{"paper_id":"bd378071-29d1-4b75-9b35-0e860d1daa91","body_text":"Article\nRegionale Versorgungsunterschiede und deren Determinanten bei Patientinnen mit Endometriose in Mittel- und Osthessen: Ein Mixed-Methods Studienprotokoll\nSearch Medline for\nAuthors\n| Published: | October 2, 2023 |\n|---|\nOutline\nText\nHintergrund und Stand der Forschung: Die Notwendigkeit eines regionalen Gesundheitsmonitorings um Qualit�t, Inanspruchnahme und Struktur der Gesundheitsversorgung auch kleinteilig innerhalb eines Landes zu untersuchen ist international und in Deutschland wissenschaftlich anerkannt. Bei Sichtung von Versorgungsforschung in Deutschland ist auff�llig, dass im Bereich der Frauengesundheit, insbesondere zu Patientinnen mit der Erkrankung Endometriose, empirische Untersuchungen zu Determinanten oder Erkl�rungen potentieller regionaler Versorgungsvariabilit�t fehlen. Es ist bisher wenig dazu bekannt, ob Endometriosepatientinnen in Deutschland regional unterschiedlich versorgt werden.\nFragestellung und Zielsetzung, Hypothese: Ziel des Forschungsvorhabens ist es daher, die regionale Inanspruchnahme und Qualit�t der Versorgung, den Einfluss struktureller Determinanten auf die Qualit�t sowie die direkten Erfahrungen der betroffenen Patientinnen mit der Endometrioseversorgung in sieben Landkreisen in Mittel- und Osthessen zu untersuchen. Dazu wurde ein Studienprotokoll entwickelt.\nMethode: Zur Beantwortung der Forschungsfrage wird ein Mixed-Methods-Ansatz genutzt, um die Versorgungssituation von Endometriosepatientinnen in den sieben Landkreisen in Mittel- und Osthessen verl�sslich abzubilden. Zuerst werden retrospektiv Abrechnungsdaten zur Inanspruchnahme analysiert und Qualit�tsindikatoren (QIs) genutzt, um m�gliche regionale Variabilit�t in der Behandlung von Endometriosepatientinnen im ambulanten und station�ren Sektor zu beschreiben. Zweitens werden strukturelle Determinanten der Regionen mit der Versorgungsqualit�t verglichen. Drittens werden qualitative, semistrukturierte Interviews mit Endometriosepatientinnen zu ihrer Perspektive und Erfahrungen in den ausgew�hlten Landkreisen gef�hrt. Die Daten werden deskriptiv, mittels Small Area Variation Analysis und mit multifaktoriellen ANOVAs ausgewertet. Die Interviews werden mit dem ph�nomenologischen Ansatz interpretiert.\nAktueller Stand des Forschungsvorhabens: Die Umsetzung des Studienprotokolls wurde von der zust�ndigen Ethikkommission genehmigt. Die Datenakquise und Rekrutierung von Patientinnen wird im Mai 2023 starten.\nImplikation f�r die Versorgung: Die Erkenntnisse aus der Studie dienen zur Aufdeckung der Funktionalit�t und Qualit�t der Endometrioseversorgung und lassen R�ckschl�sse auf den Ist-Stand in den untersuchten Landkreisen zu. So kann ein Nutzen f�r die Allgemeinheit, im speziellen f�r Patientinnen, Fachpersonal und Krankenversicherungen, generiert und m�gliche Fehlfunktionen in der Endometrioseversorgung aufgedeckt werden. Zudem k�nnen auf Basis der Daten verschiedene Interventionen entwickelt werden, um einer Unter-, Fehl- oder �berversorgung entgegenzuwirken. Die Ergebnisse sind auch generell f�r das deutsche Gesundheitssystem bedeutend, um die Versorgungsqualit�t zu sichern sowie die Finanzierung und Ressourcenallokation von Prozeduren und Behandlungen bei Endometriose sinnvoll gestalten zu k�nnen. Das Studiendesign kann f�r weitere Forschung zu anderen Erkrankungen oder Regionen genutzt werden.","source_license":"CC0","license_restricted":false}