{"paper_id":"446a093d-e216-40a4-8e12-a2aa73b372a6","body_text":"Subscribe to RSS\nDOI: 10.1055/s-2005-920875\nVergleich von Ovarialendometriose, Ovarialkarzinom und benignen Ovarien mittels Microarray-Untersuchungen und Real-time-PCR\nEinleitung: Frauen mit Endometriose haben ein erhöhtes Risiko, später ein endometrioides oder klarzelliges Ovarialkarzinom zu entwickeln. Falls Endometriosepatientinnen zusätzlich unter langjähriger Infertilität leiden, erhöht sich die Standardized Inzidenz Ratio (SIR) sogar mehr als 4-mal im Vergleich zum Kontrollkollektiv. Um mögliche Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Ovarialendometriose und Ovarialkarzinom darzustellen, verwendeten wir die Techniken der Microarray-Analyse und die Bestätigung einiger Ergebnisse mit der Real-Time-PCR.\nMaterial und Methode: Gesamt RNA wurde von je 5 Proben Ovarialendometriose, Ovarialkarzinom und benignen Ovarien extrahiert. Die cRNA Proben wurden mithilfe des Affymetrix HG-U133A Chips hybridisiert und die mRNA von über 22.000 Genen dargestellt. 7 Gene, die statistisch signifikant unterschiedlich in diesen drei Gruppen exprimiert waren, wurden mittels Real-time-PCR untersucht (SIC14, SICA2, STAR, TDGF, Folatrezeptor, Claudin7 und Somatostatin). Hierfür wurden zusätzlich zu den 15 Proben der Mikroarray-Versuche noch weitere 23 Proben verwendet.\nErgebnisse: 823 Gene waren statistisch signifikant in den drei untersuchten Gruppen exprimiert. Hiervon waren Gene aus folgenden biologischen Gruppen am häufigsten vertreten: Regulation von G-Protein gekoppelten Rezeptor-Protein-Signalwegen, Zellzyklusarrest, MAPKKK-Kaskade, Proteinkinase-Kaskade und Zytokinese. Die Ergebnisse der Mikroarrayversuche konnte mittels Real-time-PCR bei den 7 verschiedenen, oben beschriebenen Genen bestätigt werden.\nZusammenfassung: Unsere Studie beschreibt verschiedene Gene, die bei Ovarialendometriose, Ovarialkarzinom und benignen Ovarien unterschiedlich oder gleichartig exprimiert werden. Einige dieser Gene sind möglicherweise für die Entstehung des Ovarialkarzinoms aus Endometriose verantwortlich. Weitere Studien müssen zeigen, ob es möglich ist, Endometriosepatientinnen mit einem erhöhten Risiko für ein Ovarialkarzinom zu identifizieren, um eine prophylaktische Therapie anbieten zu können.","source_license":"CC0","license_restricted":false}