Effekt der Hormonsubstitution mit GnRH-Analoga bei Endometriose auf nicht-invasiv bestimmte Leberverfettung und Fibrose
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OA: green
CC0
Abstract
Zielsetzung:
\nDie Endometriose ist eine chronische Erkrankung, bei der verschiedene Behandlungsmöglichkeiten angewendet werden können, darunter die medikamentöse Therapie mit Dienogest oder Gonadotropin-Releasing Hormone-Analoga, die zu einer Östrogenenreduktion führen. Bei der vorliegenden Beobachtungsstudie wurden die Effekte dieser Hormonsubstitution auf Leberverfettung und -fibrose bei Patientinnen mit Endometriose charakterisiert.
\nPatienten und Methodik:
\nEs wurden 40 Patientinnen rekrutiert, die neben der operativen Therapie eine hormonelle Therapie erhielten. In einem Zeitraum von sechs Monaten fanden insgesamt vier Follow up-Besuche in der Hochschulambulanz statt. Dabei erfolgten eine transiente Elastographie mit Controlled Attenuation Parameter-Messung, um die Leberverfettung (Controlled Attenuation Parameter, CAP) und -fibrose (Lebersteifigkeitsmessung) zu quantifizieren, sowie eine Blutentnahme, um Leberfunktion und endokrine Parameter zu erfassen. Zudem wurde ein Fragebogen zum allgemeinen Gesundheitszustand bewertet.
\nEs wurde die Hypothese überprüft, dass die hormonelle Behandlung die Entwicklung einer Steatosis hepatis modulieren kann.
\nErgebnisse:
\nVon den 40 Patientinnen haben vier Patientinnen die Therapie frühzeitig nach drei Monaten abgebrochen. Die deskriptive Statistik der transienten Leberelastographie ergab keine Unterschiede im Laufe der Follow up-Untersuchungen. Es konnten signifikante Unterschiede bei den Aktivitäten der alkalischen Phosphatase und der Aspartat-Aminotransferase-Aktivitäten sowie der Vitamin D-Konzentration im Serum festgestellt werden. Die Korrelations- und Regressionsanalysen zeigten einen Zusammenhang zwischen Body-Mass-Index und den Controlled Attenuation Parameter-Werten sowie zwischen den Triglyceriden im Serum und den Controlled Attenuation Parameter-Werten. Die weiteren endokrinen Leberfunktionsparameter änderten sich nicht. Außerdem unterschieden sich die Controlled Attenuation Parameter und die Lebersteifigkeit je nach Rauch- und Sportverhalten nicht signifikant.
\nZusammenfassung:
\nSowohl die deskriptive Statistik als auch die Korrelations- und Regressionsanalysen weisen darauf hin, dass sich die postoperative sechsmonatige hormonelle Therapie mittels Dienogest oder Gonadotropin-Releasing Hormone-Analoga bei Endometriosepatientinnen als sichere Therapie für die Leber erweist. Die variablen Effekte sind vermutlich auf individuelle endogene Faktoren zurückzuführen.
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- openalex
- last seen: 2026-05-10T11:25:47.971343+00:00
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