{"paper_id":"5d2b5e6c-8401-41b6-9a34-529f2463171b","body_text":"Subscribe to RSS\nDOI: 10.1055/s-2007-983494\nStellenwert der Magnetresonanztomographie in der Endometriosediagnostik. Ein prospektiver Vergleich mit der klinischen Untersuchung, der Sonographie und dem histopathologischen Befund\n1. Fragestellung:\nEndometriose ist eine häufige Erkrankung bei Frauen in der reproduktiven Lebensphase. Endometrioseassoziierte Beschwerden, wie Unterbauchschmerzen, führen meist zu einer operativen Abklärung. Mit nichtinvasiven, bildgebenden Verfahren wie der MRT könnte die Diagnostik zur Primärdiagnose und Verlaufskontrolle der Erkrankung sinnvoll ergänzt werden.\n2. Methodik:\nIn einer prospekt. klin. Studie wurden 44 Pat. mit dem Verdacht auf Endometriose untersucht. Dabei wurde die Sensitivität der MRT in Bezug auf Endometrioseherde im Vergleich zu anderen diagnost. Verfahren geprüft. Für die MRT des Beckens stand das Gerät Magnetom Expert der Firma Siemens mit 1,0 Tesla Feldstärke zur Verfügung. Als Goldstandard diente der operative bzw. histopathologische Befund.\n3. Ergebnisse:\nInsgesamt wurden bei 27 Pat. 44 Endometriosebefunde operativ gesichert. Hierbei handelte es sich um ovarielle Zysten (n=24), peritoneale Absiedelungen (n=18) oder extraperitoneale Herde (n=2). Kernspintomographisch konnten 30 aller 44 Befunde (68,1%) detektiert werden. Die Sonographie stellte 26 der 44 Herde (59%) korrekt dar.16 der 44 Herde (36,3%) waren palpat. erfasst worden.\nVon den 24 ovariellen Endometriomen wurden 22 MR-tomographisch detektiert. Die Sonographie erfasste 20 ovarielle Herde, die klin. Untersuchung 11 der Befunde. Acht der 20 peritonealen und extraperitonealen Befunde konnten in der MRT abgebildet werden. Vaginalsonograph. gelang dies bei sechs und palpatorisch bei fünf der 20 Implantate. Bei der Darstellung ovarieller Herde wiesen beide bildgebenden Methoden eine gute Sensitivität auf (91,6% MRT vs. 83,3% Sonographie).\nDie Detektion peritonealer und extraperitonealer Implantate war bei beiden Verfahren limitiert (Sensitivität 40% MRT vs. 30% Sonographie).\n4. Schlussfolgerung:\nFür die Verlaufskontrolle und die präoperative Abklärung sonographisch unklarer ovarieller Befunde sollte als ergänzendes Verfahren die Kernspintomographie erwogen werden. Die Detektion peritonealer Implantate ist hingegen limitiert und rechtfertigt somit keine routinemäßige Anwendung der MRT in der Primär- oder Verlaufsdiagnostik.","source_license":"CC0","license_restricted":false}