{"paper_id":"a49a0737-dc35-4308-8cd1-954e40684f57","body_text":"Subscribe to RSS\nDOI: 10.1055/s-0028-1088868\nPräoperative Schmerzlevel und Rezidivrisiko bei Patientinnen mit Endometriose\nEinleitung\nDie Beschwerden von Patientinnen mit Endometriose korrlieren nicht mit dem Stadium der Erkrankung. Die Rezidivrate der Endometriose ist auch nach adäquater chirurgischer Behandlung hoch. Daten über Risikofaktoren für eine erhöhte Rezidivrate bei Patientinnen mit Endometriose sind spärlich.\nMaterial und Methoden\nZiel dieser Studie war es, den Einfluss anamnestischer Faktoren und des therapeutischen Vorgehens auf die Rezidivrate zu untersuchen. Der Einfluss der anamnestisch erhobenen Informationen und der Therapie auf die Rezidivrate wurde mittels Kaplan-Meier-Schätzer und dem Cox-Regressionsmodel ermittelt.\nErgebnisse und Beobachtungen\nPatientinnen mit präoperativ erhöhten Schmerzleveln sowie Patientinen mit einer hohen Schmerzreduktion durch die Operation erlitten häufiger Rezidive. Die Kaplan-Meier-Überlebenzeitanalyse ergab zusätzlich, dass Frauen, die von anormalen Blutungsdauern (<5 oder >7 Tage) oder von weniger als zwei Lebendgeburten berichteten, signifikant höhere Rezidivraten aufwiesen. Frauen, die postoperativ ein orales Kontrazeptivum einnahmen zeigten die gleiche Rezidivrate wie Frauen ohne Pilleneinnahme, jedoch zeigte sich ein signifikant (p=0,012) reduziertes Rezidivrisiko bei Frauen mit kontinuierlicher Pilleneinnahme.\nSchlussfolgerung\nRisikofaktoren bezüglich Rezidivrate bei Endometriose sind in der klinischen Praxis nicht etabliert. Verschiedene Optionen zur Rezidivprophylaxe, wie die Einnahme eines monophasischen, oralen Kontrazeptivums werden diskutiert. Das Rezidivrisiko scheint jedoch massiv durch die Schmerzperzeption der Patientinnen bedingt zu sein.","source_license":"CC0","license_restricted":false}