{"paper_id":"ac736c6c-6642-4070-9683-04baa7d44c4e","body_text":"Subscribe to RSS\nDOI: 10.1055/s-0029-1225236\nExpression von Galektin-1 und Galektin-3 am Endometriose-Gewebe sowie am normalen Endometrium im Vergleich\nFragestellung: Galektine als kohlenhydratbindende Proteine an der Oberfläche von Zellen spielen bei Zelladhäsionsvorgängen eine wichtige Rolle. Die modulatorische Wirkung der Galektine auf T-Lymphozyten spricht für die Beeinflussung immunologischer Prozesse, deren Anteil an der Entstehung der Endometriose derzeit untersucht wird. In dieser Arbeit sollte gezeigt werden, wie stark die Galektine 1 und 3 im ektopen Endometrium bei Endometriose-Patientinnen exprimiert werden und wie sich dieses Ergebnis von ihrer Expression im eutopen Endometrium gesunder Frauen unterscheidet. Methodik: In 2×58 Paraffinschnitten von ektopen Endometrioseläsionen wurden Galektin-1 bzw. Galektin-3 mithilfe der ABC-Methode detektiert. Zum Vergleich wurden Galektin-1 und Galektin-3 in 2×15 Paraffinschnitten von normalem Endometrium (je 5 Schnitte aus proliferativer, frühsekretorischer und spätsekretorischer Phase) mit dergleichen Methode gefärbt. Die Auswertung der Galektin-Expression erfolgte semiquantitativ mithilfe des IRS-Scores. Zur statistischen Auswertung wurde SPSS verwendet. Ergebnisse: Galektin-1 war im Endometriosegewebe in deutlich geringerem Maß (IRS: 2,47) nachzuweisen als in den Vergleichsschnitten aus dem Endometrium gesunder Probandinnen (IRS: 10,27). Galektin-3 war nicht signifikant vermindert. Innerhalb beider Vergleichsgruppen wurde Galektin-1 fast ausschließlich im Stroma detektiert, während Galektin-3 vorwiegend an Drüsenzellen nachgewiesen wurde. Schlussfolgerung: Im Rahmen dieser Arbeit konnte gezeigt werden, dass die Expression des immunologisch involvierten Galektin-1 innerhalb von Endometrioseläsionen downreguliert ist. Da Galektin-1 die Apoptose aktivierter T-Zellen fördert, führt seine verminderte Expression in Endometriosezellen auch zu verminderter Induktion lymphozytärer Apoptose. Dies deckt sich mit der erhöhten Anzahl von T-Zellen im eutopen und ektopen Endometrium der Patientinnen. Zu den Ergebnissen der Färbungen (Galektin-1 fast ausschließlich innerhalb des Stromas) passt auch, dass man eine erhöhte Konzentration von Lymphozyten gerade in den Stromazellen des ektopen Endometriums beobachtet.","source_license":"CC0","license_restricted":false}