Warum sind Quintfallsequenzen so beliebt?

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Abstract

Quintfallsequenzen waren schon in der Musik des Barocks beliebt und finden bis heute reichlich Verwendung, etwa in Schlagern, in der Pop- und Filmmusik oder im Jazz. Warum Quintfallsequenzen derart beliebt sind, konnte bis jetzt nicht eindeutig geklärt werden. In dieser Arbeit wird eine Begründung vorgestellt, die auf der Strebetendenz-Theorie (Willimek & Willimek, 2019, S. 76ff) basiert. Diese Theorie beschreibt die Subdominante als Ausdruck der Gelöstheit, der Ausgelassenheit und der Stimmungssteigerung, da der Leitton der Subdominante im Vergleich zum Leitton der Tonika einem deutlichen Intensitätsverlust, einer Spannungsminderung unterworfen ist. Da bei Quintfallsequenzen jeder Akkord die Subdominante des vorangegangenen ist, scheint sich die durch die Musik ausgelöste Stimmung mit jedem Akkord zu steigern. Die Möglichkeit, mit Musik einen solchen Effekt zu erzielen, faszinierte und fasziniert die Komponisten derart, dass Quintfallsequenzen als Kompositionstechnik durch die Jahrhunderte hindurch bis heute erhalten blieben.

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