{"paper_id":"73d22bbf-e280-48ca-b266-12132de19047","body_text":"Subscribe to RSS\nDOI: 10.1055/s-0045-1812539\nUterine Kontraktilität bei Frauen mit Endometriose und Adenomyose\nAuthors\nEinleitung: Adenomyose und Endometriose sind gutartige, gynäkologische Erkrankungen, die zahlreiche Frauen betreffen. Mehrere Studien zeigen eine Korrelation zwischen einer veränderten Uterusperistaltik und der Entstehung dieser Erkrankungen. Dabei wurde häufig eine veränderte uterine Peristaltik mit einer erhöhten Frequenz und Amplitude der Kontraktionen beschrieben. Ziel dieser Arbeit war es, zu zwei Zeitpunkten im Zyklus (1.-3. und 8.-13. Zyklustag) zu untersuchen, ob Frauen mit einer gesicherten Endometriose- oder Adenomyosediagnose im Vergleich zu nicht betroffenen Frauen eine erhöhte uterine Kontraktilität aufweisen.\nPatient:innen und Methoden: Die prospektive Beobachtungsstudie umfasste insgesamt 43 Frauen im Alter von 20-42 Jahren, die in der Universitätsklinik für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin der Medizinischen Universität Innsbruck rekrutiert wurden. Davon hatten 22 Probandinnen eine gesicherte Endometriose- oder Adenomyosediagnose und die Kontrollgruppe bestand aus 21 gesunden Probandinnen.\nDie Beurteilung der uterinen Kontraktilität erfolgte mithilfe der B-Bild-Sonographie in Kombination mit der Shear-Wave-Elastographie. Insgesamt wurden 86 Videoaufzeichnungen analysiert, aus denen sowohl die minimale und maximale Gewebesteifigkeit als auch die Kontraktionsfrequenz abgeleitet wurden. Für den Vergleich zwischen den Gruppen kamen neben deskriptiven statistischen Verfahren auch der t-Test sowie der Mann-Whitney-U-Test zur Anwendung.\nErgebnisse: Die Analyse zeigte zu beiden Zykluszeitpunkten keinen signifikanten Unterschied hinsichtlich der Kontraktionsfrequenz sowie der minimalen und maximalen Gewebesteifigkeit zwischen den beiden Gruppen (p>0,05). Es gab keinen Unterschied bezüglich der gemessenen Druckwerte und der Frequenz zwischen den Gruppen.\nSchlussfolgerung/Diskussion: Die Hypothese, dass Frauen mit Endometriose/Adenomyose eine erhöhte uterine Kontraktilität aufweisen, konnte in unserer Studie nicht bestätigt werden. Um den Zusammenhang zwischen uteriner Kontraktilität und den beiden Erkrankungen besser zu verstehen, sind ggf. andere methodische Ansätze notwendig.\nPublication History\nArticle published online:\n12 November 2025\n© 2025. Thieme. All rights reserved.\nGeorg Thieme Verlag KG\nOswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany","source_license":"CC0","license_restricted":false}