Sonographische Merkmale der Endometriose in Korrelation mit klinischer Symptomatik und intraoperativem Befund

dissertation OA: green CC0
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Sonography accurately diagnosed ovarian endometriosis and adenomyosis, while laparoscopy and history were best for peritoneal endometriosis.

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This dissertation prospectively evaluated the diagnostic value of sonographic, hysteroscopic, and laparoscopic criteria for distinguishing endometriosis entities by analyzing 90 premenopausal patients treated at a German endometriosis outpatient clinic between 2017 and 2018, with women with fibroids excluded and final diagnoses correlated to postoperative histology (and a comparator group with histology-unconfirmed endometriosis). Ultrasound identified at least three entity-specific criteria preoperatively for ovarian endometriosis and adenomyosis uteri, whereas the comparator group showed maximal two; hysteroscopy detected at least two hysteroscopic features in all patients with adenomyosis. The study explicitly reports no statistical significance testing due to its single-center design and used descriptive analysis, and it found that ultrasound did not correlate with histology for peritoneal endometriosis. This paper is centrally about endometriosis — it tests how well ultrasound (vs hysteroscopy and laparoscopy) diagnoses different endometriosis entities, including adenomyosis uteri, and relates findings to symptoms such as dysmenorrhea.

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Abstract

Einleitung: \nDie Endometriose, das Vorkommen von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutterhöhle, ist eine der häufigsten Erkrankungen von Frauen im reproduktiven Alter. Die negativen Auswirkungen auf das Leben der betroffenen Frauen sind vielfältig und betreffen die Menstruation, das Sexualleben, die Miktion, die Defäkation und nicht zuletzt die Familienplanung. Bis heute gilt die Operation als invasives Verfahren als Goldstandard zur Diagnosestellung. Dabei existieren auch nichtinvasive diagnostische Möglichkeiten wie die klinische Untersuchung mit der Sonographie, deren Stellenwert bislang nicht ausreichend evaluiert wurde. Insbesondere ist bis heute unklar, welche Bedeutung der Ultraschall für die Diagnostik der einzelnen Endometrioseentitäten Peritoneal-, Ovarial-, tief infiltrierende Endometriose und Adenomyosis uteri hat. \nZiel dieser Arbeit war es, die Wertigkeit sonographischer, hysteroskopischer und laparoskopischer Kriterien für die Diagnostik der einzelnen Endometrioseentitäten zu untersuchen. \n \nMethodik: \nZur prospektiven Validierung der sonographischen und operativen Diagnosekriterien wurden die Daten von Patientinnen, die im Zeitraum vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2018 in der Endometriose-Sprechstunde der Klinik für Frauenheilkunde, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin des Universitätsklinikums des Saarlandes in Homburg ambulant behandelt und im Verlauf wegen Endometriose operiert wurden, ausgewertet. Dabei wurden Patientinnen mit Myomen von der finalen Datenanalyse ausgeschlossen. Einschlusskriterium war zudem, dass die Patientin zum Zeitpunkt des Studieneinschlusses im reproduktiven Alter (18 bis 45 Jahre) war. Bei jeder Patientin erfolgte die Anamnese. Zudem wurden jeweils acht sonographische, vier hysteroskopische und acht laparoskopische (davon zwei im Rahmen der Chromopertubation) für eine bestimmte Endometriose-Entität spezifische Kriterien erhoben. Das Vorkommen dieser Kriterien wurde mit dem postoperativen histologischen Befund korreliert. \nDie Auswertung der Daten aller Patientinnen erfolgte mit Hilfe von Microsoft Excel Version 2007 (Microsoft Corporation, Redmond, WA, USA). Nach Rücksprache mit dem hiesigen Institut für Medizinische Statistik verzichteten wir wegen des monozentrischen Charakters der Arbeit auf eine statistische Analyse mit der Ermittlung statistischer Signifikanz. Es erfolgte stattdessen eine deskriptive Analyse. \n \nErgebnisse: \nIn dieser Arbeit wurden 90 Patientinnen prospektiv für den Zeitraum von Januar 2017 bis Dezember 2018 betrachtet. \n65 Patientinnen hatten eine histologisch gesicherte Endometriose, davon 20 eine Peritonealendometriose, 9 eine tief infiltrierende Endometriose, 11 eine Ovarendometriose und 25 eine Adenomyosis uteri. \nIhnen wurde eine Vergleichsgruppe mit ebenfalls prämenopausalen Patientinnen (n=25) gegenübergestellt, bei denen sich postoperativ die Diagnose Endometriose im histopathologischen Befund nicht bestätigte. \nBei der Diagnostik der Ovarialendometriose und der Adenomyosis uteri waren mindestens 3 für die jeweilige Endometriose-Entität spezifische sonographische Kriterien präoperativ nachweisbar. Im Kontrollkollektiv ließen sich maximal zwei sonographische Kriterien nachweisen. \nIm Rahmen der Hysteroskopie waren bei allen 25 Patientinnen mindestens 2 hysteroskopische Merkmale nachweisbar. Die Laparoskopie ermöglichte dagegen den Nachweis einer bestehenden Peritonealendometriose. \nBei einer Peritonealendometriose ließ sich bei allen 20 Patientinnen eine ausgeprägte Dysmenorrhoe (VAS ≥ 7) nachweisen. \n \nDiskussion: \nAnders als bei der Ovarialendometriose und der Adenomyosis uteri ließ sich bei der Peritonealendometriose kein Nutzen der Ultraschalldiagnostik feststellen. Der sonographische Befund korrelierte hier nicht mit der Histologie. Bei der Diagnostik der tief infiltrierenden Endometriose fand sich in einzelnen Fällen ein Nutzen der Sonographie. Zur Diagnostik der Peritonealendometriose erscheint die Anamnese mit dem Leitsymptom Dysmenorrhoe am geeignetsten. Das Ausmaß der Dysmenorrhoe korrelierte jedoch nicht mit dem Endometriosestadium gemäß der rASRM-Klassifikation. \nIntraoperativ ermöglichte die Hysteroskopie eine relativ zuverlässige Diagnosestellung der Adenomyosis. Sie stellt zusammen mit der Laparoskopie und ggf. Chromopertubation den Goldstandard bei der Diagnosestellung der meisten Formen einer Endometriose dar. \n \nSchlussfolgerung: \nWir konnten in dieser Arbeit eine hohe diagnostische Treffsicherheit des Ultraschalls zur präoperativen Diagnostik der Adenomyosis uteri und der Ovarendometriose nachweisen. Die Hysteroskopie erlaubt in vielen Fällen die Detektion einer Adenomyosis uteri. Für die Feststellung einer Endometriose des Peritoneums hat neben der Anamnese (Dysmenorrhoe ≥ VAS 7) nur die Laparoskopie einen Stellenwert. \nSomit bleibt die Laparoskopie der Goldstandard bei der Diagnostik der meisten klinisch manifesten Endometrioseerkrankungen.
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Please use this identifier to cite or link to this item: doi:10.22028/D291-31515 | Title: | Sonographische Merkmale der Endometriose in Korrelation mit klinischer Symptomatik und intraoperativem Befund | | Author(s): | Haj Hamoud, Bashar | | Language: | German | | Year of Publication: | 2020 | | Place of publication: | Homburg/Saar | | SWD key words: | Endometriose Diagnose Ultraschalldiagnostik | | DDC notations: | 500 Science 610 Medicine and health | | Publikation type: | Dissertation | | Abstract: | Einleitung: Die Endometriose, das Vorkommen von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutterhöhle, ist eine der häufigsten Erkrankungen von Frauen im reproduktiven Alter. Die negativen Auswirkungen auf das Leben der betroffenen Frauen sind vielfältig und betreffen die Menstruation, das Sexualleben, die Miktion, die Defäkation und nicht zuletzt die Familienplanung. Bis heute gilt die Operation als invasives Verfahren als Goldstandard zur Diagnosestellung. Dabei existieren auch nichtinvasive diagnostische Möglichkeiten wie die klinische Untersuchung mit der Sonographie, deren Stellenwert bislang nicht ausreichend evaluiert wurde. Insbesondere ist bis heute unklar, welche Bedeutung der Ultraschall für die Diagnostik der einzelnen Endometrioseentitäten Peritoneal-, Ovarial-, tief infiltrierende Endometriose und Adenomyosis uteri hat. Ziel dieser Arbeit war es, die Wertigkeit sonographischer, hysteroskopischer und laparoskopischer Kriterien für die Diagnostik der einzelnen Endometrioseentitäten zu untersuchen. Methodik: Zur prospektiven Validierung der sonographischen und operativen Diagnosekriterien wurden die Daten von Patientinnen, die im Zeitraum vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2018 in der Endometriose-Sprechstunde der Klinik für Frauenheilkunde, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin des Universitätsklinikums des Saarlandes in Homburg ambulant behandelt und im Verlauf wegen Endometriose operiert wurden, ausgewertet. Dabei wurden Patientinnen mit Myomen von der finalen Datenanalyse ausgeschlossen. Einschlusskriterium war zudem, dass die Patientin zum Zeitpunkt des Studieneinschlusses im reproduktiven Alter (18 bis 45 Jahre) war. Bei jeder Patientin erfolgte die Anamnese. Zudem wurden jeweils acht sonographische, vier hysteroskopische und acht laparoskopische (davon zwei im Rahmen der Chromopertubation) für eine bestimmte Endometriose-Entität spezifische Kriterien erhoben. Das Vorkommen dieser Kriterien wurde mit dem postoperativen histologischen Befund korreliert. Die Auswertung der Daten aller Patientinnen erfolgte mit Hilfe von Microsoft Excel Version 2007 (Microsoft Corporation, Redmond, WA, USA). Nach Rücksprache mit dem hiesigen Institut für Medizinische Statistik verzichteten wir wegen des monozentrischen Charakters der Arbeit auf eine statistische Analyse mit der Ermittlung statistischer Signifikanz. Es erfolgte stattdessen eine deskriptive Analyse. Ergebnisse: In dieser Arbeit wurden 90 Patientinnen prospektiv für den Zeitraum von Januar 2017 bis Dezember 2018 betrachtet. 65 Patientinnen hatten eine histologisch gesicherte Endometriose, davon 20 eine Peritonealendometriose, 9 eine tief infiltrierende Endometriose, 11 eine Ovarendometriose und 25 eine Adenomyosis uteri. Ihnen wurde eine Vergleichsgruppe mit ebenfalls prämenopausalen Patientinnen (n=25) gegenübergestellt, bei denen sich postoperativ die Diagnose Endometriose im histopathologischen Befund nicht bestätigte. Bei der Diagnostik der Ovarialendometriose und der Adenomyosis uteri waren mindestens 3 für die jeweilige Endometriose-Entität spezifische sonographische Kriterien präoperativ nachweisbar. Im Kontrollkollektiv ließen sich maximal zwei sonographische Kriterien nachweisen. Im Rahmen der Hysteroskopie waren bei allen 25 Patientinnen mindestens 2 hysteroskopische Merkmale nachweisbar. Die Laparoskopie ermöglichte dagegen den Nachweis einer bestehenden Peritonealendometriose. Bei einer Peritonealendometriose ließ sich bei allen 20 Patientinnen eine ausgeprägte Dysmenorrhoe (VAS ≥ 7) nachweisen. Diskussion: Anders als bei der Ovarialendometriose und der Adenomyosis uteri ließ sich bei der Peritonealendometriose kein Nutzen der Ultraschalldiagnostik feststellen. Der sonographische Befund korrelierte hier nicht mit der Histologie. Bei der Diagnostik der tief infiltrierenden Endometriose fand sich in einzelnen Fällen ein Nutzen der Sonographie. Zur Diagnostik der Peritonealendometriose erscheint die Anamnese mit dem Leitsymptom Dysmenorrhoe am geeignetsten. Das Ausmaß der Dysmenorrhoe korrelierte jedoch nicht mit dem Endometriosestadium gemäß der rASRM-Klassifikation. Intraoperativ ermöglichte die Hysteroskopie eine relativ zuverlässige Diagnosestellung der Adenomyosis. Sie stellt zusammen mit der Laparoskopie und ggf. Chromopertubation den Goldstandard bei der Diagnosestellung der meisten Formen einer Endometriose dar. Schlussfolgerung: Wir konnten in dieser Arbeit eine hohe diagnostische Treffsicherheit des Ultraschalls zur präoperativen Diagnostik der Adenomyosis uteri und der Ovarendometriose nachweisen. Die Hysteroskopie erlaubt in vielen Fällen die Detektion einer Adenomyosis uteri. Für die Feststellung einer Endometriose des Peritoneums hat neben der Anamnese (Dysmenorrhoe ≥ VAS 7) nur die Laparoskopie einen Stellenwert. Somit bleibt die Laparoskopie der Goldstandard bei der Diagnostik der meisten klinisch manifesten Endometrioseerkrankungen. | | Link to this record: | urn:nbn:de:bsz:291--ds-315155 hdl:20.500.11880/29512 http://dx.doi.org/10.22028/D291-31515 | | Advisor: | Sillem, Martin | | Date of oral examination: | 19-Jun-2020 | | Date of registration: | 13-Aug-2020 | | Faculty: | M - Medizinische Fakultät | | Department: | M - Frauenheilkunde | | Professorship: | M - Prof. Dr. E.-F. Solomayer | | Collections: | SciDok - Der Wissenschaftsserver der Universität des Saarlandes | Files for this record: | File | Description | Size | Format | | |---|---|---|---|---| | Dissertation_UdS_HajHamoud.pdf | 11,42 MB | Adobe PDF | View/Open | Items in SciDok are protected by copyright, with all rights reserved, unless otherwise indicated.

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