{"paper_id":"a1dcb18b-9a0b-4d9f-8313-4d101636dd82","body_text":"Subscribe to RSS\nDOI: 10.1055/s-2006-952708\nDie kombinierte Endometriosetherapie–Langzeitergebnisse in Abhängigkeit vom Aktivitätszustand der Endometriose\nFragestellung: Der therapeutische Effekt der hormonellen Endometriosetherapie differiert. Deshalb evaluierten wir die Effektivität dieser Therapie unter Berücksichtigung des Proliferationszustandes der Endometriose bei der Primärdiagnose.\nMethodik: In einer retrospektiven Studie wurden 105 Patientinnen untersucht, die einer Drei-Phasen-Therapie mit sechsmonatiger GnRH-Analoga-Applikation zugeführt wurden. Während der diagnostischen Laparoskopie erfolgten Probebiopsien. Der Proliferationszustand der Endometriose wurde prätherapeutisch in den Biopsien durch die Expression des Proliferationsmarkes MIB-1 bestimmt und entsprechend der Dekoration in 4 Gruppen eingeteilt. An Hand eines ausführlichen Fragebogens wurde das rezidivfreie Intervall nach der Therapie erhoben.\nErgebnisse: Nach 1 Jahr traten im Mittel bei 12% der Patientinnen erneut Dysmenorrhoen auf. Bezogen auf die prätherapeutische Expression des Proliferationsmarkers MIB-1 imponierte ein signifikanter Unterschied. So gaben Patientinnen mit fehlender Dekoration in den endometrialen Läsionen in 18% Dysmenorrhoen, dagegen Patientinnen mit einer starken prätherapeutischen Dekoration nur in 6% erneute Dysmenorrhoen an. Nach 5 Jahren betrug die kumulative Rezidivrate aller Symptome 56%. Auch hier zeigte sich ein deutlicher Vorteil bei den Patientinnen mit einer starken prätherapeutischen Dekoration des Proliferationsmarkes MIB-1. Der postoperative Beobachtungszeitraum betrug im Mittel 8,5 Jahre.\nSchlussfolgerungen: Durch die kombinierte Endometriosetherapie werden gute Heilungsraten erreicht. Nach einem kurzen rezidivfreien Intervall treten erneut endometriosetypische Beschwerden auf. Die Rezidivraten sind vom Proliferationszustand der Endometriose abhängig. Für die klinische Praxis ergibt sich, dass die Endometriose möglichst früh diagnostiziert und therapiert werden muss, bevor ein Übergang in eine proliferativ inaktive Endometriose erfolgt.","source_license":"CC0","license_restricted":false}