{"paper_id":"98e5cae0-fee2-449f-82cd-4b31cc033132","body_text":"Subscribe to RSS\nDOI: 10.1055/s-0040-1714019\nDas internationale Endometriose-Evaluationsprogramm (IEEP) – eine Studie für Kliniker, Forscher und Patientinnen\nAuthors\nEinleitung: Die Endometriose ist mit ihren vielseitigen Erscheinungsformen ein Chamäleon unter den Erkrankungen. Eine eindeutige Ätiologie ist bislang nicht bekannt und die Heterogenität der klinischen Symptomatik erschwert die frühzeitige Diagnose und Therapie. Eine mögliche Antwort auf diese Problematik könnte die systematische Erfassung und Erhebung eines strukturierten Follow-up sein. Zudem soll die Untersuchung von Biomarkern zur Entwicklung von diagnostischen und prädiktiven Tests führen, mit deren Hilfe Patientinnen individualisiert operativ oder medikamentös therapiert werden können.\nMaterial und Methoden: Hierfür wurde ein multizentrisches, web-basiertes Dokumentationssystem entwickelt, das International Endometriosis Evaluation Programm (IEEP). Hiermit konnten bislang europaweit von Februar 2014 bis heute mehr als 12 000 Patientinnen mit intraoperativ diagnostizierter Endometriose erfasst werden. Die erhobenen Daten, welche in einer Oracle-basierten Datenbank mittels eCRF (electronic case report form) erfasst werden, beinhalten sowohl Patientencharakteristika, anamnestische Daten, klinische Erscheinungsformen, diagnostische Verfahren wie auch operative Daten und therapeutische Maßnahmen.\nErgebnisse und Ziel: Das Ziel der Sammlung von Biomarkern ist es diagnostische und prädiktive Tests zu etablieren, mit deren Hilfe eine Diagnostik ohne operative Abklärung möglich ist und die Wirksamkeit einer Therapie vorhergesagt werden kann. Weiterhin konnten bereits in ersten Auswertungen verschiedene Subgruppen der Endometriose anhand der Ausbreitung definiert werden und deren Patientencharakteristika analysiert werden. Diese Ergebnisse sind ein erster Schritt zum besseren Verständnis der Endometriose und ermöglichen in der Zukunft die systematische Erforschung dieser Erkrankung.\nPublication History\nArticle published online:\n14 July 2020\nGeorg Thieme Verlag KG\nStuttgart · New York","source_license":"CC0","license_restricted":false}