Untersuchung zur Sexualität und Beckenbodenfunktion bei Patientinnen mit rektovaginaler Endometriose vor und nach einer operativen Rektumteilresektion

article OA: green CC0

Abstract

Einleitung: In dieser Pilotstudie wurden die Folgen der chirurgischen Resektion von infiltrativer rektovaginaler Endometriose mit Darmteilresektion für die Schmerzsymptomatik, Beckenbodenfunktion und Sexualität untersucht und evaluiert. Studiendesign: Zwischen Mai und November 2006 wurden 11 Patientinnen prä- sowie drei und 12 Monate postoperativ anhand von drei Fragebögen befragt. Zusätzlich wurde eine Beckenbodenfunktionsmessung durchgeführt, um objektive Funktionsparameter zu erfassen. Ergebnisse: Präoperativ hatten 7/11 Patientinnen eine Blasensymptomatik. 1/11 Frauen hatte keine Darmsymptomatik, postoperativ alle. Schmerzsymptomatik beschrieben alle Patientinnen (Dysmenorrhoe 11/11, Dyspareunie 10/11, Dyschezie 6/11). Nach der Operation wurde eine signifikante Schmerzreduktion und eine damit verbundene subjektive Verbesserung der Lebensqualität der Patientinnen deutlich. Im postoperativen Beobachtungszeitraum von 12 Monaten kam es zum Wiederauftreten von Schmerzsymptomatik in 5/9 Fällen, bei 9/11 Patientinnen zu einer Verschlechterung bzw. Neuauftreten von Blasen- und Darmentleerungsstörungen. Die Blasenfunktion verschlechterten sich postoperativ deutlich, was zu einer signifikanten Erhöhung des diesbezüglichen Leidensdrucks führte. Die Symptome Dyschezie und Obstipation nahmen deutlich ab. Alle Patientinnen klagten präoperativ über Dyspareunie. Postoperativ kam es zu einer deutlichen Verringerung insbesondere auch des damit verbundenen Leidensdrucks. Organische sexuelle Funktionsstörungen traten nicht auf. Die durchgeführte Beckenbodenfunktionsmessung erwies sich als ungenügend um Funktionsparameter zur Objektivierung der sonstigen Studienergebnisse zu erhalten. Es konnte kein Trend oder Zusammenhang mit dem Symptomverlauf hergestellt werden. Schlussfolgerungen: Die radikale Resektion von tief infiltrierender rektovaginaler Endometriose mit Rektumteilresektion führt zu einer signifikanten Schmerzreduktion. Jedoch kam es in den meisten Fällen trotz des schonenden Operationsverfahrens zur Schädigung vegetativer Nerven und damit verbundenen Blasen- und Darmfunktionsstörungen. Standartisierte Fragebögen helfen diese Störungen zu identifizieren. Eine reproduzierbare objektive Messmethode zur Erfassung der Beckenbodenfunktion konnte in dieser Pilotstudie entgegen den Erwartungen nicht etabliert werden.
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Abstract

Einleitung: In dieser Pilotstudie wurden die Folgen der chirurgischen Resektion von infiltrativer rektovaginaler Endometriose mit Darmteilresektion für die Schmerzsymptomatik, Beckenbodenfunktion und Sexualität untersucht und evaluiert. Studiendesign: Zwischen Mai und November 2006 wurden 11 Patientinnen prä- sowie drei und 12 Monate postoperativ anhand von drei Fragebögen befragt. Zusätzlich wurde eine Beckenbodenfunktionsmessung durchgeführt, um objektive Funktionsparameter zu erfassen. Ergebnisse: Präoperativ hatten 7/11 Patientinnen eine Blasensymptomatik. 1/11 Frauen hatte keine Darmsymptomatik, postoperativ alle. Schmerzsymptomatik beschrieben alle Patientinnen (Dysmenorrhoe 11/11, Dyspareunie 10/11, Dyschezie 6/11). Nach der Operation wurde eine signifikante Schmerzreduktion und eine damit verbundene subjektive Verbesserung der Lebensqualität der Patientinnen deutlich. Im postoperativen Beobachtungszeitraum von 12 Monaten kam es zum Wiederauftreten von Schmerzsymptomatik in 5/9 Fällen, bei 9/11 Patientinnen zu einer Verschlechterung bzw. Neuauftreten von Blasen- und Darmentleerungsstörungen. Die Blasenfunktion verschlechterten sich postoperativ deutlich, was zu einer signifikanten Erhöhung des diesbezüglichen Leidensdrucks führte. Die Symptome Dyschezie und Obstipation nahmen deutlich ab. Alle Patientinnen klagten präoperativ über Dyspareunie. Postoperativ kam es zu einer deutlichen Verringerung insbesondere auch des damit verbundenen Leidensdrucks. Organische sexuelle Funktionsstörungen traten nicht auf. Die durchgeführte Beckenbodenfunktionsmessung erwies sich als ungenügend um Funktionsparameter zur Objektivierung der sonstigen Studienergebnisse zu erhalten. Es konnte kein Trend oder Zusammenhang mit dem Symptomverlauf hergestellt werden. Schlussfolgerungen: Die radikale Resektion von tief infiltrierender rektovaginaler Endometriose mit Rektumteilresektion führt zu einer signifikanten Schmerzreduktion. Jedoch kam es in den meisten Fällen trotz des schonenden Operationsverfahrens zur Schädigung vegetativer Nerven und damit verbundenen Blasen- und Darmfunktionsstörungen. Standartisierte Fragebögen helfen diese Störungen zu identifizieren. Eine reproduzierbare objektive Messmethode zur Erfassung der Beckenbodenfunktion konnte in dieser Pilotstudie entgegen den Erwartungen nicht etabliert werden.

Objective

In this study we evatuated the effects of surgical resection of infiltrating rectovaginal endometriosis with bowel resection on pain symptoms, pelvic floor function and sexuality. Study design: Prospectively between May and November 2006 11 patients were interviewed befor and three and 12 month after surgery by three questionnaires with respect on pain symptoms, pelvic floor function and sexuality. They were also examined on pelvic floor function with the aim of getting objective dates. Results: Preoperatively 7/11 women had bladder symptoms. Only one had no bowel symptoms, postoperativ all had. Leading pain symptoms were dysmenorrhea (11/11), dyspareunia (10/11) and dyschecia (6/11). After surgery a significant pain reduction and quality of life improvement was observed. During the follow up of 12 month we found a recurrence of pain symptoms in 5/9 patients. In 9/11 cases an impairment and new occurance of functional problems of the bladder (voiding disorders, incontinence) and defecation were seen. Dyschecia and obstipation decreased. The bladder function worsened postoperatively distinctly. That was followed by a significant rising level of suffering. All patients had preoperatively dyspareunia that decreased after surgery combined with a improvement of quality of life. Organic sexual dysfunction we did not find in any case. The method of messuring the pelvic floor function performed in this study was insufficiant to objectify the other results. We could not find any relation between symptoms and measurement results. Conclusion: Radical resection of deep infiltrating endometriosis with bowel resection leads to a reliable relief of pain symptoms. However despite the sparing operating technique a damage of vegetative nerves was found in most of the cases associated with bladder and bowel dysfunction. Standardized questionnaires help identifying those symptoms. In this study we cound not find a reproducible method for messuring the pelvic floor function. Identifier: Language: German

Keywords

sexuality deep infiltrating rectovaginal endometriosis bowel resection pelvic floor function deep infiltrating rectovaginal endometriosis bowel resection pelvic floor function DDC-Classification: 610 Medizin und Gesundheit Publication Type: Dissertation Department/institution: Charité - Universitätsmedizin Berlin DissertationChristineMueller25.10.2013.pdf Size: 1.332MB Format: PDF Checksum (MD5): 8d943de426988de89fdf927c205615c1

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openalex
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