Diagnosespektrum vor Endometriose-Erstdiagnose: Zwischenergebnisse einer bundesweiten Fall-Kontroll-Studie anhand vertragsärztlicher Abrechnungsdaten über 12 Jahre

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This study analyzes twelve years of nationwide billing data to examine the diagnostic spectrum preceding initial endometriosis diagnosis and evaluate the duration of diagnostic delay.

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Die Studie analysierte in einer bundesweiten Fall-Kontroll-Design-Analyse anhand vertragsärztlicher Abrechnungsdaten das Diagnosespektrum in den 9 Jahren vor der Endometriose-Erstdiagnose und verglich Endometriose-Patientinnen (10–52 Jahre) mit Myom-Patientinnen und Kontrollen ohne Endometriose/Myom. Insgesamt wurden 112.172 Endometriose-Patientinnen, 70.980 Myom-Patientinnen und 224.344 Kontrollen eingeschlossen; ausgewertet wurden dokumentierte ICD-10-Dreisteller (n=1.324) und berichtet wurden Prävalenzen sowie Prävalenzratios für ausgewählte Beschwerden. Endometriose-Fälle zeigten bereits vor der Erstdiagnose eine erhöhte Morbidität für mehrere mit Endometriose assoziierte Beschwerden, darunter Menstruationsbeschwerden/-schmerzen, urogenitale Beschwerden, Darmbeschwerden sowie Migräne/Kopfschmerzen, wobei Bauch-/Beckenschmerzen bei Endometriose die höchste Prävalenz aufwiesen. The paper’s limitation is that it uses administrative billing diagnoses rather than symptom onset timing or clinical validation. This paper is centrally about endometriosis — it characterizes the pre-diagnosis pattern of comorbid diagnoses in the years leading up to endometriosis first diagnosis.

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Abstract

Hintergrund: Für Endometriose-Patientinnen dauert es nach wie vor lang bis sie nach ersten Symptomen die richtige Diagnose bekommen. Der Diagnoseverzug sollte bei unter 5 Jahren liegen, um das Risiko ungünstiger Krankheitsverläufe zu reduzieren. Zielsetzung/Fragestellung: Studienziel [zum vollständigen Text gelangen Sie über die oben angegebene URL]
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59. Kongress für Allgemeinmedizin und Familienmedizin 59. Kongress für Allgemeinmedizin und Familienmedizin Diagnosespektrum vor Endometriose-Erstdiagnose: Zwischenergebnisse einer bundesweiten Fall-Kontroll-Studie anhand vertragsärztlicher Abrechnungsdaten über 12 Jahre Text Hintergrund: Für Endometriose-Patientinnen dauert es nach wie vor lang bis sie nach ersten Symptomen die richtige Diagnose bekommen. Der Diagnoseverzug sollte bei unter 5 Jahren liegen, um das Risiko ungünstiger Krankheitsverläufe zu reduzieren. Zielsetzung/Fragestellung: Studienziel ist die Analyse der im ambulanten Sektor dokumentierten Diagnosen in den 9 Jahren vor der Endometriose-Erstdiagnose verglichen mit Myom-Patientinnen und Patientinnen ohne Endometriose und Myom. Material und Methoden: Datenbasis dieser Fall-Kontroll-Studie bildeten die bundesweiten vertragsärztlichen Abrechnungsdaten der Jahre 2012–2023. Eingeschlossen wurden Patientinnen (10–52 Jahre) mit Leistungsinanspruchnahme im Indexjahr (2021–2023) sowie im jeweiligen Kalenderjahr 9 Jahre zuvor. Patientinnen mit inzidenter Endometriose (Fälle) wurden im Verhältnis 1:1 mit inzidenten Myom-Patientinnen (Krankheitskontrolle) und 1:2 mit Patientinnen ohne Endometriose/Myom (gesunde Kontrolle) im Studienzeitraum gematcht. Die Auswertung des Diagnosespektrums in den Vorjahren erfolgte auf Basis dokumentierter ICD-10-Dreisteller (n=1.324). Als erstes Zwischenergebnis sollen für ausgewählte Beschwerden Prävalenzen sowie Prävalenzratios (PR) als Quotient der Prävalenz zwischen Fällen und erkrankungsspezifischen bzw. gesunden Kontrollen präsentiert werden. Ergebnisse: Insgesamt wurden 112.172 Endometriose-Patientinnen, 70.980 Myom-Patientinnen und 224.344 Patientinnen ohne Endometriose und Myom eingeschlossen. Die höchste Prävalenz bei Endometriose-Patientinnen hatten Bauch-/Beckenschmerzen (R10, 85%). Bei Myom-Patientinnen und gesunden Kontrollen traten nichtentzündliche Krankheiten der Vagina (N89, 81% bzw. 73%) am häufigsten auf. Fälle zeigten vor Erstdiagnose gegenüber beiden Kontrollgruppen eine erhöhte Morbidität von mit Endometriose zusammenhängenden Beschwerden, u.a.: Menstruationsbeschwerden/-schmerzen (PRs zwischen 1,06–1,49), urogenitale Beschwerden (1,06–2,27), Darmbeschwerden (1,15–2,02), Migräne und Kopfschmerzen (1,11–1,36). Diskussion: Die Zwischenergebnisse belegen eine bereits in den Vorjahren der Endometriose-Erstdiagnose vermehrte ärztliche Inanspruchnahme aufgrund bekannter, mit Endometriose assoziierter Beschwerden. Mit der Untersuchung des Gesamtdiagnosespektrums können weitere Auffälligkeiten identifiziert werden. Die Ergebnisse können dazu beitragen, den Verzug zwischen Symptombeginn und Diagnose zu verkürzen. Take Home Message für die Praxis: Im Sinne einer zeitnahen und korrekten Diagnosestellung sollten Ärztinnen und Ärzte Endometriose frühzeitig als Differenzialdiagnose in Betracht ziehen.

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