{"paper_id":"7982fb69-231b-498f-8db4-fe02721b3c10","body_text":"Subscribe to RSS\nDOI: 10.1055/s-0029-1223003\nPräexistierende Dünndarmendometriose und Komplikationen während der Schwangerschaft\nHintergrund; Endomteriosebeschwerden sind während der Schwangerschaft minimal, da die plazentare Hormonproduktion das Wachstum der Endometrioseherde hemmt. Obwohl zur Zeit der Schwangerschaft innaktiv, können vorbestehende Endometrioseherde zu Komplikationen in der Schwangerschaft führen. Auf dem Boden einer schweren Dünndarmendometriose entwickelte die vorgestellte Patientin diverse schwere Komplikationen und musste mehrmals während und nach der Schwangerschaft operiert.\nFallvorstellung; Eine 33-jährige IG, IP mit ICSI-induzierter Zwillingsschwangerschaft wurde in der 22. SSW bei Verdacht auf Appendizitis appendektomiert. Der Histologiebefund ergab eine Endometriose im Appendix. Bei 26+2 SSW erfolgte eine Re-Laparoskopie bei Verdacht auf abdominalen Abszess, intraoperativ war kein Korrelat zu finden. Ein Tag später, wegen des Tokolysedurchbruchs bei Amnioninfektsyndrom wurde sie per Notfallsektio entbunden. Dabei wurde ein, an der Uterushinterwand adhärenter, stenosierender Dünndarmtumor chirurgisch gelöst, aber nicht reseziert. Bei 27+0 SSW wurde bei Peritonitis und Dünndarm-Illeus eine Dünndarmresektion durchgeführt. Die Histologie zeigte multiple Endometrioseherde, sowie eine Stenose des Ileums mit eitriger Entzündung. Postoperativ traten Schlingenabszesse auf, die mehrere Revisionslaparotomien mit Lavage und Drainage notwendig machten. Die gesamte Hospitalisation betrug fast 3 Monate.\nSchlussfolgerung; Eine präexistierende Endometriose kann während der Schwangerschaft schwere Komplikationen verursachen, muss aber, da in der Literatur kaum beschrieben, extrem selten sein. Eine Dünndarmendometriose ausserhalb der Schwangerschaft ist in zahlreichen Publikationen gut dokumentiert.\nDünndarmendometriose - Schwangerschaftskomplikation - Sepsis","source_license":"CC0","license_restricted":false}