{"paper_id":"adcfbd43-5647-429e-baae-ebad06ea4908","body_text":"Subscribe to RSS\nDOI: 10.1055/s-2005-870793\nRadikale Resektion der invasiven Endometriose mit Blasen- oder Darmbeteiligung – Eine retrospektive Analyse\nEinleitung: Eine ausgedehnte Endometriose mit Blasen- und/oder Darmbeteiligung kann mit Symptomen wie Dysmenorrhoe, Dyschezie und chronischen Unterbauchschmerzen einhergehen. Bei diesen Patientinnen ist eine radikale chirurgische Sanierung Teil des Therapiekonzeptes.\nMethoden: Patientinnen (Pat.) mit einer ausgedehnten Endometriose (ASMR IV) mit Darm- und/oder Blasenbeteiligung welche im Sinne eines interdisziplinären chirurgischen Behandlungskonzeptes in den letzten 10 Jahren in unserer Klinik operiert worden sind, wurden in einer retrospektiven Analyse nachuntersucht. Hierzu wurden die Beschwerden der Patientinnen vor, sowie 1, 3 und 5 Jahre nach dem operativen Eingriff erfasst. Die Datenerhebung basierte auf einer visuellen Schmerzskala (1: kein Schmerz, 10: Geburtsschmerz).\nErgebnisse: 23 Patientinnen mit einem durchschnittlichen Alter von 31,9 Jahren (±35 SD, Range: 24–34 Jahre) wurden untersucht. Die mittlere Nachbeobachtungszeit betrug 3,6±1,5 Jahre. Die Beschwerden der Patientinnen traten im Schnitt 14±7,4 Monate vor dem operativen Eingriff auf (nicht-zyklusabhängige Unterbauchschmerzen 74%, Dysmenorrhoe 52%, Dyspareunie 30%, Dyschezie und Infertilität 17%). Die mittlere Operationsdauer betrug 5h 45min (±1h 13min). Die durchgeführten operativen Eingriffe umfassten anteriore Rektumresektionen (18 Pat., 78%), Sigmateilresektionen (4 Pat., 17%), Blasenteilresektionen (4 Pat., 17%), und Hysterektomien (3 Pat., 13%). Der mittlere Punktwert des visuellen Schmerzbogens bei Dyspareunie betrug präoperativ 6,8, nach 2 Monaten postoperativ 2,0 und nach 5 Jahren 4,6. Die Ergebnisse bei Pat. Mit Unterbauchschmerzen betrugen 6,6/2,6/3,5, bei Dyspareunie 4,4/1,5/1,5 und bei Dyschezie 4,3/1/1,5. Von den 4 Sterilitätspatientinnen kam es bei 2 Pat. zu einem Schwangerschaftseintritt (1 spontan, 1 IVF).\nZusammenfassung: Die radikale chirurgische Sanierung, im Sinne eines interdisziplinären Behandlungskonzeptes, ist ein effektiver Therapieansatz bei Patientinnen mit invasiver Endometriose mit Blasen- und Darmbeteiligung.","source_license":"CC0","license_restricted":false}