{"paper_id":"6af3e4ee-4429-427e-b319-a76179b9e06e","body_text":"Article\nDer katameniale Pneumothorax – ein Cham�leon in Klinik und Pathogenese\nSearch Medline for\nAuthors\n| Published: | September 17, 2012 |\n|---|\nOutline\nText\nZielsetzung: Der katameniale Pneumothorax stellt eine seltene Entit�t dar. Gekennzeichnet ist er durch einen menstruationsabh�ngig rezidivierend auftretenden Pneumothorax mit einer assoziierten Endometriose der Pleura, der Lunge bzw. des Zwerchfells. Entsprechend dem Befall existieren verschiedene Theorien als Erkl�rungsmodell. Wir berichten �ber zwei Kasuistiken, in denen sich das Krankheitsbild durch eine unterschiedliche Symptomatik manifestierte sowie der pathologische Befund zwei verschiedene Pathogenesen nahelegt.\nMethode: In den letzten zwei Jahren behandelten wir 2 Patientinnen mit einem katamenialen Pneumothorax. Bei einer Patientin f�hrte ein mit der Regel rezidivierender Pneumothorax bereits zur Einweisungsdiagnose eines katamenialen Pneumothorax. Im zweiten Fall f�hrte ein thorakaler „Wanderschmerz“ zur Vorstellung.\nErgebnis: Im ersten Fall zeigten sich Ver�nderungen im Sinne einer Endometriose nur im Bereich des Zwerchfells, im zweiten Fall ausschlie�lich im Bereich der parietalen und viszeralen Pleura. In beiden F�llen erfolgte die thoraxchirurgische Versorgung durch eine Lungenspitzenresektion und eine parietale Pleurektomie sowie Talkumapplikation im Bereich des Zwerchfells. Nach Diagnosesicherung wurde die Patientin in beiden F�llen hormonell behandelt. In beiden F�llen traten im Verlauf nach abgeschlossener Behandlung keine Rezidive auf.\nSchlussfolgerung: Bei einem rezidivierend auftretenden Pneumothorax mu� bei der Frau, auch bei nicht bekannter Endometriose, an die M�glichkeit eines katamenialen Pneumothorax gedacht werden. Der Ort des Lufteintritts nach intrathorakal und damit die Entstehung des Pneumothorax scheint in beiden vorgestellten F�llen aufgrund des unterschiedlichen Befalls einerseits der Pleura und anderseits des Zwerchfells unterschiedlich zu sein.\nEs konnte gezeigt werden, dass die Kombination aus thoraxchirurgischer Versorgung und hormoneller Nachbehandlung eine sichere Therapiem�glichkeit zur Rezidivprophylaxe des Pneumothorax darstellt.","source_license":"CC0","license_restricted":false}