Darminfiltration bei tief infiltrierender Endometriose: Korrelation von klinischem Befund, Endosonographie und intraoperativem Befund
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OA: green
CC0
Abstract
Die Darmendometriose ist eine besondere Form der Endometriose. In ca. 3- 34% der Fälle wird eine Dickdarmbeteiligung beschrieben [81, 82]. In den letzten Jahren gab es große Fortschritte in Diagnostik und Verständnis der Darmendometriose, die eine gezieltere Diagnose und Therapie ermöglichen. In diesem Zusammenhang soll die Bedeutung der Endosonographie in der Diagnostik der Endometriose untersucht werden. Ausgewertet wurden die Daten, im Rahmen einer retrospektiven Datenanalyse, von 134 gynäkologischen Patientinnen im Zeitraum von 2013-2016 mit Endometriose und Symptomen der Darmbeteiligung, die eine endosonographische Untersuchung erhielten und im Endometriose-Zentrum der Charité behandelt wurden. Die Patientinnen mit positivem Endosonographiebefund und/oder klinischen Symptomen wurden im Rahmen weiterer Diagnostik nach einer standardisierten laparoskopischen Operationsmethode behandelt. Der histopathologische Befund diente als Referenzmethode. Für die Durchführung der statistischen Berechnungen wurde IBM SPSS Statistics 24 verwendet. Bei 134 Patientinnen wurde histologisch eine Endometriose bestätigt. In 61,2 % der Fälle (n = 82) konnte eine Darminfiltration nachgewiesen werden. 43/52 (82,7 %) Frauen ohne Darmbeteiligung wurden palpatorisch korrekt als Fall ohne Darmbeteiligung erkannt, 9/52 Tastbefunden waren falsch positiv (17,3%). 66/82 der Frauen mit Darmbeteiligung wurden palpatorisch korrekt als Fall mit Darmbeteiligung erkannt (Sensitivität 80,5%). 66/75 Patienten mit positivem Tastbefund hatten auch operativ eine Darmbeteiligung (Spezifität 88%). (Accuracy 109 von 134 = 81,3%) 42/52 (80,8 %) der Frauen wurden ohne Darmbeteiligung korrekt als Fall ohne Darmbeteiligung bei der Endosonographie erkannt, 10/52 waren falsch positiv (19,2%). 74/82 der Frauen mit Darmbeteiligung wurden korrekt als Fall mit Darmbeteiligung endosonographisch erkannt (Sensitivität 90,2%). Bei 74/84 Patientinnen mit positivem Endosonographiebefund einer Endometriose konnte diese intraoperativ bestätigt werden (Spezifität 88%). (Accuracy 116 von 134 = 86,6%) Die Darmbeteiligung bei Endometrioseverdacht lässt sich mit Hilfe der Endosonographie präoperativ mit hoher Genauigkeit erkennen. Es zeigte sich ein signifikanter Zusammenhang zwischen endosonographischem Befund und intraoperativem Befund, sowohl basierend auf dem intraoperativen Situs als auch der histologischen Sicherung. Die Kombination aus Tastbefund und Endosonographie erhöht die Sensitivität.
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- openalex
- last seen: 2026-05-10T10:41:00.428268+00:00
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