. Es liegen nur vereinzelte methodisch gute Studien zu medikamentösen, operativen und psychotherapeutisch-psychosomatischen Therapieansätzen vor. Eine Beckenboden-spezifische Physiotherapie ist hinsichtlich der Therapie Chronischer Unterbauchschmerzen zu empfehlen, insbesondere wenn ein veränderter Muskeltonus und/oder schmerzhafte Triggerpunkte im Bereich der Beckenmuskulatur bestehen. Der Heilungsverlauf beim chronischen Unterbauchschmerz stellt an alle Beteiligten eine hohe Herausforderung im Hinblick auf die Bewältigung von Frustrationen dar. Die dabei ausgelösten, oft unbewussten Emotionen können schwerwiegende Auswirkungen auf die Arzt-Patientinnen-Beziehung haben und im extremen Fall von vernachlässigender Diagnostik und Therapie bis zu nicht gerechtfertigten invasiven Eingriffen führen. Im Vortrag werden ausgewählte Aspekte der aktualisierten S2k-Leitlinie zum Chronischen Unterbauchschmerz der Frau berücksichtigt und exemplarische Kasuistiken dargestellt.
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DOI: 10.1055/s-0036-1597738
Psychosomatik für die Praxis: Neues zu Diagnose und Therapie des chronischen Unterbauchschmerzes – Aktualisierung der S2k-Leitlinie
Authors
Publication History
Publication Date:
06 March 2017 (online)
Beim chronischem Unterbauchschmerz ist eine kritische Abwägung zwischen erhobenen Befunden und ihrer Bedeutung für die tatsächliche Schmerzgenese erforderlich, dabei sind Diagnostik und Therapie in die Arzt-Patientinnen-Beziehung eingebettet. Die Einbeziehung des bio-psycho-sozialen Modells bildet hierfür die Grundlage der therapeutischen Haltung für das ärztliche Handeln. Für die operative Diagnostik und Therapie wird die Laparoskopie als Instrument der Wahl empfohlen, auch wenn die eingeschränkte Datenlage bezüglich definierter Maßnahmen z.B. der Adhäsiolyse zu berücksichtigen ist. Eine besonders kritische Abwägung ist bei wiederholten operativen Eingriffen erforderlich. Besonders sorgfältige Prüfung der Maßnahmen muss bei Adoleszenten erfolgen. In der Phase der Loslösung vom Elternhaus ist die Anamnese möglichst ohne Eltern zu erheben. Relevante Themen können sexuelle Aktivität, Substanzabusus und körperliche und/oder sexuelle Gewalt sein. Hinsichtlich der Endometriose ist zu bedenken, dass diese auch vor der Menarche auftreten kann und in etwa 5% mit Gynatresien/-anomalien vergesellschaftet sein kann. Schwere ovarielle Manifestationen sind häufig, tief infiltrierende Endometriose jedoch selten. Eine multidisziplinäre Therapie ist sinnvoll. In das Behandlungskonzept sollte die psychosomatische Grundversorgung von Beginn an und Psychotherapie frühzeitig integriert werden. Es liegen nur vereinzelte methodisch gute Studien zu medikamentösen, operativen und psychotherapeutisch-psychosomatischen Therapieansätzen vor. Eine Beckenboden-spezifische Physiotherapie ist hinsichtlich der Therapie Chronischer Unterbauchschmerzen zu empfehlen, insbesondere wenn ein veränderter Muskeltonus und/oder schmerzhafte Triggerpunkte im Bereich der Beckenmuskulatur bestehen. Der Heilungsverlauf beim chronischen Unterbauchschmerz stellt an alle Beteiligten eine hohe Herausforderung im Hinblick auf die Bewältigung von Frustrationen dar. Die dabei ausgelösten, oft unbewussten Emotionen können schwerwiegende Auswirkungen auf die Arzt-Patientinnen-Beziehung haben und im extremen Fall von vernachlässigender Diagnostik und Therapie bis zu nicht gerechtfertigten invasiven Eingriffen führen. Im Vortrag werden ausgewählte Aspekte der aktualisierten S2k-Leitlinie zum Chronischen Unterbauchschmerz der Frau berücksichtigt und exemplarische Kasuistiken dargestellt.
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