Adenomyose als Ursache einer Infertilität: Vergleich der Ergebnisse von MRT und Hysterosalpingoszintigraphie (HSSG) bei Frauen mit symptomatischer Endometriose

In: RöFo - Fortschritte auf dem Gebiet der Röntgenstrahlen und der bildgebenden Verfahren · 2004 · vol. 176(S 1) · doi:10.1055/s-2004-827679 · W2032798265
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Abstract

Ziele: Evaluierung der klinischen Wertigkeit der hochauflösenden Magnetresonanztomographie (MRT) des Beckens bei Patientinnen mit symptomatischer Endometriose zur Beurteilung der Uterusmorphologie und Funktion. Methode: 60 Patientinnen mit gesicherter symptomatischer Endometriose (mittleres Alter: 33.2 Jahre) wurden mittels Hochfeld-MRT (Sonata, Siemens) unter Verwendung von T2- and T1-gewichteten Sequenzen untersucht. Die ermittelten Pathologien der uterinen Übergangszone (ÜZ) wurden mit den laparoskopischen Ergebnissen sowie den klinischen Symptomen korreliert. Bei 22 Patientinnen mit bestehenden unerfüllten Kinderwunsch wurde zusätzlich eine Hysterosalpingoszintigraphie (HSSG) durchgeführt. Ergebnis: In den T2-w MRT-Bildern zeigte sich bei 38 (64%) Patientinnen eine Verbreiterung der ÜZ (Mittlere Dicke 12mm), die als Adenomyose verifiziert wurde. Bei den Patientinnen mit Adenomyose zeigte sich ein höheres Alter (Mittleres Alter: 33.2 vs. 29.1 Jahre) sowie eine längere Schmerzsymptomatik. Mittels HSSG konnte bei 81% (9/11) der Patientinnen mit Adenomyose ein Fehlen des periovulatorischen Spermtransportes beobachtet werden, während die Patientinnen ohne Adenomyose einen positiven Transport bei 91% (10/11) zeigten. Bei 9 Patientinnen wurde aufgrund der Ergebnisse der Bildgebung die Therapie der Infertilität geändert. Schlussfolgerung: Die MRT liefert wesentliche Zusatzinformationen zur Diagnostik des Endometriums. Hierbei zeigen Patientinnen mit Adenomyose häufig auch eine reduzierte Spermientransportkapazität als möglichen Grund für eine Infertilität.

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