Warum sind Quintparallelen verboten?

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Abstract

Erklingen in einem Musikstück zwei Quinten im Sinne von Quintparallelen hintereinander, so wird die Musik dadurch als "falsch" oder "störend" empfunden. Eine allgemein anerkannte Begrüdung dafür gab es bisher nicht. In dieser Arbeit wird eine Begründung vorgestellt, die auf der Strebetendenz-Theorie basiert. Nach dieser kommt der Quinte im Dreiklang die Rolle eines Hintergrund, gleichsam einer Bühne zu, auf der die Terz ihre sensible Wirkung beim Hörerlebnis enitfalten kann. Klingen nun Quintparallelen, ist der Eindruck vergleichbar mit einem Theaterstück, bei dem sich nicht nur die Schauspieler auf der Bühne bewegen, sondern bei dem sich die ganze Bühne mit einem Ruck zur Seite verschiebt, was beim Betrachter den Eindruck erwecken könnte, ein unvorhergesehenes Ereignis hätte die Handlung der Theateraufführung gestört. Entsprechend erwecken auch Quintparallelen in bestimmten Stilrichtungen den Eindruck, es sei etwas passiert, was eigentlich nicht Teil der betreffenden Komposition, sondern fehlerhaft und störend ist.

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europepmc
last seen: 2026-05-19T01:45:01.086888+00:00