{"paper_id":"c520fa7f-7a00-4e24-bcdc-782e47dbe57f","body_text":"Subscribe to RSS\nDOI: 10.1055/s-0044-1791032\nZufallsbefund einer Ureterendometriose bei asymptomatischem Harnstau und interdisziplinäre DaVinci-Endometriosesanierung mit Psoas-Hitch-Plastik\nAuthors\nZusammenfassung: Bei 1 bis 2% der Patientinnen mit Endometriose infiltriert diese den Harntrakt, davon wiederum in 10% den Ureter. Ein Großteil betrifft die Blase. Das größte Risiko der Ureterendometriose liegt in einem asymptomatischen Harnstau mit Funktionsverlust der Niere. In den meisten Fällen kommt sie linksseitig im unteren Drittel des Uretersverlaufs vor und infiltriert diesen extrinsisch.\nAnamnese und klinischer Befund: Die Vorstellung der 35-Jährigen Patientin erfolgte bei asymptomatischem Harnstau links und unklarer Ureterstenose 2 cm distal der Blase. Die Stenose wurde bei einer Schieneneinlage extra muros festgestellt. Die Patientin klagte lediglich über eine milde Dyspareunie sowie linksseitige Unterbauchschmerzen am Ende der Menstruation.\nDiagnostik: Sonographisch ergab sich bis auf eine Adenomyosis uteri ein unauffälliger Befund. Das MRT dokumentierte ein Weichteilplus linksseitig am isthmozervikalen Übergang, welches an den linken Ureter heranreichte. Dauraufhin erfolgte die Ureterorenoskopie mit Biopsie. Dabei zeigte sich im Bereich der vorbeschriebenen Striktur eine Mukosaveränderung, welche sich histologisch wie erwartet als Endometriose herausstellte.\nTherapie und Verlauf: Aufgrund der Lage des Herdes planten wir gemeinsam mit den UrologInnen eine interdisziplinäre daVinci-assistierte Endometriosesanierung mit Psoas-Hitch-Plastik. Dabei wird die Harnblase von der anterioren Bauchwand mobilisiert und an den M. psoas fixiert. Durch die Hochverlagerung kann das proximale Ureterende spannungsfrei reimplantiert werden. Postoperativ wird zur Schonung der Anastomose ein Blasenkatheter eingelegt. Intraoperativ zeigte sich ausschließlich der den Ureter ummauernde Befund, der sich bis in die Beckenwand und nach rektovaginal erstreckte (#ENZIAN A3 B3/0 FA FU). Die Patientin konnte am 7. postoperativen Tag nach Entfernung des Blasenkatheters und unauffälliger Spontanmiktion bei Wohlbefinden entlassen werden.\nPublication History\nArticle published online:\n01 October 2024\n© 2024. Thieme. All rights reserved.\nGeorg Thieme Verlag KG\nRüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Germany","source_license":"CC0","license_restricted":false}