{"paper_id":"b6056b67-6f00-4d68-9b4d-fb8f08349029","body_text":"Subscribe to RSS\nDOI: 10.1055/s-2003-815264\nAngiogenesestatus von Endometrioseläsionen und von eutopem Endometrium – Einfluss des menstruellen Zyklus und einer GnRH-Vorbehandlung\nZielsetzung: Im eutopen Endometrium bestehen erhebliche menstruationszyklusabhängige Fluktuationen der Angiogenese, ein Prozess, der auch bei der Entstehung von Endometrioseläsionen beobachtet wird. Wir untersuchten hier den Einfluss hormonaler Stimuli auf die Angiogenese im eutopen Endometrium und in verschiedenen Endometrioselokalisationen.\nMaterialien und Methoden: 76 Gewebeproben von Endometriosepatientinnen und 30 Endometriumproben von Kontrollen wurden immunhistochemisch für Von-Willebrand-Faktor (F-VIII) und Ki67 doppelmarkiert, um die Mikrogefäßdichte (MVD) und den Gefäßproliferationsindex (VPI) zu bestimmen. Die Proben wurden anhand der anatomischen Lokalisation (eutopes Endometrium, peritoneale Herde, Endometriome, tief-infiltrierende Herde, Adenomyose) und anhand der Phase des menstruellen Zyklus eingruppiert. Median und Interquartilenbereiche sind angegeben.\nErgebnisse: Bei den Kontrollen war der VPI im proliferativen Endometrium [15% (12%–37%)] signifikant höher als im sekretorischen Endometrium [5% (3%–9%] (P<0,001) mit der gleichen Tendenz bei den Endometriosepatientinnen [9% (3%–32%) vs. 7% (4%–9%)] (n.s.). In den ektopen Läsionen waren keine zyklusabhängigen Unterschiede zu beobachten. Bei den tief-infiltrierenden Läsionen war der VPI nach GnRH-a-Vorbehandlung signifikant reduziert [0% (0%–4%) vs. 7% (2%–16%)] (P=0,008). Im eutopen Endometrium wurden ähnliche MVDs und VPIs bei Endometriosepatientinnen [29 (27–42);7% (4%–12%)] und Kontrollen [30 (22–34); 10% (4%–16%)] beobachtet. Zwischen den verschiedenen anatomischen Lokalisationen der Endometriose war kein signifikanter Unterschied bei den vaskulären Parametern nachweisbar.\nZusammenfassung: Im proliferativen eutopen Endometrium war die Angiogenesaktivität am Höchsten. In Endometrioseläsionen proliferieren die Mikrogefäße auf einem vergleichsweise niedrigeren Niveau, unabhängig von der anatomischen Lokalisation (Entitäten?) und unabhängig vom Menstruationszyklus. Allerdings war bei der tief-infiltrierenden Endometriose eine GnRH-a-Behandlung mit einer Suppression der Angiogeneseaktivität assoziiert. Die Ergebnisse unterstreichen die Hypothese, dass die hormonale Regulation der Angiogenese im eutopen Endometrium eine größere Rolle spielt als bei der Endometriose.","source_license":"CC0","license_restricted":false}