{"paper_id":"eb7b1f0b-d5c0-492d-b7e7-52d6491e65c9","body_text":"Subscribe to RSS\nDOI: 10.1055/s-0035-1558383\nEinfluss der hormonellen Therapie auf die Expression nozizeptiver neuronaler Marker in peritonealen Endometrioseläsionen\nHintergrund:\nEndometriose, die zweithäufigste benigne gynäkologische Erkrankung, ist assoziiert mit chronischen Unterbauchschmerzen, Dysmenorrhoe, Dyspareunie und Dyschezie. Trotz der meist im Vordergrund stehenden Schmerzsymptomatik sind die Schmerzmechanismen bisher nur unzureichend erforscht. Insbesondere ist unklar in wieweit peritoneale Endometrioseläsionen an der Schmerzpathogenese beteiligt sind und ob hier periphere und/oder zentrale Sensitivierungsmechanismen eine Rolle spielen. Erste Studien zur Thematik zeigen bei Frauen mit chronischen Unterbauchschmerzen eine erhöhte Expression von TRPV1.\nFragestellung:\nEs stellt sich deshalb die Frage, welchen Einfluss eine hormonelle Therapie auf die Expression neuronaler Schmerzrezeptoren in peritonealen Endometrioseläsionen hat und ob ein Zusammenhang zwischen Schmerz-symptomatik und zellulärem Phänotyp vor und nach Hormonbehandlung besteht.\nMethode:\nProspektiv wurden die klinischen Daten von Patientinnen mit Endometriose (EM+) und ohne EM (-) ermittelt. Es wurde die Schmerzart (S+/-) (Dysmenorrhoe, zyklischer und azyklischer Unterbauchschmerz) und Schmerzstärke (VAS) mittels Fragebögen ermittelt, weiterhin wurden das Kollektiv nach Hormontherapie (HT+/-) unterteilt. So ergeben sich folgende Gruppen: EM+S+HT+, EM-S+HT+, EM+S-HT+, EM-S+HT-, EM+S+HT-, EM-S-HT+, EM+S-HT- und EM-S-HT-. Es wurde eine immunhistochemische Analyse der peritonealen Endometrioseläsionen dieser Patientinnen durchgeführt und die Expression von Substanz P (SP) und TRPV1 als Marker für nozizeptive C- und Aδ -Fasern (n = 54) untersucht. Die Anzahl positiver Nerven für den jeweiligen Marker im Umkreis einer Läsion wurde bei einer zweihundertfachen Vergrößerung bestimmt. Anschließend wurden die durchschnittlichen Werte für die Nervendichte in den unterschiedlichen Patientengruppen verglichen.\nErgebnisse:\nBisherige Veröffentlichungen betrachten vor allem die Korrelationen zwischen zwei der drei Parameter (hormonelle Therapie, Schmerzsymptomatik, zellulärer Phänotyp). Die vorliegende Studie wird den bisherigen Kenntnisstand erweitern, indem explizit nozizeptive Nerven im Zusammenhang mit dem Gewebe- und Schmerzphänotyp unter und ohne hormonelle Therapie analysiert werden.\nDie Ergebnisse dieser Studie werden derzeit weiter erhoben. Vorläufige Daten weisen jedoch bereits jetzt auf eine Heterogenität in den einzelnen Gruppen hin. So unterscheiden sich die einzelnen Patientengewebe stark bezüglich der Proteinexpression von TRPV1 und SP. Inwiefern diese Beobachtungen mit der Pathophysiologie von Endometriose assoziierten Schmerzen zu vereinen sind und welche Auswirkung eine Hormontherapie zeigt, werden weitere statistische Analysen sowie Daten größerer Studienpopulationen zeigen.","source_license":"CC0","license_restricted":false}