{"paper_id":"bc555eae-2204-49b6-a6ad-e3fb4b366a55","body_text":"Zusammenfassung\nEndometriose ist definiert als das ektope Auftreten von Gebärmutterschleimhaut, d.h. Drüse und Stroma, außerhalb des Uteruscavums. Dabei gibt es prinzipiell fast alle Lokalisationen des menschlichen Körpers; das Vorkommen im kleinen Becken ist jedoch an häufigsten. Klassifikationen zur Einteilung des Schweregrades der Erkrankung beziehen sich daher in aller Regel in erster Linie auf die Bewertung der Implantate der Endometriosis genitalis interna et externa, wie auch die international gebräuchliche Klassifikation der American Fertility Society (AFS) von 1985. Hier werden Endometriose-Implantate der Ovarien mit max 40 Punkten bewertet; peritoneale Herde können max bis zu 6 Punkte erzielen. Für klinische Fragestellungen, die Zusammenhänge zwischen Lokalisation und Beschwerden oder Lokalisation und Sterilität klären wollen, ist diese Einteilung jedoch noch zu ungenau. Ebenso kann wissenschaftlichen Fragestellungen, die darauf abzielen, eine Beziehung zwischen Lokalisation und Ansprechen auf medikamentöse Therapie oder Lokalisation und histologischen Eigenschaften zu zeigen, auf diese Weise nicht suffizient nachgegang werden. Es wurde daher für diese Belange eine „Endometriose-Landkarte“ erstellt, die detailliert das kleine Becken in einzelne Felder unterteilte. Insgesamt wurden zunächst 15 Lokalisationsmöglichkeiten erfaßt, wobei seltene Lokalisationen zusätzlich deskriptiv zugefügt werden konnten. Bei der Verteilung der Häufigkeit der einzelnen Lokalisationen fiel zunächst im eigenen Krankengut auf, daß die in der Literatur angegebene hohe Frequenz des ovariellen Befalls mit bis zu 75% (2) bei uns nicht erreicht werden konnte. Es wurden daher im folgenden systematisch 388 konsekutiv operierte Patientinnen unserer Klinik mit histologisch gesicherter Endometriose bezüglich der Lokalisation der Implantate den o.g. Kriterien gemäß untersucht und zusätzlich die Erkrankung nach der AFS-Stadieneinteilung Schweregraden zugeordnet. Eine Auswahl der Patientinnen hinsichtlich Alter, Vörerkrankung oder Operationsindikation erfolgte nicht, einziges Kriterium für dir Aufnahme in die Untersuchung war die histologisch nachgewiesene Endometriose.\nSimilar content being viewed by others\nLiteratur\nJenkins, S., Olive, D.L., Haney, A.F.: Endometriosis: Pathogenetic implikations of the anatonic distribution Obstet Gynecol 67, 335, 1986\nPhillipe, E., Charpin, C.: Pathology of endometriosis In: Bruhat, M.A., Canis, M. (eds) Endometriosis Contr. Gynec. Obstet 16, 84, Karger, Basel 1987\nRiedel, H.H., Semm, K.: Mechanism and influece of a antigonadotropin-treatment with danazol (Winobanin): clinical experience with a 3-step-therapy for extragenital endometriosis In: Semm, K., Greenblatt, R.B., Mettler, L. (eds) Genital endometriosis in infertility X World Congress of Fertility and Sterylity, Madrid Thieme-Verlag, Stuttgart New York 1982\nSchweppe, K.W.: Ätiologie, Histologie und Pathophysiologie der Endometriose In: Schindler, A.E., Schweppe, K.W. (eds) Endometrioseneue Therapiemöglichkeiten durch Buserelin Walter de Gruyter, Berlin New York 1989\nAuthor information\nAuthors and Affiliations\nEditor information\nEditors and Affiliations\nRights and permissions\nCopyright information\n© 1993 Springer-Verlag Berlin Heidelberg\nAbout this paper\nCite this paper\nOchs, H., Cirkel, U., Neiss, J., Schneider, H.P.G. (1993). Topographie von Endometrioseherden in Abhängigkeit vom Schweregrad der Erkrankung. In: Krebs, D., Berg, D. (eds) Gynäkologie und Geburtshilfe 1992. Springer, Berlin, Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-642-77857-5_216\nDownload citation\nDOI: https://doi.org/10.1007/978-3-642-77857-5_216\nPublisher Name: Springer, Berlin, Heidelberg\nPrint ISBN: 978-3-642-77858-2\nOnline ISBN: 978-3-642-77857-5\neBook Packages: Springer Book Archive","source_license":"CC0","license_restricted":false}