Sono-morphologische Kriterien von dezidualisierten Endometriomen in der Schwangerschaft. Ist eine Unterscheidung von malignen Ovarialtumoren möglich?

In: Geburtshilfe und Frauenheilkunde · 2012 · vol. 72(05) · doi:10.1055/s-0032-1313685 · W2624935149
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This retrospective study analyzed ultrasound features of decidualized endometriomas in pregnancy, finding that benign lesions exhibit lower vascularization than malignant ovarian tumors, aiding their differentiation.

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This retrospective study investigated whether sono-morphological criteria could distinguish decidualized endometriomas from malignant ovarian tumors in pregnant women. Researchers analyzed transvaginal ultrasound images and vascularization patterns using B-mode, 2D, and 3D power Doppler imaging in ten patients with suspicious unilateral or bilateral ovarian lesions. The findings indicated that while both benign and malignant masses exhibited rapid growth and papillary structures, benign endometriomas showed significantly lower vascularity percentages and different resistive indices compared to the malignancies. The authors concluded that combining power Doppler with 3D vascular mapping facilitates the differentiation of these conditions, although the small sample size limits broader generalizability. This paper is centrally about endometriosis — specifically the diagnostic challenges posed by decidualized endometriomas during pregnancy.

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Abstract

Fragestellung: Das Vorhandensein von Papillen, soliden Anteilen oder verdickten Septen mit verstärkter Vaskularisation zählt zu den wichtigsten Ultraschallkriterien einer malignen Raumforderung. Im Rahmen einer Schwangerschaft können Endometriosezysten aufgrund der Dezidualisierung ebenfalls Papillenbildung und starke Durchblutung aufweisen und dadurch eine maligne Entartung vortäuschen. Das Ziel unserer Studie war es sono-morphologische Kriterien zu definieren um die Detektion von dezidualisierten, benignen Endometriomen und deren Unterscheidung zu malignen Ovarialtumoren zu erleichtern. Methodik: In dieser retrospektiven Studie konnten 10 schwangere Patientinnen erfasst werden bei denen im Rahmen einer transvaginalen Ultraschalluntersuchung eine unilaterale (n=8) oder bilaterale (n=2) suspekte Läsion der Ovarien aufgefallen war. Es erfolgte eine sono-morphologische Untersuchung der Zyste mittels B-Mode. Zusätzlich wurde die Vaskularisation in den Papillen und den soliden Anteilen mit 2-dimensionalen und 3-dimensionalen (3D) Power Doppler analysiert. Ergebnisse: Im Rahmen der Studie wurden 7 Endometriome, 2 Fälle von serösen Adenokarzinomen des Ovars (OC) und 1 Fall eines Borderline Tumors (BLT) identifiziert. In allen Fällen fielen die suspekten Raumforderungen durch rasches Wachstum, Papillenbildung und eine verstärkte Vaskularisation auf. Im Vergleich zu den malignen Raumforderungen zeigten sich bei den benignen Endometriomen ausschließlich unauffällige Doppler Werte (RI 0,43 versus 0,35; PI 0,93 versus 0,5) und geringere Vaskularisation in einem Ausmaß von 20% bei den malignen Ovarialtumoren. Schlussfolgerung: Die sono-morphologischen Veränderungen von dezidualisierten Endometriomen während der Schwangerschaft können ein malignes Geschehen vortäuschen. Durch die Kombination von Power Doppler und 3D-Gefäßdarstellung scheinen sich benigne Endometriome von malignen Ovarialtumoren unterscheiden zu lassen.
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