{"paper_id":"bc8d60f9-d7cc-4aff-a0ee-9441a524000c","body_text":"Subscribe to RSS\nDOI: 10.1055/s-0035-1558377\nCase Report: Endometriose des Mons pubis und tief infiltrierende Douglas-Endometriose bei 27-jähriger Patientin ohne Vor-Operation und Endometriose des Mons pubis bei 30-jähriger Patientin nach 2x Sectio\nEinführung:\nKutane Endometriose betrifft weniger als 5% aller Fälle von Endometriose. Vorausgegangene Operationen, vor allem Sectiones, gelten als Risikofaktor. Weniger als ein Drittel aller Fälle von kutaner Endometriose treten spontan, also ohne vorherige Operation, auf [1, 2]. Die Mehrheit dieser Fälle manifestiert sich dabei am Nabel [3]. Wir präsentieren zwei Fälle von Endometriose im Bereich des Mons pubis, einmal mit, einmal ohne vorhergegangene Operation.\nFallbericht 1:\nDie 27-jährige Patientin stellte sich wegen zyklusabhängiger Schmerzen und Schwellung im Bereich des Mons pubis sowie Dyspareunie in unserer Klinik vor. Vorhergehende Operationen wurden verneint. Vorausgehende medikamentöse Therapieversuche waren wegen Nebenwirkungen abgebrochen worden.\nSonographisch zeigte sich ein ca. 1,5 cm großer homogener echoarmer Herdbefund am Mons pubis, passend zu einem Endometrioseherd. In der gynäkologischen Untersuchung fiel außerdem ein druckschmerzhafter Herdbefund im Douglas auf. Es wurde die Indikation zur Resektion des Herdbefundes am Mons pubis sowie zur Laparoskopie und Entfernung des Dougals-Herdes sowie ggf. weiteren Endometriose-Sanierung gestellt.\nIntraoperativ konnte die Raumforderung am Mons pubis komplikationslos entfernt werden. In der Laparoskopie zeigte sich ein bräunlicher Endometrioseherd von 2,5 cm Größe im Douglas, welcher ebenfalls reseziert werden konnte. Sonst ergab sich ein unauffälliger Befund.\nHistologisch bestätigte sich der Verdacht auf Endometriose bei beiden exzidierten Herden.\nPostoperativ war die Patientin beschwerdefrei. Es wurde eine endokrine Erhaltungstherapie mit Dienogest 2 mg/Tag begonnen.\nFallbericht 2:\nDie 30-jährige sehr adipöse (BMI 40) Patientin stellte sich wegen perimenstrueller brennender Schmerzen im Bereich des Mons pubis bei Z.n. 2x Sectio caesarea vor. Im Rahmen einer Bauchdeckenstraffung drei Jahre zuvor war bereits histologisch Endometriose gesichert worden. Eine hormonelle Nachbehandlung erfolgte wegen Adipositas und Nikotinabusus nicht. Nach einer Interruptio war eine Thrombose aufgetreten, unter der Antikoagulation klagte die Patientin nun über Hypermenorrhoen.\nIn der gynäkologischen Untersuchung zeigte sich der V.a. Endometrioseherd am Mons pubis sowie der V.a. Adenomyosis uteri, unter GnRH-Analoga waren die Beschwerden progredient, so dass die Indikation zur Resektion des Herdes und Einlage eines Gestagen-IUD gestellt wurde.\nHistologisch bestätigte sich die Endometriose. Postoperativ kam eines zu einer eitrigen Wundheilungsstörung mit Vac-Anlage sowie schließlich zu einem Narbenbruch, der erneut operativ behandelt werden musste. Bei unter IUD anhaltenden Hypermenorrhoen und abgeschlossener Familienplanung erfolgte schließlich die Endometriumablation.\nDiskussion:\nAnhand der beiden Fälle lassen sich die Theorien zur Pathogenese von Endometriose ebenso wie, insbesondere in Anbetracht der postoperativen Komplikationen bei der zweiten Patientin, die Vor- und Nachteile der therapeutischen Methoden diskutieren.\n[1] Zhai Jing. Spontaneous cutaneous endometriosis in the Mons pubis region. Diagnostic Zytopathology, Vol. 42, No 7, 2013\n[2] Fernandez-Acenero MJ et al. Cutaneous endometriosis: review of 15 cases diagnosed in a single institution. Archives of Gynecology and Obstetrics. 283 (5), 1041 – 1044, 2011\n[3] Kyamidis, Kyriakos; Lora, Viviana; & Kanitakis, Jean. (2011). Spontaneous cutaneous umbilical endometriosis: Report of a new case with immunohistochemical study and literature review. Dermatology Online Journal, 17(7)","source_license":"CC0","license_restricted":false}