{"paper_id":"4eefa6fc-15e8-4cfc-9069-42ab91035dc3","body_text":"Subscribe to RSS\nDOI: 10.1055/s-0042-1756997\nHaben Patientinnen mit einer Uterusfehlbildung eine hohe Endometriose Prävalenz?\nAuthors\nZielsetzung Ziel dieser Arbeit ist zu untersuchen, ob Patientinnen mit einer Uterusfehlbildung eine hohe Endometriose Prävalenz haben.\nMethode und Materialen Es ist eine monozentrische Studie. In diese Studie wurden insgesamt 290 Patientinnen eingeschlossen, die sich aufgrund einer Uterusfehlbildung in Evangelischem Klinikum Köln Weyertal vorgestellt haben. Jede Patientin erhielt eine Hysteroskopie und Laparoskopie, sodass eine ausreichende Evaluation sowohl der Uterusfehlbildungen als auch der Endometriose möglich war.\nErgebnisse Mehrheit der Patientinnen (189 Patientinnen, 65%) hatten ein Uterus septum (completus oder subsetum), gefolgt von der Patientinnen Gruppe mit Uterus arcuatus (58 Patientinnen, 20%). 13 Patientinnen (4,5%) hatten eine obstruktive Uterusfehlbildung. Bei 218 Patientinnen (75,1%) mit einer Uterusfehlbildungen konnte Endometriose histologisch nachgewiesen werden. Die höchste Endometriose Prävalenz wurde in der Gruppe mit Uterus septum completus gefunden (93%).\nZusammenfassung Diagnose sowohl der Endometriose als auch der Uterusfehlbildungen ist insbesondere bei den Patientinnen in reproduktivem Alter sehr wichtig. In unserer Studie konnte eine hohe Prävalenz der Endometriose bei Frauen mit Uterusfehlbildungen gezeigt werden. Aus diesem Grund empfehlen die Autoren dieser Arbeit bei Uterusfehlbildungen gezielt nach Endometriose zu suchen. Auch bei Vorliegen einer Endometriose sollte stets die Uterusfehlbildungen ausgeschlossen/ nachgewiesen werden. Das kombinierte Vorhandensein von Endometriose und Uterusfehlbildungen ist ein Grund, präzise diagnostische Bildgebungsuntersuchungen und frühzeitige Operationen durchzuführen, um die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft bei infertilen Patienten zu erhöhen. Bei einer Laparoskopie wegen Endometriose sollte daher stets eine simultane Hysteroskopie empfohlen werden.\nPublication History\nArticle published online:\n11 October 2022\n© 2022. Thieme. All rights reserved.\nGeorg Thieme Verlag\nRüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Germany","source_license":"CC0","license_restricted":false}