{"paper_id":"91a17d2b-953b-4d64-88fa-1f57ff53b487","body_text":"Subscribe to RSS\nDOI: 10.1055/s-0040-1717678\nExpression von Fibronektin und Progranulin in eutopem Endometrium – potenzielle stadienabhängige Biomarker für die Endometriose\nAuthors\nZielsetzung 10-15 % aller Frauen im reproduktiven Alter sind von Endometriose betroffen. Dennoch sind die molekularen Mechanismen sowie die Pathogenese nicht vollständig geklärt. Das Ziel der Studie war, die unterschiedlichen Stadien der Erkrankung im Hinblick auf Gen- und Proteinexpression im humanen Endometrium genauer zu untersuchen und potenzielle Biomarker zu detektieren. Wir wählten dabei die Proteine Fibronektin (FN1) und Progranulin (GRN), welche bereits im Zusammenhang mit Proliferation, Invasion und Implantation, aber nicht der Endometriose beschrieben wurden.\nMaterialien Wir untersuchten eutopes Endometriumgewebe von Frauen, welche sich einer laparoskopischen Operation unterzogen (n = 58).\nMethoden Die mRNA-Expression der Gene untersuchten wir mit Hilfe der quantitativen real-time Polymerasekettenreaktion (qRT-PCR). Für die Messung der Proteinexpression verwendeten wir die Immunhistochemie sowie den Enzyme-linked Immunosorbent Assay (ELISA).\nErgebnisse Es zeigten sich signifikante Unterschiede der Gen- und Proteinexpression von FN1 und GRN im eutopen Endometrium sowohl im Vergleich von gesunden zu betroffenen Frauen, als auch innerhalb der verschiedenen Stadien der Endometriose (p < 0.05). Die stärkste mRNA-Expression sahen wir bei Frauen mit minimaler Endometriose. Auf Proteinebene war sowohl eine signifikante Reduktion beider Proteine bei Frauen mit Endometriose im Vergleich zu gesunden Frauen erkennbar, als auch eine stadienabhängige Korrelation der Proteinexpression. Während FN1 hauptsächlich in Stroma- und Endothelzellen exprimiert wurde, zeigte sich die GRN-Expression insbesondere in Stroma- und Epithelzellen.\nZusammenfassung Unsere Ergebnisse bezüglich unterschiedlicher Gen- und Proteinexpression von FN1 und GRN innerhalb der verschiedenen Stadien der Endometriose unterstützen die Hypothese einer unterschiedlichen Pathophysiologie von milder und schwerer Endometriose. Die Resultate zeigen eine mögliche Verwendung von FN1 und GRN als neue klinische Biomarker.\nPublication History\nArticle published online:\n07 October 2020\n© 2020. Thieme. All rights reserved.\nRüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Germany","source_license":"CC0","license_restricted":false}