Endometriose: Diagnose ohne histologisches Korrelat – Möglichkeiten der Verbesserung

In: Zentralblatt für Gynäkologie · 2005 · vol. 127(05) · doi:10.1055/s-2005-920969 · W2670700566
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Performing additional section cuts significantly improves the histological detection rate of endometriosis, especially for peritoneal lesions and minimal disease, with three cuts being sufficient.

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The paper studied how much diagnostic benefit is gained by performing serial sectioning (Stufenschnitte) of endometriosis-suspicious biopsies, motivated by the wide reported variability in histologic detection rates (18–100%). In a prospective study of 100 consecutive patients with endometriosis-typical symptoms, 242 suspected lesions and 68 control biopsies from paraffin-embedded tissue underwent additional section levels when the first H&E section was negative, with the number of levels needed to detect endometrial glands and stroma documented. Histologic confirmation improved significantly from 63.2% to 73.6% after additional serial sections (p<0.001), with the largest gain up to 15% in peritoneal lesions; overall, visual diagnosis without serial sections was histologically confirmed in 78/100 patients, increasing to 87/100 with serial sections, and 98% of confirmed lesions were detected within 3 of 4 section levels. The authors explicitly conclude that serial sectioning improves detection, especially for peritoneal and minimal/geringgradige disease, and report that three serial sections appear sufficient, which relates directly to improving histologic diagnosis of endometriosis. This paper is centrally about endometriosis — it evaluates how serial histologic sectioning improves detection when endometriosis is diagnosed without a histologic correlate.

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Abstract

Fragestellung: Vor dem Hintergrund einer sehr variablen histologischen Nachweisrate von 18–100% wird die Diagnose Endometriose häufig ohne ein histologisches Korrelat gestellt. Ziel dieser Studie war die Beurteilung des Ausmaßes diagnostischen Zugewinnes durch feingewebliche Stufenschnitte in Korrelation zu der Morphologie der Endometrioseherde und der Anzahl der gewählten Stufenschnitte. Entsprechende Empfehlungen liegen in der Literatur nicht vor. Methode: Bei 100 konsekutiven Patientinnen mit Endometriose-typischen Beschwerden wurden 242 Endometriose-suspekte Läsionen und 68 Kontrollbiopsien prospektiv an Paraffin-eingebettetem Gewebe untersucht. Bei negativem Ergebnis des ersten HE-Schnittes wurden weitere drei Schnittstufen aus tieferen Gewebsabschnitten untersucht. Die notwendige Anzahl an Stufenschnitten bis zum Nachweis von endometrialen Drüsen und Stroma wurde dokumentiert. Die statistische Analyse erfolgte mittels des McNemar Testes. Ergebnisse: 54 Patientinnen hatten eine minimale und geringgradige, 46 eine moderate und schwere Endometriose. Die histologische Aufarbeitung von Endometriose-suspekten Läsionen durch zusätzliche Stufenschnitte führt zu einer signifikanten Verbesserung der histologischen Nachweisrate von 63,2% auf 73,6% (p<0.001). Der diagnostische Zugewinn ist bei den peritonealen Läsionen mit bis zu 15% am größten (p<0.05). Bei 78 von 100 Patientinnen ließ sich die visuelle Diagnose Endometriose histologisch ohne Stufenschnitte bestätigen. Unter Berücksichtigung der Stufenschnitte erhöhte sich diese Zahl auf 87 Patientinnen (p<0.05). 7 von 9 der zusätzlich diagnostizierten Patientinnen hatten eine minimale und geringgradige Endometriose. 98% aller histologisch bestätigten Endometrioseherde wurden auf 3 von 4 Schnittstufen diagnostiziert. Schlussfolgerung: Die Stufenschnittdiagnostik führt zu einer signifikanten Verbesserung der histologischen Nachweisrate, insbesondere bei Patientinnen mit peritonealer Endometriose und einer minimalen und geringgradigen Ausdehnung der Erkrankung. Die Anzahl von drei Stufenschnitten erscheint ausreichend.
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