Diagnoseverzögerung bei Endometriose in den Niederlanden: Eine Wechselwirkung zwischen Patient, Hausarzt und Gynäkologe

In: Geburtshilfe und Frauenheilkunde · 2015 · vol. 75(07) · doi:10.1055/s-0035-1558365 · W2620016269
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This study found that the average diagnostic delay for endometriosis in the Netherlands was 13.9 years, with significant contributions from patient, general practitioner, and gynecologist factors, highlighting areas for improvement in diagnosis.

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The study investigated factors contributing to diagnostic delay in endometriosis and quantified the relative contributions of patients, general practitioners, and gynecologists in the Netherlands. Using an online questionnaire, 320 women diagnosed with endometriosis reported a mean diagnostic delay of 13.9 years; the authors estimated a patient delay of 7.2 years, GP delay of 3.8 years, and gynecologist delay of 2.2 years, finding a significant correlation between patient and GP delay (longer patient delay associated with shorter GP delay, and vice versa). At the first GP consultation, only 35% of patients underwent a physical examination, and those who did had a shorter GP delay (2.4 vs 5.4 years), while GP-delay differences were also reported across specific first-visit actions such as lifestyle recommendations, pain medication, hormonal medication, and referral patterns. Imaging at the first gynecologic visit was associated with a shorter gynecologist delay (1.4 vs 2.6 years), and the paper’s main limitation is that results rely on retrospective self-report. This paper is centrally about endometriosis — it analyzes diagnostic delay contributions across patients, general practitioners, and gynecologists in the Netherlands.

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Abstract

Das Ziel dieser Studie war es, mögliche Mitursachen einer solchen Diagnoseverzögerung herauszufinden, und den Anteil von Patient, Hausarzt und Gynäkologe zu untersuchen. Ein online-Fragebogen wurde ausgefüllt von 320 Frauen mit der Diagnose Endometriose. Es wurde eine durchschnittliche Diagnoseverzögerung von 13,9 (+/- 8,4) Jahren gefunden. Hierbei wurde für die Patientinnen eine mittlere Diagnoselatenz (PD) von 7,2 (+/- 7,8) Jahren, für die Hausärzte eine Latenz (GPD) von 3,8 (+/-6,3) Jahren und für die Gynäkologen eine Verzögerung (GD) 2,2 (+/- 4,1) Jahren berechnet. Eine signifikante Korrelation (-0,41 p < 0,05) fand sich zwischen PD und GPD, nämlich dass eine längere PD zu einer kürzeren GPD führt und umgekehrt. Bei der ersten Konsultation des Hausarztes wurden nur 35% der Patientinnen körperlich untersucht. Die GPD bei diesen Patientinnen betrug 2,4 (+/- 5,0) Jahre, im Unterschied zu einer signifikant längeren GPD von 5,4 (+/- 7,1) Jahren bei den Patientinnen ohne körperliche Untersuchung beim Erstkontakt. Ein signifikanter Unterschied an GPD fand sich für verschiedene Punkte bei der Erstkonsultation: 1,7, 5,4, 7,7 und 0,1 Jahre für Empfehlungen zur gesundheitlichen Lebensweise, Verordnung von Schmerzmitteln, Hormoneller Medikation und direkter Überweisung zum Facharzt. Eine bildgebende Untersuchung bei dem ersten gynäkologischen Untersuchungstermin korrelierte mit einer signikant kürzeren GD, 1,4 (+/- 2,9) Jahre gegenüber 2,6 (+/- 4,7) Jahren ohne eine solche Untersuchung. Um Diagnoseverzögerungen bei Endometriose zu reduzieren, sollten sich sowohl Hausarzt und Gynäkologe bemühen; es ist aber auch erforderlich, dass die Patientin ihre Symptome ernst nimmt und sich dafür in Behandlung begibt. Das Dran-Denken ist entscheidend wichtig, für alle drei Beteiligten Gruppen.
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Subscribe to RSS DOI: 10.1055/s-0035-1558365 Diagnoseverzögerung bei Endometriose in den Niederlanden: Eine Wechselwirkung zwischen Patient, Hausarzt und Gynäkologe Verzögerte Diagnosestellung bei Endometriose ist oft untersucht worden. Das Ziel dieser Studie war es, mögliche Mitursachen einer solchen Diagnoseverzögerung herauszufinden, und den Anteil von Patient, Hausarzt und Gynäkologe zu untersuchen. Ein online-Fragebogen wurde ausgefüllt von 320 Frauen mit der Diagnose Endometriose. Es wurde eine durchschnittliche Diagnoseverzögerung von 13,9 (+/- 8,4) Jahren gefunden. Hierbei wurde für die Patientinnen eine mittlere Diagnoselatenz (PD) von 7,2 (+/- 7,8) Jahren, für die Hausärzte eine Latenz (GPD) von 3,8 (+/-6,3) Jahren und für die Gynäkologen eine Verzögerung (GD) 2,2 (+/- 4,1) Jahren berechnet. Eine signifikante Korrelation (-0,41 p < 0,05) fand sich zwischen PD und GPD, nämlich dass eine längere PD zu einer kürzeren GPD führt und umgekehrt. Bei der ersten Konsultation des Hausarztes wurden nur 35% der Patientinnen körperlich untersucht. Die GPD bei diesen Patientinnen betrug 2,4 (+/- 5,0) Jahre, im Unterschied zu einer signifikant längeren GPD von 5,4 (+/- 7,1) Jahren bei den Patientinnen ohne körperliche Untersuchung beim Erstkontakt. Ein signifikanter Unterschied an GPD fand sich für verschiedene Punkte bei der Erstkonsultation: 1,7, 5,4, 7,7 und 0,1 Jahre für Empfehlungen zur gesundheitlichen Lebensweise, Verordnung von Schmerzmitteln, Hormoneller Medikation und direkter Überweisung zum Facharzt. Eine bildgebende Untersuchung bei dem ersten gynäkologischen Untersuchungstermin korrelierte mit einer signikant kürzeren GD, 1,4 (+/- 2,9) Jahre gegenüber 2,6 (+/- 4,7) Jahren ohne eine solche Untersuchung. Um Diagnoseverzögerungen bei Endometriose zu reduzieren, sollten sich sowohl Hausarzt und Gynäkologe bemühen; es ist aber auch erforderlich, dass die Patientin ihre Symptome ernst nimmt und sich dafür in Behandlung begibt. Das Dran-Denken ist entscheidend wichtig, für alle drei Beteiligten Gruppen. Stichworte: Diagoselatenz, Diagnoseverzögerung, Patient, Hausarzt, Gynäkologe, Diagnose, Aufmerksamkeit

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