{"paper_id":"fc26dec2-3b4a-46cb-b75f-2117857ec7d9","body_text":"Subscribe to RSS\nDOI: 10.1055/s-2005-920813\nLaparoskopische Gewebe-Autofluoreszenzdetektion bei Patientinnen mit Endometriose\nEinleitung: Die Endometriose ist eine Erkrankung, die typischerweise mit chronischen Unterbauchschmerzen und Dysmenorrhoe assoziiert ist. Insbesondere Patientinnen mit unerfülltem Kinderwunsch sind häufig von einer Endometriose betroffen. Zur diagnostischen Abklärung ist die Laparoskopie Standard. Während nicht aktive, pigmentierte Endometrioseläsionen im konventionellen Weißlicht leicht erkannt werden, ist die Diagnostik von aktiven Endmetrioseläsionen nicht immer einfach.\nMaterial und Methode: Die Autofluoreszenzendoskopie ist eine moderne nicht-invasive Methode zur Darstellung maligner und prämaligner Gewebeveränderungen, die in der Pulmonologie etabliert ist. Das Prinzip der AF beruht auf der Anregung von charakteristischen Gewebeautofluorophoren durch blau-violettes Licht bei einer Wellenlänge von 375–435 nm. Es kommt zur Rotfluoreszenz. Bei 35 Patientinnen mit Verdacht auf Endometriose wurde die Autofluoreszenzdetektion im Rahmen der Laparoskopie durchgeführt. Als Lichtquelle diente das Wolf Combilight System DAFE 5137 (Fa. R. Wolf GmbH, Knittlingen, Deutschland), mit dem neben der konventionellen Weißlichtlaparoskopie ein Umschalten in den Autofluoreszenzmodus mit Lichtanregung im blau-violetten Bereich suspekte endometrioseverdächtige Areale und nicht pathologisch veränderte Gewebareale intraabdominal detektiert wurden. Die AF-Aufnahmen (rot) wurden dem konventionellen Weißlichbild gegenübergestellt.\nErgebnisse: Mit der Gewebautofluoreszenz lassen sich erstmals aktive Endometrioseherde darstellen (rote Fluoreszenz), so dass nach erstem Eindruck eine deutliche Verbesserung der Diagnostik möglich wird. Es zeigt sich, dass von Seiten der AF die aktiven Endometrioseläsionen deutlich größere Ausdehnung zeigen als im konventionellen Weißlichtmodus sichtbar. Nicht aktive pigmentierte Endometrioseläsionen zeigen keine AF. Patientinnen mit einer Adenomyosis uteri weisen ebenfalls deutliche Rotfluoreszenz im Bereich des Uterus auf.\nZusammenfassung: Der Einsatz der AF-Laparoskopie bei Patientinnen mit V. a. Endometriose ist vielversprechend. Erreichbar wird hierdurch eine Steigerung der Sensitivität und Spezifität im Nachweis von aktiver Endometriose. Im Gegensatz zur Fluoreszenzdetektion mit 5-Aminolävulinsäure induziertem Protoporphyrin IX ist keine externe Applikation von Photosensitizern mit ihren phototoxischen Nebenwirkungen notwendig. Ferner ist der Einsatz der AF jederzeit kurzfristig möglich.\nDiese Arbeit wurde unterstützt durch die interne Forschungsförderung der Universität Lübeck","source_license":"CC0","license_restricted":false}