{"paper_id":"bd4b6229-ecea-43ad-a725-7bf2be098722","body_text":"Subscribe to RSS\nDOI: 10.1055/s-2007-983622\nAromatase und Östrogen-Sulfotransferase (EST) Expression bei Endometriosepatientinnen – Hinweis für unbalancierte und autonome Östrogenproduktion in Endometrioseherden\n1. Fragestellung:\nEndometriose ist eine hormonabhängige Erkrankung deren Entstehung und Fortschreiten mit einer gestörten Regulation der Östrogenproduktion verbunden ist. In diesem Zusammenhang stellen die Östrogen-bildende Aromatase und die Östrogen-abbauende EST Schlüsselenzyme dar deren Regulation und Expression den lokalen Hormonstatus wesentlich beeinflussen. Ziel der vorliegenden Studie war die Untersuchung des Verteilungsmusters beider Enzyme in Endometriosepatientinnen.\n2. Methodik:\nExtragenitale Endometrioseherde und korrespondierendes uterines Endometrium von 35 Endometriosepatientinnen sowie Proben von 33 gesunden Frauen wurden immunhistochemisch untersucht. Die unterschiedlich glanduläre und stromale Expression der beiden Enzyme in den 3 Gruppen wurde verglichen bzw. semiquantitativ ausgewertet.\n3. Ergebnisse:\nGlanduläre und stromale Anteile extragenitaler Endometrioseherde wiesen eine signifikant erhöhte Expression der Östrogen-bildenden Aromatase gegenüber dem uterinen Endometrium von Endometriosepatientinnen auf (32/35 vs. 25/35; p=0,021 Chi Square test). Weiters zeigte der Vergleich der uterinen Endometria (Endometriosepatientinnen vs. Kontrollen) eine signifikant erhöhte Aromataseexpression bei Patientinnen mit Endometriose (25/35 vs. 8/33; p<0,001, Chi Square test). Die Expressionen der Östrogen-abbauenden EST wiesen keine signifikanten Unterschiede in den 3 Gruppen auf.\n4. Schlussfolgerung:\nDie deutlich erhöhte Aromataseexpression in ektopen und uterinen Endometrium von Endometriosepatientinnen bei gleichbleibenden Spiegeln der östrogen-reduzierenden EST weist auf eine autonome und unbalancierte Produktion von Östrogenen bei Endometriosepatientinnen hin.","source_license":"CC0","license_restricted":false}